Santo Toribio de Liébana – Spitzenreiter Chris Froome hat sich bei der 72. Vuelta von seinem kleinen Schwächeanfall vom Vortag erholt. Im Ziel der 18. Etappe schlug der Brite zurück und baute seine Führung im Gesamtklassement vor dem Italiener Vincenzo Nibali um rund 20 Sekunden aus.

Der viermalige Tour-de-France-Sieger, der am Tag zuvor auf Nibali 42 Sekunden verloren hatte, führt jetzt mit 1:37 Minuten vor dem Sizilianer, der nach 168,5 Kilometern auf dem steilen Weg nach Santo Toribio de Liébana wieder Boden verlor. Den Tagessieg feierte der Belgier Sander Armée als Stärkster einer ursprünglich 20-köpfigen Spitzengruppe.

Die größte Hürde vor seinem ersten Gesamtsieg wartet auf Froome am vorletzten Vuelta-Tag beim Anstieg auf den gefürchteten Angliru in Asturien. Die wohl steilste Passstraße in Europa am Samstag liegt dem Sky-Kapitän eigentlich überhaupt nicht.

Trotzdem gab er vor dem Start der 18. Etappe zu Protokoll: «Der Angliru-Anstieg ist wahrscheinlich der härteste dieser Vuelta. Aber ich fühle mich gut und kann mich auf mein Team verlassen. Ich bin zuversichtlich.» Sein Ergebnis der 18. Etappe bewies: Sein kleiner Rückschlag vom Vortag ist vergessen.

Fotocredits: Yuzuru Sunada
(dpa)

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