Der überführte Tour-de-France-Sieger Alberto Contador denkt laut über ein Karriereende nach, egal wie das Urteil des Weltverbandes UCI ausfallen sollte.

„Ich bin so entmutigt, dass ich darüber nachdenke, den Radsport unabhängig von der Entscheidung der UCI aufzugeben“, liest man über Contador in der Madrider Zeitung „El Mundo“. Dies soll er dem Präsidenten des spanischen Verbandes, Carlos Castaño, mitgeteilt haben.

Alberto Contador ©Flickr/ hyku

Dem Spanier wurden am zweiten Tour-Ruhetag geringe Spuren des Kälbermastmittels Clenbuterol nachgewiesen. Contador begründet den positiven Doping-Tests durch kontaminiertes Fleisch, welches er gegessen habe und beteuert nach wie vor seine Unschuld.

Fernando Ramos, ein Spezialist für Lebensmittelvergiftungen, beurteilt den Fall folgendermaßen: „Es ist nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Meiner Meinung nach ist es nur eine Story“, sagte der Lebensmittel-Spezialist der Universität Coimbra in Portugal.

Es erinnert schon ein weinig an ein großes Schauspiel. Jetzt versucht der Repräsentant des Radsports der vergangenen Jahre durch die Anspielung auf sein Karriereende Druck auf die Radsportwelt auszuüben. Aber ganz sicher wird die Show auch ohne ihn weitergehen.