Die Sonneninsel Usedom, ganz im Osten der Republik gelegen, hat sich in den letzten Jahren als El Dorado für Radfahrer entwickelt. Gut und sicher ausgebaute Radwanderwege machen eine Fahrradtour auf Usedom zu einem unvergesslichen Erlebnis. Allein schon die beeindruckende Naturlandschaft mit den endlos scheinen Ostseestränden, den kleinen Dörfern, den faszinierenden Seebädern mit der Architektur des zurückliegenden Jahrhunderts und den zahlreichen Wäldern.
Ein Urlaub auf Mallorca… ist mir eingefallen wo im Zuge der Tour de France gerade über Doping geredet wurde.
Mallorca ist ja in Laienkreisen eher bekannt für seine dem Menschen per Strohhalm eingetrichterten Nervengifte als für seine wunderschöne Landschaft oder irgendein positiv besetztes Merkmal.
Zu Unrecht. Mallorca hat wunderschöne Radwege, die abseits von Ballermann X dem geneigten Urlauber das Drahtesel-Trainingscamp ersetzen. weiterlesen »
Oft ist die Planung einer Radtour mit Karte, Kompass und Bleistift langwierig und öde. Doch es naht Rettung aus dem Hause Google: Google Earth bietet eigentlich alle Werkzeuge zur übersichtlichen Planung einer Radtour – von farblicher Streckenführung über Wegpunktemarkierung bis hin zu Höhenrastern. Und das beste: Es macht schlichtweg einen Heidenspass im zoombaren 3D-Modus Berg- und Hügelketten von allen Seiten zu betrachten und in der Flugzeug-Perspektive die Fahrradtour vom Wohnzimmersessel aus genießen zu können.
Google Earth ist auf der offiziellen Homepage kostenlos erhältlich und downloadbar. Der virtuelle Globus besteht aus unzähligen Satelliten- und Vogelperspektivbildern, welche zu einem dreidimensionalen Landschaftsbild zusammengefügt wurden. Mit Hilfe der integrierten Tools lassen sich Strecken farblich einzeichnen und wichtige Wegpunkte wie Unterkünfte oder Rastplätze auffällig markieren.
Auf verschiedenen Portalen wie moobix.de lassen sich bereits vorgefertigte Tourdaten im .kml-Format herunterladen. Öffnet man diese Dateien mit Google Earth, hat man bereits fast die komplette Tourvorbereitung hinter sich. Zu guter Letzt druckt man sich den Streckenverlauf aus einer günstigen Kameraperspektive aus – und schon kann die Tour beginnen.
Oft denkt man, dass sich der Radsport auf Kunststücke und Radrennen beschränkt, lässt dabei aber ganz außer Acht, dass es besonders im Hobby-Bereich andauernd neue Ideen wie vom Fließband hagelt. In diesem Artikel möchte ich etwas näher auf sogenannte Alleycats eingehen – den perfekten Freizeitsport für ein große Gruppe von Fahrern.
Wer kennt sie nicht, die gute alte Schnitzeljagd: Verschiedene kleine Gruppen rennen an Kindergeburtstagen aufgeregt durch die Strassen, immer auf der Suche nach dem versteckten Spielzeugschatz, den sie anhand von ausgelegten Hinweisen zu finden versuchen. Geben wir es doch zu – damals hat es uns allen Spaß gemacht. Heute fahren wir viel lieber auf unserem Drahtesel durch die Gegend… aber Moment mal. Wieso verlagern wir den Spieleklassiker schlechthin nicht einfach aufs Fahrrad; als Spiel&Spass-Event für Jugendliche und Erwachsene?
Genau diesen Gedankengang werden die Erfinder der Alleycats (zu deutsch: streunende Katzen) auch verfolgt haben: Mit Erfolg. Heutzutage werden in immer mehr Städten regelmäßige Alleycat-Rennen angeboten, deren Sieger einen vorher festgelegten Preis erhalten. Die Spielregeln sind dabei von Rennen zu Rennen unterschiedlich, meistens folgen sie jedoch folgendem Muster: Kurz vor Rennbeginn bekommt jeder Teilnehmer einen Zettel, auf dem verschiedene Checkpoints in der Stadt vermerkt sind, jeweils mit einer bestimmten Aufgabe verbunden. Beispielsweise muss man die Treppenstufen eines Schulgebäudes am anderen Ende der Stadt zählen, oder die Anzahl der Qualitätssterne eines Hotels herausfinden. Die Reihenfolge, in der man die Chackpoints anfährt, ist nicht vorgegeben. Ortskundige sind also klar im Vorteil, weshalb sie in der Regel gleichmäßig in die kleinen Teams verteilt werden. Sieger ist, wer als erstes alle alle Aufgaben erledigt hat, deren Ergebnisse man auf dem Laufzettel eintragen muss.
