Heutzutage sind Fahrräder ein alltägliches Bild auf den Straßen. Wie bei vielen Erfindungen, die die Menschen nachhaltig beeinflusst haben, weiß auch hier niemand, wer das Fahrrad erfand und wann.


Es war einmal vor langer, langer Zeit ein emsiger Erfinder, der von Wissensdurst und Fortschrittsdrang getrieben, einst eine geniale Idee hatte…

So könnte die Geschichte von der Erfindung des Fahrrads beginnen, wenn denn gewiss wäre, von wem die Idee dazu stammte und wer sie zuerst umsetzte. Doch leider bleibt diese Antwort im Lauf der Geschichte verborgen, denn bis heute konnte man dies nicht ermitteln.

Ein Original gibt es also nicht, nur die Möglichkeit, einen Blick auf die ersten zumindest fahrradähnlichen Exemplare und Prototypen zu werfen, die jemals in Gebrauch waren.

Die Draisine und ihre Nachfolger

Das erste, zumindest bekannte Zweirad hat Karl Drais erfunden und das im Jahr 1817. Dies wird auch Draisine genannt und war vollständig aus Holz gefertigt. So etwas wie Pedalen oder Ketten gab es daran nicht – um zu rollen musste man sich mit den Füßen am Boden abstoßen, weshalb man das gute Stück auch noch Laufrad nannte. Diese Erfindung setzte sich jedoch noch nicht durch.

Der französischen Mechaniker Ernest und Pierre  Mechaux wandelten wahrscheinlich als Erste das Laufrad dann in ein sogenanntes Velociped mit Kurbel und Pedale um.1871 machte der Engländer James Starley daraus ein Hochrad, das ein sehr großes Vorderrad und ein kleines Hinterrad hatte. Auf diesem Exemplar saß man stolze anderthalb Meter über dem Boden, was nicht ungefährlich war. Das Gestell war aus Stahl gefertigt und an den Rädern waren Gummireifen befestigt.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Kettenantrieb für das Hinterrad erfunden und es wurde möglich, Antrieb und Lenkung separat zu steuern und somit mehr Sicherheit zu garantieren. Später wurde auch noch der Fahrradrahmen konstruiert und John Boyd Dunlop erfand den Luftreifen. Von da an verbreitete sich das Fahrrad als Transportmittel schnell über die ganze Welt.

Stahlrosse in unserer Zeit

Das Fahrrad ist immer noch das preiswerteste Verkehrsmittel. Durch Autos und öffentliche Verkehrsmittel ist die Nutzung in einigen Regionen stark zurückgegangen, doch gerade in ärmeren Ländern wird es immer noch als Transportmittel genutzt.

Durch eine verbesserte Infrastruktur, unter anderem mit Radwegen, bieten sich günstige Fahrbedingungen. Spezielle Radwanderwege ermöglichen den Urlaub mit dem Rad.

Bei wachsendem ökologischem Bewusstsein steigt die Nutzung an.

Radfahren ist zudem als sportliche Disziplin außerordentlich beliebt, die Tour de France ist nur eines von zahlreichen Beispielen dafür.

Heutzutage gilt China als das Land des Fahrrads, weil es dort die meisten Exemplare gibt.