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Berlin (dpa) – Kurzzeit-Tour-Sieger und Dopingsünder Floyd Landis möchte in den Radsport zurückkehren. Der 42 Jahre alte US-Amerikaner plant die Gründung eines eigenen Profiteams.

Finanzieren will Landis das Team aus den Geldern seines eigenen legalen Cannabis-Geschäfts und den 1,65 Millionen Dollar, die Lance Armstrong an seinen ehemaligen US-Postal-Teamkollegen überweisen musste.

«Ich weiß, dass ich die Rad-Gemeinschaft verletzt habe. Jetzt will ich alle Erlöse, die ich aus der Einigung bekommen habe, in die Förderung aufstrebender Profis investieren», sagte Landis dem «Wall Street Journal». Das Team soll nach Landis‘ Firma (Floyd’s of Leadville) benannt, in Kanada registriert und 2019 mit einer drittklassigen Continental-Lizenz an den Start gehen.

Landis, dem sein Gesamtsieg kurz nach der Tour de France 2006 aufgrund von Testosteron-Dopings aberkannt wurde, hatte wie auch das US-Justizministerium Armstrong wegen Betrugs verklagt und als Kronzeuge gegen den einstigen Tour-Rekordsieger ausgesagt. Der Prozess gegen Armstrong wurde im April diesen Jahres abgebrochen, nachdem er sich auf eine Zahlung von fünf Millionen Dollar an die US-Regierung und 1,65 Millionen an Landis außergerichtlich geeinigt hatte.

Fotocredits: Gero Breloer

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