Mein Drahtesel

Alles was 2 Räder und eine Kette hat ist hier Thema
 


Archiv: Rennsport

BMX Stunt © wikimedia

Er hält den Weltrekord bei den X-Games mit derzeit sage und schreibe 21 Medallien. Er war der erste Freestyle-BMXler, dem es gelang, bei einem Wettbewerb einen doppelten Rückwärtssalto (im Fachjargon: double back flip) hinzulegen. Als einem der erfolgreichsten BMX-Fahrer ist ihm sogar ein eigenes Videospiel gewidmet. Und die Liste mit seinen Erfolgen ist noch lange nicht beendet. Kein Wunder, dass er schon lange unter dem Spitznamen ‘Miracle Boy’ bekannt ist. Rede ist von Dave Mirra, der 33 jährigen, in einem Vorort New-Yorks beheimateten Freestyle-BMX-Legende.

Dave Mirra erfand und prägte nachhaltig zahlreiche Tricks der in den 80ern erst aufkommenden BMX-Szene und setzt diese auch heute noch mit Bravour in die Tat um. Viele seiner Tricks sind heute weitläufig bekannt, so unter anderem der sogenannte ’540 tailwhip’, bei dem der Fahrer den Lenker festhält und den Rest des Bikes um 540° drehen lässt, zu deutsch am treffendsten mit ‘Schwanzwedeln’ übersetzt. Ein weiterer komplexer Trick ist der ‘Tailtap’, bei dem der Fahrer mit dem Hinterrad an ein Hindernis springt und sich während dem Sprung um 180° dreht, um anschließend normal weiterfahren zu können. Auch erwähnenswert ist der kurz als ’50-50′ bezeichnete Trick, bei dem der Fahrer mit den Pegs seines BMX eine Kante entlang gleitet. Besonders häufige Verwendung findet dieser Stunt in der Street-Disziplin mit Treppengeländern als Kante. Ebenfalls weit verbreitet ist der sogenannte ‘Superman’-Trick, bei dem der Fahrer – wie zu erwarten – durch Zurückstrecken der Beine in der Luft eine gerade Figur macht, auf die selbst Superman stolz wäre.

Im folgenden Video sind einige der vorgestellten und noch viele Tricks mehr von Dave Mirra zu sehen. Viel Spass beim Ansehen und Nachmachen… aber Achtung: Nie den Helm vergessen! ;o)


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Wer nicht dopt verliert

Autor: Daniel
abgelegt in: Rennsport

Seit geraumer Zeit verdichtet sich der Eindruck, dass Doping im Sport über viele Jahre hinweg eine gängige Praxis war, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Insbesondere der Radsport ist mittlerweile bei einem sehr schlechten Ruf angelangt.

Vor allem die Tour de France ist dabei mehr und mehr zu einer Lachnummer geworden. Es gab in den letzten Jahren keinen Tour de France Gewinner, der nicht ganz stark des Dopings verdächtigt worden wäre. Fahrer wie der Däne Rasmussen, der im vergangenen Jahr durch anhaltenden Dopingverdacht schließlich von seinem Rennstall von der Tour ausgeschlossen wurde, sind vermutlich nur die Spitze eines Eisbergs. Absolut unrühmlich ist Floyd Landis in die Geschichte eingegangen. Er war der Tour de France Sieger 2006 und wurde nachträglich aufgrund einer positiven Dopingprobe disqualifiziert.

Vor allem aber auch der 6-malige Tour de France Gewinner Lance Armstrong wird den hartnäckigen Verdacht, dass auch er durch Doping, möglicherweise Eigenblutdoping so erfolgreich war, nicht los.

Je hartnäckiger ein Radsportler Dopinggerüchte dementiert, desto grösser die Vermutung, dass er doch gedopt ist. Selbst die deutsche Rad-Ikone Erik Zabel hat sich des Dopings schuldig gemacht und stellt das in der Öffentlichkeit eher als den Streich eines Teenies dar. Die These, dass nur die Gedopten am Ende gewissen, ist nicht von der Hand zu weisen. Und trotz aller Kontrollen tauchen immer wieder neue Fälle von Doping auf.


