Düsseldorf – Die 104. Tour de France bginnt am 1. Juli in Düsseldorf:

A – Auftakt: Zum vierten Mal beginnt die Tour in Deutschland. Vor Düsseldorf hatten Köln (1965), Frankfurt (1980) und Berlin (1987) den Start ausgetragen.

B – Bergetappen: 5 der 21 Etappen finden im Hochgebirge statt. Dazu zählen die Bergankünfte in La Planche des Belles Filles, Peyragudes und am Col d’Izoard.

C – Combatif du Jour: Der kämpferischste Fahrer wird jeden Tag geehrt und darf am nächsten Tag eine rote Startnummer tragen.

D – Dauerbrenner: Der Australier Adam Hansen steht bereits vor seiner 25. großen Rundfahrt (Giro d’Italia, Tour und Vuelta).

E – Einzelzeitfahren: Ein 14 Kilometer langer Kampf gegen die Uhr bildet den Auftakt und bietet Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin die Chance auf das erste Gelbe Trikot. Ansonsten gibt es nur noch ein 22,5 Kilometer langes Zeitfahren am vorletzten Tag in Marseille.

F – Favoriten: Der dreimalige Champion Chris Froome ist der große Favorit. Zu den Herausforderern des Briten zählen der Giro-Zweite Nairo Quintana (Kolumbien), Ex-Sieger Alberto Contador (Spanien), der Vorjahreszweite Romain Bardet (Frankreich) und Richie Porte (Australien).

G – Gutschriften: 10, 6 und 4 Sekunden werden den ersten drei Fahrern auf jeder Etappe gut geschrieben.

H – Hinault, Bernard: Der Mann aus der Bretagne gewann 1985 als letzter Franzose die Tour. Damit wartet Frankreich bereits seit 32 Jahren auf einen Nachfolger.

I – Indurain, Miguel: Der Spanier gewann als einziger Radprofi fünfmal die Tour in Serie. Neben Indurain werden noch Jacques Anquetil (Frankreich), Eddy Merckx (Belgien) und Hinault als Fünffach-Sieger geführt. Die sieben Erfolge von Lance Armstrong wurden wegen dessen Doping-Vergehen gestrichen.

J – Journalisten: Rund 2000 Medienvertreter begleiten die Tour. Das Rennen wird in 190 Ländern übertragen.

K – Karawane: Gut zwei Stunden vor dem Fahrerfeld sorgt traditionell die Werbekarawane mit 170 Fahrzeugen für ein wenig Karnevalsstimmung. Bereits seit 1930 gehört die Caravane publicitaire zum Tour-Programm.

L – Lüttich: Der Zielort der zweiten Etappe gehört zu den Hochburgen im Radsport. Bereits zum zehnten Mal gastiert die Tour in Lüttich, hier endet auch das älteste Eintagesrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich.

M – Mannschaften: Insgesamt 22 Teams, darunter die beiden deutschen Rennställe Sunweb und Bora-hansgrohe, gehen mit jeweils neun Fahrern an den Start. Damit nehmen 198 Radprofis die Rundfahrt in Angriff.

N – neue Etappenorte: 10 Städte sind in diesem Jahr erstmals Start- oder Zielort der Tour. Dazu zählt auch Düsseldorf.

O – Organisation: Die Amaury Sport Organisation veranstaltet die Frankreich-Rundfahrt und gilt als mächtigster Veranstalter im Radsport. Neben Klassikern wie Paris-Roubaix gehören auch das Frankfurter World-Tour-Rennen oder die im nächsten Jahr wieder stattfindende Deutschland-Tour zum ASO-Imperium.

P – Preisgelder: 500 000 Euro erhält der Gesamtsieger. Die beste Mannschaft darf sich über 50 000 Euro freuen. Der beste Bergfahrer und der punktbeste Akteur erhalten jeweils 25 000 Euro, der beste Nachwuchsprofi streicht noch 20 000 Euro ein. 11 000 Euro gibt es für einen Etappensieg.

Q – Quinatana, Nairo: Der Kolumbianer gilt als bester Kletterer im Tour-Feld. In diesem Jahr wollte der Movistar-Kapitän das Double aus Giro und Tour holen. In Italien blieb es aber bei Platz zwei.

R – Rekordteilnehmer: Jens Voigt, der 2014 seine Karriere beendete, gehört mit 17 Starts zu den drei Rekord-Teilnehmern neben Stuart O’Grady (Australien) und George Hincapie (USA).

S – Sprints: Auf insgesamt neun Flachetappen dürfen die deutschen Topsprinter André Greipel und Marcel Kittel auf Etappensiege hoffen.

T – Trikots: Das Gelbe Trikot ist für den Führenden in der Gesamtwertung bestimmt. Der beste Bergfahrer fährt im rot gepunkteten Dress. In Grün ist der punktbeste Fahrer unterwegs, der beste Nachwuchsfahrer trägt das Weiße Trikot.

U – Ullrich, Jan: Vor genau 20 Jahren löste der Rostocker mit seinem Tour-Sieg einen Radsport-Boom aus. Nach Düsseldorf ist der einzige deutsche Gesamtsieger wegen seiner Doping-Vergehen nicht eingeladen.

V – Voeckler, Thomas: Der 38-Jährige aus dem Elsass war über viele Jahre der Liebling der Franzosen. Der Bergkönig von 2012 und viermalige Etappengewinner geht in diesem Jahr zum 15. und letzten Mal an den Start, bevor er seine Karriere beendet.

W – Weltmeister: Das Regenbogentrikot wird von Bora-hansgrohe-Kapitän Peter Sagan getragen. Der slowakische Weltmeister bevorzugt aber diesmal Grün und will den Rekord von Erik Zabel mit sechs Erfolgen in der Punktewertung einstellen.

X – x-ter Anlauf: Seit seinen Klassiker-Siegen bei Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix gehört John Degenkolb zur Weltspitze. Nur bei der Tour fährt er einem Etappensieg noch hinterher.

Y – Youngster: Der Franzose Elie Gesbert feiert am Samstag an seinem 22. Geburtstag seine Premiere und ist damit jüngster Fahrer im Feld.

Z – Zabel, Rick: Vor gut zwei Jahrzehnten hatte er als kleiner Junge bei den Siegerehrungen auf den Schultern von Papa Erik gesessen, nun feiert der 23-Jährige sein Tour-Debüt als Radprofi.

Fotocredits: Ian Langsdon
(dpa)

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