Wer schon immer einmal Fahrrad-Kurier spielen wollte, wird mit Alleycats seinen Spass haben, auch für von normalen Radrennen gelangweilte Personen sind Alleycats gefundenes Fressen. Und man darf nie vergessen: Neben dem Fun-Faktor kommt auch das Fitness-Training zur Geltung. Alleycats vereinen also Spiel, Spass und Sport in sich.
Sieht man das sogenannte Alleweder (holländisch für Allewetter) zum ersten Mal, wird man unweigerlich an Rennautos aus den Pionierszeiten des Motorsports erinnert. So weit ist das allerdings garnicht hergeholt, immerhin erfüllt das Alleweder alle wichtigen Vorraussetzung, die auch Rennautos mit sich bringen: Aerodynamik, Leichtgewichtigkeit und Stabilität.
Doch was genau sind Velomobile nun eigentlich im Detail?
Velomobile sind vereinfacht ausgedrückt dreirädrige Kleinfahrzeuge mit einem entscheidenden Merkmal: Sie werden mit Muskelkraft angetrieben. Im Endeffekt also Fahrräder mit drei Rädern, um die eine leichte aber stabile Schutzhülle montiert ist. Der Antrieb sieht dabei von unten betrachtet einer Fahrradkette mit Gangschaltung und Pedalen sehr ähnlich. Dabei wird – wie beim Fahrrad – nur das Hinterrad bewegt, während die beiden nebeneinander liegenden Vorderräder einzig und allein der Stabilität dienen. Zu Gunsten der Aerodynamik sind diese allerdings Scheibenräder, während das Hinterrad ein relativ normales Fahrradrad mit Speichen darstellt.
Optional wird das Alleweder mit einem 250-500W Elektromotor ausgeliefert, welcher das Treten besonders bei Berglage enorm erleichtern kann. Dadurch sind in der Ebene ohne Probleme Geschwindigkeiten von 60km/h möglich. Ebenfalls sehr praktisch sind das leicht aufsetzbare Dach und die Windschutzscheibe, weshalb man auch bei großem Regen meistens keine gesonderte Regenkleidung benötigt. Im Boden befindet sich zwar ein Loch, damit man mit den Füßen bei Bedarf manövrieren kann, allerdings gelangt hierdurch in aller Regel kein Spritzwasser ins Innere, da die Öffnung sich vor den Reifen befindet.
Mir persönlich wäre ein Alleweder viel zu aufwendig, da bevorzuge ich doch weiterhin meinen klassischen, wendigen Drahtesel. Wer allerdings gemütliche und zugleich umweltfreundliche Spazier- oder Einkaufsfahrten mit kleinem Kofferraum liebt, ist mit einem Alleweder außerordentlich gut bedient.
Vor etwa einem Monat berichteten wir bereits über das auf den ersten Blick doch sehr unpraktisch erscheinende Liegerad. Doch gerade dieses Liegerad war Haupttransportmittel Joachim Hagers auf seiner 5 Jahre währenden Weltreise durch die sengende Hitze Afrikas, durch überfüllte Städte und gähnende Leere, durch Amerika, Australien, Europa und Asien. Dabei überstand er eine Reifenpanne inmitten Brasiliens, Konflikte mit der chinesischen Polizei, Visabeschaffungsprobleme in Nairobi und so manches weitere Abenteuer.
Sein Reisebericht liest sich wie ein zusammengefasster Roman Karl Mays und würde ausgedehnt sicherlich mehrere Bücher füllen. Aber auch in seiner tatsächlichen Form ist er außerordentlich interessant zu lesen. Wer Lust und ca. 3-5 Jahre Zeit hat, kann also gerne mal die Strecke nachfahren und sich von der Korrektheit seines Berichts überzeugen. Auf einem Liegerad, versteht sich!
Aber nun zur entscheidenden Frage: Wie konnte ein gewöhnliches Liegerad die Strapazen einer solch langen und anstrengenden Reise durchstehen? Enorm stabile Bauweise oder göttliche Fügung? Vermutlich beides. Auf jeden Fall musste das Liegerad zahlreiche Reparaturen über sich ergehen lassen und fast jedes Bauteil musste über den langen Zeitraum hinweg mehrmals ausgetauscht werden. Einmal kam es sogar so weit, dass das Hinterrad sich nicht mehr bewegen ließ, sodass er sich von einem LkW in die nächste Stadt fahren lassen musste.
