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Archiv: Rennsport

Lance Armstrong hat seinen Kritiker Linus Gerdemann unter die Lupe genommen. “Wer überhaupt ist Gerdemann? Er sollte sich wünschen, in einer Ausreißergruppe lieber nicht mit mir zusammen zu fahren”, reagierte der Texaner mit scharfen Worten. weiterlesen »


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Lance Armstrong hat seinen Rennkalender 2009 nun genauer formuliert. Bei einem Windkanaltest ließ der siebenmalige Tour-Sieger verlauten, dass er neben dem Giro d’Italia, bei allen Frühjahrs-Klassikern außer Paris-Roubaix, beim Critérium International, bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich und bei der Tour of California antreten wird.

 

Ob der 37-Jährige bei der am  4. Juli in Monte Carlo beginnenden Tour de France teilnehmen wird, dazu äußerte sich er sich nicht. Nach drei Jahren Wettkampf-Pause fährt Lance Armstrong im Astana-Team, bei dem sein langjähriger Freund Johan Bruyneel Teamchef ist. Im Januar feiert der Texaner sein Comeback in Australien bei der Tour Down Under.

Unterdessen hat Armstrong im Rahmen seines Aufbau-Programms bei einem Zeitfahren vor heimischer Kulisse in Texas teilgenommen. In New Braunfels siegte er problemlos nach 25,6km in 33:14 Minuten.


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Die Veranstalter des Giro d’Italia versprechen trotz düsterer Zeiten im Radsport bei der Jubiläums-Ausgabe ein Spektakel. Zum 100-jährigen Geburtstag beginnt die Italien-Rundfahrt am 9. Mai 2009 in Venedig mit vielen Top-Profis, die sich auch mit Doping-Schlagzeilen einen Namen gemacht haben.

Am 13. Dezember wird im berühmten Theater Fenice in Venedig die offizielle Strecke vorgestellt. “Wir wollen einen besonderen Start und einen besonderen Giro – die Kulisse Venedigs bietet uns dazu die einmalige Gelegenheit”, meinte Giro-Organisator Angelo Zomegnan.

Lance Armstrong startet zu 110 Prozent”, verkündete Zomegnan “das Comeback des Jahres”. Auch wird Lokalmatador und Giro-Sieger 2006 Ivan Basso nach seiner abgesessenen Doping-Sperre wieder mit von der Partie sein. Weitere Sternchen sind Tour-de-France-Sieger 2008, Carlos Sastre (Spanien) und italienische Vize-Weltmeister Damiano Cunego.

Schon ein halbes Jahr vor dem kommenden Giro pries Italiens größte Sportzeitung, “Gazzetta dello Sport”, die dopingverseuchte Rundfahrt in höchsten Tönen an:  “Eine Hymne der Schnelligkeit, Kraft und Energie in den Farben der Lagune – ein einmaliges Szenario auf der Welt.”

Der Giro 2009 beginnt mit einem 21 Kilometer langen Mannschafts-Zeitfahren auf dem Lido vor der Lagunenstadt. Dann geht es schon in die Alpen mit einem Gastauftritt in Österreich. Die zweitgrößte Rad-Rundfahrt der Welt geht am 31. Mai anstatt in Mailand, dieses Mal in Rom zu Ende.

Gern verdrängen die „Azzuri“ während ihrer Lobeshymnen auf den Giro, dass zwei Hauptdarsteller des vergangenen Jahres, Riccardo Ricco und Emanuele Sella (beide Italien), später als Doping-Sünder entlarvt und bestraft wurden.


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Deutschland-Tour-Sieger Linus Gerdemann und Sprinthoffnung Gerald Ciolek wechseln zur kommenden Saison vom Columbia-Rennstall zum Team Milram. Die beiden Radprofis unterschrieben für zwei Jahre beim letzten verbliebenen deutschen ProTour-Team.

“Ich bin zu Milram gewechselt, um etwas für den deutschen Radsport zu tun. Gerade in der schwierigen Zeit will ich für mehr Glaubwürdigkeit kämpfen. Wir können etwas bewegen”, erklärte Linus Gerdemann in der Dortmunder Zentrale des Rennstalls.

 

Miram-Teamchef Gerry van Gerwen hat viel vor mit den Beiden: “Linus und Gerald sind unsere Star-Fahrer. Linus ist der Kapitän, für ihn wird die ganze Mannschaft fahren. Jetzt können wir gewinnen.”

Der Sieger der Deutschland-Tour 2007 blickt schon in Richtung Tour de France 2008: “Ich will einfach besser sein, als beim letzten Mal. Die ersten zehn der Gesamtwertung sind so eng zusammen, wie nie zuvor.”  Zum Ausstieg von ARD und ZDF von der Live-Berichterstattung über die Tour de France meinte Gerdemann weiter: “Ich verstehe den Rückzug. Aber es ist schade, dass das Anti-Doping-Programm des Radsports nicht honoriert wird.”


