Lance Armstrong hat die Zusammenarbeit mit dem anerkannten Anti-Doping-Experten Don Catlin gekündigt. Nun will der siebenfache Tour-de-France-Sieger mit dem Dänen Ramsus Damsgaard kooperieren.
Lance Armstrongs Manager Bill Stapleton sagte zu dem Kurswechsel: “Wir werden weiter alles tun, was wir können, um Transparenz und Ehrlichkeit seiner Testergebnisse zu sichern.” Als ob der Texaner beweisen will, dass er sauber ist, konnte man sich gleich nach ner Verlautbarung der Kündigung auf der Homepage der Stiftung Armstrongs “Livestrong” die Ergebnisse von sieben Tests anschauen, die der Radsport-Weltverband UCI und Rasmus Damsgaard bei dem 37-Jährigen vorgenommen haben.
Der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel sagte zu der zweifelhaften Trennung Armstrongs von Don Catlin: “Die Abkehr von Don Catlin ist für mich eine Abkehr von der Seriosität.“ Laut dem Wissenschaftler habe der neue Doping-Experte Armstrongs vom Saxo-Bank-Team “erheblich an Glaubwürdigkeit verloren”.
Als der umstrittene Amerikaner seine Comeback-Pläne inklusive Tour-de-France-Start verkündete, hatte er Catlin noch stolz als den “glaubwürdigsten” Anti-Doping-Experten vorgestellt, der für jegliche Transparenz seiner Blutwerte sorgen werde.
Für mich ist es nur ein weiteres Kapitel in der Rennsport-Posse „Armstrong“. Nach wie vor denke ich, dieser Athlet ist ein sehr guter US-Schauspieler.
Die Neulinge bei Milram stehen vor der Renn-Premiere für ihr neues Team. Die beiden Kapitäne Linus Gerdemann und Gerald Ciolek werden für den einzigen deutschen ProTour-Rennstall bei der Mallorca-Rundfahrt ins Rennen gehen.
Der Sportliche Leiter bei Milram, Ralf Grabsch sagte vor dem Beginn der „Vuelta a Mallorca“: „Unser Ziel ist es, einen Tagesabschnitt zu gewinnen.“ Den deutschen Profi-Rennstall werden neben dem Deutschland-Tour-Sieger Linus Gerdemann und Sprint-Spezialist Gerald Ciolek auch der deutsche Meister Fabian Wegmann und Markus Fothen vertreten. Insgesamt 14 Radprofis des Dortmunder Teams werden bei der fünftägigen Rundfahrt auf der spanischen Urlaubsinsel vertreten sein.
Der Sprinter Ciolek, sagte vor dem Start in Palma del Mallorca: „Auch wenn es das erste Rennen der Saison ist und man noch nicht genau weiß, wo man steht, will man trotzdem gut in die Saison starten.“ Der Pulheimer will um jeden Preis in dieser Saison für den ersten Etappensieg bei der Tour de France sorgen.
Bei der Rad-Sportart Trail geht es darum mit einem speziellen Bike unüberwindbare Hindernisse zu meistern. Was macht diesen Sport so interessant, sich in schwierigem Terrain mit dem Rad zu bewegen, wo man noch nicht mal zu Fuß vorwärts kommt?
Beim Trial-Sport versucht der Athlet einen schwierigen Geländeabschnitt (Sektion) so gut wie möglich (ohne sich abzustützen oder zu stürzen) zu durchqueren. Dabei sollte man möglichst nicht die Füße absetzen oder stürzen. Hindernisse sind öfter Baumstämme oder teilweise meterhohe Felsbrocken. Auch Wurzelhänge, steile Böschungen oder schräge Hanglagen gilt es für den Trail-Fahrer zu überwinden. Eigentlich fährt dieser Rad-Spezialist kaum, sondern sucht das Gleichgewicht und springt durch die Sektionen, wobei es nicht um schnelles Vorankommen geht. Für jedes Absetzen gibt es im Trail-Wettkampf einen Punkt Abzug.
