Fahrradanhänger schiessen in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden. Mal sieht man Eltern ihre kleinen Schützlinge durch die Gegend chauffieren, ein ander Mal sieht man eine ältere Dame beim Transportieren der Wocheneinkäufe vom Supermarkt nach Hause. Auch wenn die meisten Personen nach wie vor das Auto dem Fahrrad vorziehen, so bergen Fahrradanhänger als Ergänzung zum gewöhnlichen City-Bike doch ein enorm grosses Potential. Denn neben dem Umweltschutz als hauptsächlichem Pluspunkt bieten Einkäufe mit dem Fahrradanhänger auch die Möglichkeit, ganz nebenbei ein paar Pfunde purzeln zu lassen oder beim Sonntagsausflug mit den Kleinen die Seele baumeln zu lassen.

Zuerst sollte man sich entscheiden, ob man seinen Anhänger primär zur Personen- oder Sachgutbeförderung verwenden möchte. Dabei ist zu beachten, dass Kinder nur in dafür eingerichteten Anhängern mit Sitzen transportiert werden dürfen, diese Anhänger allerdings ebenfalls Gepäck transportieren können. Einen Lastenanhänger sollte man sich also nur anschaffen, wenn man wirklich nur Gegenstände befördern möchte.

Bei der Anschaffung eines Fahrradanhängers gibt es aber einige Punkte zu beachten, damit man später nicht eine böse Überraschung erlebt. Zum einen sollten Deichsel und Kupplung zum bereits vorhandenen Fahrrad passen, hierbei ist es ratsam, sein Fahrrad beim Kauf des Anhängers als „Anprobe“ mitzunehmen. Generell werden unten links in der Nähe der Hinterachse angekuppelte Anhänger den oben zwischen Sattel und Gepäckträger kuppelbaren Anhängern vorgezogen, da sie einige unübersehbare Sicherheitsvorteile beim Fahr- und Bremsverhalten bieten. Ebenfalls gut überlegen sollte man sich die Materialbeschaffenheit des Wagens. Böden aus Nylonstoff mit Überzug sind zwar leicht und gut faltbar, jedoch für größere Lasten eher ungeeignet. In solchen Fällen sollte man auf Aluminium- oder Kunststoffwannen als Unterlage zurückgreifen. Eine weitere Frage ist die, ob der Anhänger gefedert oder ungefedert sein soll. Dem deutlich höheren Komfort eines gefederten Anhängers steht ein höheres Gewicht und ein höherer Kaufpreis entgegen. Um ein oder zwei Kilo mehr oder weniger muss man sich allerdings in der Regel keinen Kopf machen, das Gesamtgewicht des leeren Anhängers sollte lediglich ca. 15 Kilo nicht übersteigen.

Hat man sich erst einmal einen Anhänger angeschafft, sollte man sich umbedingt auch Gedanken über die Aufrüstung des eigendlichen Fahrrads machen. Bessere Bremsen oder Felgen sind beispielsweise bei dem hinzukommenden Gewicht des Anhängers nie fehl am Platz. Letzten Endes ist der neue Fahrradanhänger also meistens eine gute Alternative zum drögen Autofahren in den Kindergarten oder der 10 minütigen Fahrt zum nächsten Supermarkt.