Ganz weit vorn 2014: Scheibenbremsen

Ganz weit vorn 2014: ScheibenbremsenWenn Sie mit dem Fahrrad nicht nur gemütlich durch die Stadt fahren, sondern es gerne auch etwas schneller angehen, wissen Sie, wie wichtig ein gutes Bremssystem ist. Es sind längst nicht mehr nur MTB-Fahrer, die wegen rasanten Bergabfahrten ihre Bremse aufrüsten. Ein Trend, der sich auch 2014 fortsetzen wird, ist die Scheibenbremse beim Rennrad.

Fast nur Vorteile

Bestimmt kennen Sie folgendes Phänomen: Sie sind mit dem Fahrrad bei Nässe unterwegs, ziehen die Bremse und es wird kaum verzögert. Grund dafür sind meist konventionelle Felgenbremsen mit ausgehärteten Belägen und selbst wenn diese neu sind, haben sie deutliche Nachteile im Vergleich zu einer Scheibenbremse. Verbaut wird diese an vielen Mountainbikes, aber auch an Trekking-Rädern. Größter Vorteil dieses Systems ist ein gleichmäßiges Bremsverhalten, was sich auch bei Nässe nur minimal verschlechtert. Verbreitet sind besonders mechanische Scheibenbremsen, die einfach per Seilzug ausgelöst werden. Besonders für die Langstrecke empfiehlt sich dieses System. Ein echtes Highlight ist hingegen die hydraulische Scheibenbremse, die kaum Wartungsarbeiten erfordert und ein gut dosierbares Bremsen ermöglicht.

Empfehlenswert trotz Mehrgewicht

Mit einer Scheibenbremsanlage sind Sie nicht nur sicherer unterwegs, sondern schonen auch ihre Felgen. Diese werden nun deutlich weniger belastet, da sie bei langen Abfahrten nun nicht mehr einer beachtlichen Hitzeentwicklung ausgesetzt sind. Trotzdem werden einige Leichtradfahrer auf das System verzichten, zumal die Discs das Bike zwischen 300- und 600 Gramm schwerer machen. Dennoch wird 2014 im Fahrradsektor höchstwahrscheinlich das Jahr der hydraulischen Scheibenbremse. Der Seilzug wird hier durch ein geschlossenes System und Hydrauliköl ersetzt, was stark an die Bremsanlage im Auto erinnert. Dabei muss die Hydraulikflüssigkeit regelmäßig erneuert werden, was für den Laien nicht ganz einfach sein dürfte. Die besten Verzögerungswerte liefern natürlich große Scheiben. Für alpines Gelände bieten sich vorne und hinten 180mm bzw. 160 mm an. Sind Sie etwas schwerer, empfehlen sich sogar 200er Discs.

Die bessere Fahrradbremse

Es ist also nicht wirklich eine Überraschung, dass Felgenbremsen nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Leider können Sie nicht jedes Rad auf Scheiben umrüsten, da dieses spezielle Bohrungen und Naben am Rahmen voraussetzt. Unproblematisch ist hingegen der Sprung von mechanischer- zu hydraulischer Scheibenbremse. Diese Umbauten sollten Sie dann einleiten, wenn Sie absolute Präzision beim Bremsen haben möchten.

Quelle des Bildes: gielmichal – Thinkstock

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