Joachim Hager gab selbst zu, dass ein normales Fahrrad vermutlich weniger Probleme gemacht hätte, dennoch wollte er nicht auf sein bequemes Liegerad verzichten. Viel mehr nutzte er das durch sein außergewöhnliches Fahrzeug ihm gewidmete Aufsehen und konnte somit viele Kontakte knüpfen und erhielt sogar von mancher Firma ein kleines Präsent für die weitere Reise.
Alles in allem kann man hier eindrücklich sehen, dass das Liegerad anscheinend doch für längere Reisen taugt. Es bestätigt sich auch die These, dass Liegeräder vor allem auf freiem Gelände ihren wahren Reiz entfalten. Wer möchte, kann also bedenkenlos zur nächsten Fahrradtour mit einem Liegerad aufbrechen… es muss ja nicht gleich die ganze Welt sein.
Hamburg, die schöne Metropole an Elbe und Alster, bietet eine große Zahl von Sehenswürdigkeiten, die sich auch vom Fahrrad aus und mit Hilfe eines Navigationsgerätes bequem erschließen lassen. Mit einem Reiseführer Hamburg unter dem Arm hat man zudem auch immer den nötigen Überblick. Ein idealer Ausgangspunkt für alle Sehenswürdigkeiten in Hamburg sind die Landungsbrücken, von wo aus man bequem in Richtung Fischmarkt oder auch zum Michel und zur Reeperbahn gelangen kann.
Auch zu einer von Hamburgs ganz neuen Sehenswürdigkeiten, der Hafencity, ist es von den Landungsbrücken aus nicht weit, und in jedem Hamburg Reiseführer bekommt man die jeweiligen Hintergrundinformationen. Mit dem Fahrrad lässt sich von den Landungsbrücken auch der alte Elbtunnel erradeln, was eine besondere Attraktion darstellt, da man unter der Elbe herfährt und mit einem historischen Aufzug samt Fahrrad in den Tunnel gelangt, der mit seinem gekachelten Inneren schon für sich etwas ganz Besonderes ist.
Wenn man ein bisschen mehr Zeit mitbringt, kann man auf der anderen Seite an den Docks der Reederei Blohm und Voss vorbei in den Freihafen gelangen und sich hier den Wind der großen weiten Welt um die Nase wehen lassen. Auf dieser Seite der Elbe liegt auch das große Musical Theater der Stadt, welches ebenfalls einen Besuch lohnt. Zwischen Containern, Kanälen und Fabrikgebäuden bekommt man in diesem Teil der Hafenstadt Hamburg einen Eindruck von der eigentlichen Größe des Hafens und gelangt dann nach Wilhelmsburg, einem grünen und alternativen Stadtteil, der zurzeit viele Studenten und Künstler anzieht.
Mit einem Navigationsgerät wie dem Becker Traffic ist es auch immer leicht, den Weg zur nächsten S- oder U-Bahn zu finden, wenn die Beine zu schwer geworden sind.
Vor ca. einem Monat habe ich bereits von Bahntrassenradwegen als Orte entspannten Radelns berichtet. Es gibt aber noch eine zweite, oft sogar teamworkförderndere Möglichkeit, die ebenen Bahntrassen als Radwege zu benutzen. Die Rede ist von Draisinen, welche mit Muskelkraft über die Schienen bewegt werden. Einen kleinen Nachteil gibt es jedoch: Man muss die Eisenbahn-Draisinen an speziell ausgeschilderten Tourismusbetrieben für eine bestimmte Zeit kostenpflichtig mieten.
Momentan gibt es um die 20-30 Draisinenstrecken in Deutschland, von denen sich viele mit der Zeit zu enormen Tourismusmagneten entwickelt haben. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Reise mit dem Rad kann man sich auf Draisinen nämlich jederzeit bequem zurücklehnen und die Landschaft genießen und kann sogar größere Mengen an Gepäck ohne merkliche Mehrbelastung befördern. Und Draisinen haben noch einen Vorteil gegenüber ihren frei beweglichen Verwandten: Man kann mit in der Regel bis zu 4 Personen gemeinsam in die Pedale treten. Spass für die ganze Familie ist also garantiert.
Die Draisinen selber sind technisch gesehen meistens recht simpel konstruiert, wenige komplexere, mehrgängige Modelle ausgenommen. Außer den normalen Fahrraddraisinen gibt es auch sogenannte Handhebeldraisinen, welche durch andauerndes Betätigen eines großen Hebels von der Stelle bewegt werden. Das Gewicht der Draisinen ist ebenfalls vollkommen unterschiedlich: Von leichten Schienenfahrrädern bis hin zu motorisierten Eisenbahn-Draisinen ist alles erhältlich.