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Freeride & Dirtparks

Autor: Daniel
abgelegt in: Rennsport

Freerider © andy_cWenn Bikes den Boden unter dem Profil verlieren, bis zu 10 Meter weit schweben, steile Hänge wie in einer Half-Pipe hoch und runter rasen oder bei ihrer Landung heftige Staubwolken erzeugen spricht man vom sogenannten Freeride, eine extreme Version des MTB. Es geht darum in jedem Terrain mit dem Mountainbike halsbrecherische Stunts und die weitesten Drops zu vollführen. 180° Drehungen, Flips mit dem Bike aber auch das kurzweilige Absteigen in der Luft gehören hier zum Repertoire.

Der Biker und das Bike müssen eine Einheit werden um derartige Leistungen vollbringen zu können. Dabei spielt die Technik eine entscheidende Rolle. Stahlfedertechnik mit Öldämpfung und einem Federweg von bis zu 280 mm sind durchaus üblich. Gebremst wird über hydraulische Scheibenbremsen mit durchschnittlich 20 cm Scheibendurchmesser.

Diese bis zu 20 kg schweren Hightech Bikes fährt man am besten in eigens dafür vorgesehenen Freeride -oder Dirtparks. Der erste solche Park entstand in Kanada, British Columbia. Damals legte man einfach schmale Holzwege durch den Wald, auf denen man später im Affen-Tempo zwischen Bäumen hindurch jagen konnte. Mittlerweile gibt es zahlreiche Trails schon längst auch in Deutschland. Dirtparks sind die beste Gelegenheit das eigene Können zu perfektionieren und Gleichgesinnte zu treffen. Meist sind es präparierte Geländeabschnitte mit kleinen Pipes und Schanzen, bis hin zu ganzen Trails durch Wald und Wiese.
Der Freerider kennt keine Grenzen.


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Downhill - Trendsportart mit Biss © flickr / rastafabi

Inspiriert von der Downhill-Disziplin im Alpinen Skisport ist diese Variante des Mountainbikings ein Spektakel für den Zuschauer und ein Kraftakt für die Fahrer.

Ziel ist es, mit einem speziellen Mountainbike so schnell wie möglich einen steilen Hang hinunterzufahren ohne zu stürzen. Der geschickteste und schnellste ist am Ende der Gewinner.

Kaum eine Sportart zeigt wie wichtig die pure Technik und das Geschick des Sportlers sind wie diese. Den Hang hinunter gilt es eine Vielzahl von natürlichen Hindernissen zu überwinden, wie Felsen, verschiedene Untergründe, lose Steine oder Wurzeln. Die Routen sind abgesteckt, so dass eine Kollision mit Zuschauern wie im Straßenradsport ausgeschlossen wird – was bei Abfahrtsgeschwindigkeiten um die 100 km/h auch fatal wäre. Trotzdem können Stürze zu ernsten Verletzungen führen, trotz Schutzausrüstung.

Nicht überraschen fand die erste Veranstaltung dieses für Zuschauer spektakulären Sports Ende der 70er Jahre in den USA statt, auch wenn es heute noch umstritten ist, inwieweit es als Sport oder pures halsbrecherisches Spektakel zu sehen ist.

Wenn ich aber die Fahrer den Hang hinunterstürzen sehe, bin ich sicher nicht alleine darin die Fahrer zu bewundern. Jeder der schon einmal auf einem Mountainbike durch widriges Gelände gefahren ist kann das nachvollziehen – und das bei Geschwindigkeiten die einen schwindlig werden lassen. Dabei sind die Mountainbikes direkt für die Abfahrt hin konstruiert und für den täglichen Gebrauch nicht geeignet.

Absolut sehenswert und es wird den meisten den Atem stocken lassen wenn man die wilde Sprünge und gewagten Manöver der Fahrer sieht.


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