Freiburg – Die Telekom soll nach einem am 31. August von der Universität Freiburg veröffentlichten Gutachten von Doping im von ihr gesponserten Radrennstall zumindest gewusst haben. Autor der Veröffentlichung ist der Sportwissenschaftler Andreas Singler.

Das Bonner Unternehmen wies Vorwürfe der Mitwisserschaft zurück und nannte sie «absurd». Singler bezichtigte auf 208 Seiten den Konzern eines «geradezu skrupellosen» Radsport-Engagements.

«Vieles, wenn nicht alles, deutet darauf hin, dass das Unternehmen vom Doping der Fahrer wusste», heißt es in einer Zusammenfassung zum Gutachten. Der Rennstall hieß von 1991 bis 2003 Team Telekom, anschließend lief er bis 2007 unter dem Namen Team T-Mobile.

Das Gutachten sollte ursprünglich von der «Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin» veröffentlicht werden. Die Gruppe unter der Leitung der Kriminologin Letizia Paoli hatte den Auftrag, die Doping-Vergangenheit an der Hochschule in Freiburg aufzuarbeiten, die maßgeblich in den Doping-Skandal des ehemaligen Radrennstalls von Jan Ullrich, Erik Zabel und Co. verwickelt war. Nach anhaltenden Streitigkeiten mit der Universität löste sich die Kommission im März auf.

Fotocredits: Gero Breloer
(dpa)

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