Düsseldorf – Bundesjustizminister und Radsport-Fan Heiko Maas hat angeregt, mit dem Start der Tour de France in Düsseldorf auch einen Schlussstrich unter die dunklen Doping-Jahre zu ziehen.

«Der Grand Départ ist ein gutes Beispiel und vielleicht der richtige Zeitpunkt zu sagen, bei allem was schiefgelaufen ist und so systematisch, wie in der Vergangenheit betrogen wurde, dass es nicht mehr so ist. Es wird immer wieder Einzelfälle geben. Das wird auch in anderen Sportarten nicht anders sein», sagte Maas am Rande des Tour-Starts der Deutschen Presse-Agentur.

Er würde sich wünschen, dass von dem ersten Tour-Start auf deutschem Bosen seit 1987 «noch einmal ein großer Push» ausgeht.

Der SPD-Politiker fände es auch gut, wenn in den Diskussionen um Jan Ullrich Ruhe einkehre. «Ich finde es übertrieben, sich immer mit Jan Ullrich und dem Thema Doping auseinanderzusetzen. Er ist ein Mensch wie jeder andere, der seine Fehler gemacht hat», sagte Maas und ergänzte: «Anscheinend haben die Deutschen mit dem Thema immer noch nicht richtig abgeschlossen. Es wäre vielleicht schön, wenn Jan Ullrich einen Beitrag dazu leistet, dass man das abschließen kann. Und dann sollte auch die Öffentlichkeit sagen: Jetzt ist mal gut.»

Fotocredits: Bernd Thissen
(dpa)

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