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Der Spanier Alberto Contador hat heute verkündet, seinen Titel im kommenden Jahr beim Giro d’Italia nicht verteidigen zu wollen. Der Tour-Sieger von 2007 wird sich stattdessen in seiner Saisonplanung voll und ganz auf die kommende Tour de France konzentrieren.

In dieser Saison konnte der Gesamtsieger der Vuelta und des Giro nicht bei der Frankreich-Rundfahrt teilnehmen, weil sein Rennstall, das Astana-Team, wegen Doping-Verwicklungen von den Organisatoren nicht eingeladen wurde.

“Nachdem ich in diesem Jahr den Giro und die Vuelta gewonnen habe, werde ich zur Tour zurückkehren und versuchen, sie zu gewinnen”, las man in einem Interview mit Contador auf der Seite des Internetanbieters “cyclingnews”.

Vor ein paar Wochen verkündete der siebenfache Tour-Sieger Lance Armstrong sein Comeback bei Astana. Somit wird wohl der Texaner beim Giro d’Italia 2009 als Kapitän für den kasachischen Rennstall an den Start gehen.


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Ivan Basso nahm kurz nach Ablauf seiner 16-monatigen Doping-Sperre am Sonntag beim Japan-Cup sein erstes Rennen wieder auf. Der Italiener konnte im Juni 2007 seine Strafe mit einer Softbeichte abmildern.

Basso gestand, in die Affäre um den mit manipulierten Blutkonserven handelnden Gynäkologen Eufemiano Fuentes verwickelt gewesen zu sein. Der 30-Jährige gab aber an, nur eine Doping-Absicht gehabt zu haben. Somit wurde Basso anstatt zwei Jahre nur 16 Monate aus dem Rennbetrieb ausgeschlossen.

Das italienische Liquigas-Team, welches bei der Tour 2008 mit Manuel Beltran einen Doping-Sünder in den eigenen Reihen hatte, bot ihm im April 2008 einen Vertrag an. Basso gibt als sein Saisonziel für das kommende Jahr einen erneuten Sieg des Giro d’Italia an, den er 2006 schon überlegen gewonnen hatte. Der Italiener wird nun seine eigenen Blut- und Trainingswerte im Internet veröffentlichen. “Der einzige Weg Glaubwürdigkeit zurückzuerlangen sind Siege, nach denen ich mich von jedermann kontrollieren lasse, damit gesagt werden kann: Der Typ ist total sauber”, sagte Basso zu seiner Absicht.

Ob der Italiener bei der Tour de France starten wird, lässt er offen “Darüber lohnt es sich vielleicht im Juni nachzudenken. Außerdem ist das die Sache des Team-Managers”, meinte er gegenüber “cycling-news”. Nach Fragen zu seinem ehemaligen CSC-Team-Kollegen Frank Schleck (Luxemburg), der während der WM als Fuentes-Kunde überführt wurde, meinte Basso trocken: “So ist das Leben: Wenn du etwas Schlechtes tust, musst du die Konsequenzen tragen. Das sind alte Geschichten – ich habe jetzt nur noch schöne Tage vor mir.”


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Bei der kommenden Tour de France 2009 wird die vorletzte Etappe auf dem legendären Mont Ventoux enden. Eine Bergankunft vor der letzten Etappe nach Paris wäre ein Novum in der 106-jährigen Geschichte der Frankreich-Rundfahrt.

“Das wird die Spannung erhöhen”, erklärte Tour-Direktor Christian Prudhomme bei der Strecken-Präsentation in Paris. So wird die Tour am Vortag der finalen Etappe nicht wie in den Vorjahren in einem Einzelzeitfahren entschieden, sondern nun erstmalig am Mont Ventoux im Massif Central.

Die Profis werden 2009 in 21 Etappen über 3445 Kilometer durch sechs Länder rollen. Gestartet wird die Tour am 4. Juli im Fürstentum Monaco mit einem Einzelzeitfahren über 15 Kilometer. Im kommenden Jahr wird der Tross auch in Barcelona Station machen.

Die längste Etappe führt über 224 Kilometer und wird in der Ski-Station Andorra-Arcalis in den Pyrenäen beendet werden. In Montpelier findet ein Mannschaftszeitfahren statt. Das Dach der Tour soll in den Alpen beim Anstieg auf den Großen St. Bernhard mit einer Höhe von 2473 Metern überwunden werden. Auch wird es Abstecher nach Italien und in die Schweiz geben.

Unglaublicherweise wurden die jüngsten Doping-Enthüllungen bei der Präsentation in Anwesenheit von Monacos Fürsten Albert II. nicht einmal erwähnt.

Der Brite Tom Simpson verstarb 1967 wegen Doping-Missbrauch am legendären Mont Ventoux:


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Die ARD wird im kommenden Jahr nicht mehr live von der der Tour de France berichten. Der Öffentlich-rechtliche TV-Sender reagiert damit auf die nicht nachlassende Doping-Welle im Radsport. Das ZDF hat sich dem „Ersten“ angeschlossen.