Möchte man in seiner Freizeit einmal selber mit einer Eisenbahn-Draisine fahren, empfielt es sich, zuerst die Position einer solchen herrauszufinden. Eine weitgehend vollständige Karte findet man hier. Wie man sieht, sind in Baden-Württemberg, Sachsen oder Bayern ansässige Personen etwas schlecht bedient, was Draisinenstrecken anbegeht. Aber der Trend geht eindeutig in die richtige Richtung und in einigen Jahren werden sicherlich auch in den drei erwähnten Bundesländern Eisenbahn-Draisinen zu finden sein.
Besonders Radfahrern, die ihren komfortablen GPS-Navigator nicht missen möchten und dennoch keine Lust auf stundenlanges Touren-Zusammenstellen haben, bietet sich mit dem Tourenportal des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) eine Möglichkeit, vorgefertigte Fahrradtouren über ausgesuchte Fahrradwege für Beträge im einstelligen Bereich zu erwerben. Neben den GPS-Dateien enthalten die Download-Pakete auch Informationen über die Tour im PDF-Format, Streckenprofile sowie Kartenabschnitte als Bilder zum Ausdrucken.
Vor dem Bezahlen kann man sich bereits mittels integrierten Google Maps einen Überblick über den Streckenablauf verschaffen. Die Datenbank ist also auch für nicht zahlungswillige Radfahrer interessant, da man hierdurch unter Umständen völlig neue Routen entdeckt. Insgesamt beinhaltet die Tourendatenbank momentan knapp 60.000 Kilometer an Streckendaten, weshalb auf ganz Deutschland verteilt nur die größeren Fahrradstrecken vorhanden sind. Dennoch beinhaltet die Datenbank unumstritten eine große Menge an wertvollem Material.
Der Preis ist wieder eine andere Geschichte: Die einen mögen mit Freuden 2-4 Euro für eine interessante Strecke zahlen, während andere sich von dem Geld lieber eine Currywurst an einer der zahlreichen Raststätte und Imbissbuden kaufen. Für Radfahrer ohne GPS sind die Informationen sowieso relativ wertlos, da genügt ein Blick auf den Streckenverlauf auf Google Maps völlig. Letzten Endes muss aber jeder selbst entscheiden, was ihm die vom ADFC gebotenen Informationen wert sind. Mitglieder des ADFC erhalten übrigens jeden Monat 100 Freikilometer, was bedeutet, dass sie sich kostenlos Streckenmaterial von maximal 100 Kilometern downloaden können. Nochmal 100 Freikilometer erhält man bei der unverbindlichen Registrierung auf dem Portal. Reinschnuppern lohnt sich also auf jeden Fall.
Für den eher bequemen Sonntagsfahrer ergibt sich eine in den letzten Jahren immer intensiver beworbene Möglichkeit, bei bahnüblicher geringer Steigung von wenigen Prozent relativ große Höhenunterschiede ohne allzu hohe Anstrengungen zu meistern.
Das Stichwort lautet ‘Bahntrassenradeln’: Radfahren auf stillgelegten, zu Radwegen ausgebauten ehemaligen Bahnstrecken. Sogar innerhalb von dicht besiedelten Ballungszentren finden sich solche Radwege, die sich oft fernab von jeglichem motorisierten Verkehr durch die Landschaft ziehen und dank dem Erhalt alter Tunnel und Viadukte ohne merkliche Steigungen bequem zu befahren sind. In touristisch sehr reizvollen Landstrichen werden sie intensiv beworben und haben inzwischen einen entsprechenden Bekanntheitsgrad erreicht.
Im Detail gibt es zwischen den verschiedenen Bahntrassenradwegen große Unterschiede: Einige erst kürzlich eröffnete Routen haben erstklassige asphaltierte Oberflächen, sind vorbildlich beschildert und mit attraktiven Rastplätzen ausgestattet. Die Tunnel sind in aller Regel beleuchtet (evtl. auch mit Bewegungsmeldern gesteuert). Von behutsam hergerichteten Brücken und Viadukten bieten sich schöne Ausblicke in tiefer gelegene Bachtäler oder Ortschaften. Einige der älteren Wege mögen vielleicht nicht immer auf dem neusten Stand der Technik sein, gerade hier finden sich aber teilweise richtige Geheimtipps, die landschaftlich äußerst reizvolle Regionen erschließen.
Eine ausführliche Liste mit momentan über 420 Strecken in Deutschland findet man hier.