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Radprofi Frank Vandenbroucke ist im Senegal leblos in seinem Hotelzimmer tot aufgefunden worden. Der erst 34-jährige Belgier stand kurz vor einem neuen Comeback-Versuch. Als Todesursache wurde eine Lungenembolie angegeben.

Für einen Wiedereinstieg in die Rennszene arbeitete Vandenbroucke mit dem renommierten Trainingswissenschaftler Aldo Sassi zusammen, der ihm eine Fortführung seiner Karriere prophezeite.

 

Der Klassiker-Spezialist konnte in seiner Laufbahn mehr als 50 Siege erringen. Zu den wichtigsten Erfolgen zählten der Triumph bei Lüttich-Bastogne-Lüttich 1999, der Gesamtsieg bei Paris-Nizza 1998, zwei Etappensiege bei der Spanien-Rundfahrt 1999 und die Punktewertung der Vuelta in diesem Jahr.

Leider geriet Vandenbroucke auch in mehrere Dopingaffären und musste Sperren verbüßen. So fand er auch nie mehr über längere Zeit einen Rennstall. Seine Verzweiflung trieb ihn sogar in zwei Suizidversuche.

Kam diese arme Radfahrerseele vielleicht mit dem Druck der Gesellschaft nicht klar? Wurde er indirekt zum Doping verdammt, um seine Leistungen dauerhaft abrufen zu können? Unklar ist, ob seine Embolie mit Doping in Verbindung steht. Fakt ist aber, Vandenbroucke ist ein Opfer dieser Leistungsgesellschaft!

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