Jüngster Anlass waren die Doping-Überführungen des Österreichers Bernhard Kohl und seines Teamkollegen Stefan Schumacher aus dem Gerolsteiner-Team. „Die Intendanten sind stinkwütend, zumal Kohl zu der neuen und sauberen Generation im Radsport gezählt wurde“, sagte ARD-Sprecher Peter Meyer zu der Entscheidung der neun Intendanten und Intendantinnen auf einer Klausurtagung in Köln. „Der sportliche Wert der Tour de France hat sich aufgrund der gehäuften Dopingfälle und der daraus gewonnenen Erkenntnisse erheblich reduziert. Damit ist auch der programmliche Wert stark gesunken“, begründete der ARD-Vorsitzende Fritz Raff den Ausstieg.

Als Reaktion auf diesen Beschluss folgte auch gleich eine Zustimmung der zweiten Öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt. „Wir werden die Tour de France nicht ohne die ARD übertragen“, argumentierte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. Beide Sender werden nur noch Kurzberichte in ihren Nachrichten- und Sportsendungen über die größte Radsport-Veranstaltung der Welt zeigen.

Ex-Profi Jan Ullrich kritisierte diese Entscheidung in der „Bild“: „ARD und ZDF haben die fetten Jahre abgegrast. Jetzt, wo der Radsport die Medien braucht, hören sie auf. Dabei wollen die Fans die Tour doch sehen.“

Ende letzter Woche erklärte der Veranstalter der Deutschland-Tour, dass die Radrundfahrt im kommenden Jahr abgesagt wird. Als Begründung sehe man es in den aktuellen Entwicklungen als problematisch an, die D-Tour erfolgreich zu vermarkten.


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Lance Armstrong weiß noch nicht genau, ob er bei der kommenden Tour de France an den Start gehen wird. Der Amerikaner befürchtet zu wenig Aufmerksamkeit für sein Projekt gegen Krebs bei der Fernfahrt durch Frankreich.

Der siebenmalige Tour-Sieger sieht seine Mission wegen der Probleme mit Organisatoren, Journalisten und Fans in Gefahr. Der Texaner meinte aber auch, er würde sehr gern bei der Schleife durch Frankreich an den Start gehen. “Ich hoffe, dass es eine diplomatische und friedliche Lösung gibt”, meinte Armstrong gegenüber der italienischen Sporttageszeitung “La Gazzetta dello Sport“. Dass ihn die Tour-Organisation nicht einladen würde, glaubt der US-Boy nicht: “Alles ist möglich, aber ich halte das für unwahrscheinlich. Das wäre ein Eigentor”, so der künftige Astana-Fahrer. “Ich will in Paris dabei sein, aber in einer gelassenen Atmosphäre”, so der in Frankreich ungeliebte Tour-Gewinner.

In seinem Rennkalender 2009 steht für ihn vor der Tour de France erstmals der Giro d’Italia auf dem Programm. Dabei soll die Italien-Rundfahrt nicht als Training oder Einrollphase für die „Große Schleife“ gelten. “Ich starte beim Giro, um zu siegen. Allein schon, weil es möglich sein könnte, dass der Giro mein einziges Rennen über drei Wochen sein wird”, meinte der 37-Jährige abschließend.


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Am Montag erklärte Lance Armstrong, im kommenden Jahr beim Giro d’Italia zu starten. Der Amerikaner erhielt auch eine vorzeitige Startfreigabe vom Radsport-Weltverband UCI und wird sein Comeback im Januar in Australien geben.

Für den siebenfachen Tour-Gewinner, der für den kasachischen Rennstall Astana fahren wird, ist es die erste Teilnahme an der Italien-Rundfahrt, die im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Ob auch der bisherige Astana-Kapitän Alberto Contador beim kommenden Giro fahren wird, ist noch offen. Noch vor kurzem Der spanische Tour-Sieger von 2007 rohte der diesjährige Giro-Sieger mit einem Weggang von Astana, sollte Armstrong zu dem kasachischen Rennstall gehen. Teamchef Johan Bruyneel möchte, dass beide Fahrer um die Führungsrolle kämpfen sollen: “Am Ende des Tages wird der stärkste Fahrer unterstützt, ungeachtet seines Namens oder was sie in der Vergangenheit geleistet haben.”

Der Weltverband UCI hatte bereits in der vergangene Woche grünes Licht für ein vorzeitiges Comeback des Texaners gegeben. Eigentlich hätte Armstrong erst vom 1. Februar an wieder Profi-Rennen bestreiten dürfen. Als Begründung gab die UCI eine Verbesserung im Kontrollsystem an und wies auch darauf hin, den Amerikaner von nun an sehr streng kontrollieren zu wollen.

Sein Comeback gibt der 37-Jährige bei der Tour Down Under in Australien. Danach möchte Armstrong bei der Kalifornien-Rundfahrt in seinem Heimatland starten.


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