Radfahrer kennen das Problem: Fußgänger, die sich auf Radwegen fortbewegen oder gleich zum gemütlichen Plausch in kleinen Grüppchen dort verweilen und eine Durchfahrt somit verhindern. Mit der guten alten Fahrradklingel verschafft man sich Aufmerksamkeit und bekommt im besten Fall eine freie Bahn verschafft.


Die Fahrradklingel ist eine, in der Regel aus Metall gefertigte, helltönende Glocke, die am Fahrradlenker angebracht wird und durch einen manuellen Mechanismus ausgelöst wird um andere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam zu machen. Sie dient der allgemeinen Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr und ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, wohingegen andere Einrichtungen für Schallzeichen, wie etwa Hupen, nicht zulässig sind. Fahrradklingeln gibt es in verschiedenen Größen und mitunter äußerst lustigen und kreativen Designs, ausgestattet mit unterschiedlichen Läutwerken, wobei neben der sogenannten Chinesischen Sturmklingel und der Radlaufglocke, lediglich die „normale“ Lenkerklingel hierzulande erlaubt ist.

Die Sturmklingel: Das verbotene Warnsignal

Bei der Radlaufglocke, oder auch Sturmklingel genannt, wird das Läutwerk durch die Radbewegung mitgenommen, wobei die Klingel selbst dann mittels einer Schnur oder eines Bowdenzugs betätigt wird. Das akustische Signal, welches eine solche Klingel erzeugt, ist ausgesprochen laut, konstant und ähnelt dem einer Straßenbahn. 1960 wurde die Radlaufglocke aufgrund der Lärmbelästigung in Deutschland verboten. Außerdem ist sie nur bei Fahrt betriebsbereit, das Gesetz verlangt jedoch eine Klingel, die auch im Stand funktionstüchtig ist.

Die mechanische Arbeitsweise der Fahrrad-Klingel macht Batterien oder eine andere elektrische Energieversorgung überflüssig, was auch zu einer dauerhaften und wartungsfreien Handhabung verhilft. Außerdem sind die Klingeln normalerweise wetterfest und robust gebaut, sodass sie in der Regel Jahrzehnte überdauern

Witzig: Die Fahrradklingel für Fußgänger

Eine lustige Idee, ist der Fahrradklingelton für das Handy. Damit kann man sich auf überfüllten Gehwegen ganz schnell Platz verschaffen, denn lahmende Fußgänger weichen einem nahenden Radfahrer doch sehr viel bereitwilliger und vor allem schneller aus, als einem eiligen Passanten.