Im Jahre 1974 kam Fahrrad–Trial erstmals auf. Für die Jugendlichen dieser Zeit war es eine Alternative zu den Trialmotorrädern, die sie noch nicht fahren durften. Mittlerweile gibt es sogar Weltmeisterschaften in dieser Rad-Disziplin. Ein berühmter deutscher Trail-Fahrer der ersten Stunde ist Hans Rey.
Faszinierend anzuschauen ist es, wenn die Rad-Artisten mit ihren speziellen Bikes, welche extrem viel Bewegungsfreiheit besitzen, förmlich eins werden mit dem Vehikel. Man könnte denken, sie benutzen Pedalsysteme, aber die sind verboten. Die Fahrer führen ihre Räder nur mit reiner Körper- und Radbeherrschung über die Hindernisse.
Im letzten Rennen seiner aktiven Karriere verabschiedete sich Erik Zabel beim 98. Berliner Sechstagerennen mit einem Sieg. Mit seinem Rad-Partner Robert Bartko setzte sich der 38-Jährige gegen die Vorjahressieger Bruno Risi und Franco Marvulli aus der Schweiz durch.
13 500 Zuschauer bejubelten den Berliner Jung Erik Zabel und Doppel-Olympiasieger Robert Bartko aus Potsdam im ausverkauften Berliner Velodrom mit 269 Punkten Vorsprung vor den rundengleichen Zweiten (255).
Vom Straßen-Radsport hatte sich Zabel bereits im vergangenen Oktober nach dem Klassiker Paris-Tours verabschiedet. Der Unna lebende Routinier ist nach der erfolgreichste Radprofi der Welt. Bei der 98. Ausgabe der Berliner Sixdays sorgte der 38-Jährige für seinen 13. Sechstage-Erfolg. Ab dieser Saison startet er eine neue Laufbahn als Sportlicher Berater und Sprinter-Trainer im Columbia-Team.
In 16 Jahren als Radprofi erzielte Zabel 12 Etappensiege bei der Tour de France und konnte sich in Paris sechsmal das Grüne Trikot des besten Sprinters der Frankreich-Schleife überstreifen. Beim Frühjahrs-Klassiker Mailand-San Remo triumphierte er viermal und zweimal wurde er Vize-Weltmeister.
Erik Zabel, der gegenwärtig beim Berliner Sechstagerennen, seine letzten Runden als Radprofi bestreitet, sieht das Comeback des umstrittenen US-Amerikaners Lance Armstrong als positives Zeichen für den Radsport.
Gegenüber der Tageszeitung “Berliner Morgenpost” äußerte sich Erik Zabel so: “Das Schöne ist, dass diese Situation so viel Brisanz in sich birgt, dass es hochinteressant wird. Für die Insider ebenso wie für Oma Emma.”
Aber ist die Rückkehr des Texaners wirklich so toll für den Radsport. Ein positives Zeichen für die dopingverseuchte ProTour-Szene wäre eine Freigabe der Doping-Proben Lance Armstrongs aus dem Jahre 1999, womit er beweisen würde, er war sauber. Aber diese Untersuchung verweigert der siebenmalige Tour-de-France-Sieger bis heute. Deshalb kann ich diese Worte von Altmeister Zabel nicht ganz nachvollziehen.
Altmeister Erik Zabel ist bei seiner Abschiedstournee beim 98. Berliner Sechstagerennen mit seinem Bahnrad-Partner Robert Bartko im Velodrom zur Halbzeit in Führung. Das große Finale des legendären Rad-Klassikers findet 27. Januar statt.
Der in Unna lebende Erik Zabel und sein Rad-Partner Robert Bartko aus Potsdam begeisterten mit ihrer Übernahme der Führung ganze 13 500 Zuschauer. Das erfolgreiche Duo setzte im Berliner Velodrom ganz auf ihre Routine. Beim Schluss-Angriff des Duos Bruno Risi/Franco Marvulli präsentierten sie ihre Stärke und konnten die Führung der Vorjahressieger verhindern.
Das Berliner Sechstagerennen ist für den zu den erfolgreichsten Radsportlern der Historie zählenden Zabel definitiv das letzte Rennen als Profi. Danach wird der gebürtige Berliner eine Stelle als sportlicher Berater beim Team Columbia bekleiden.
Fährt man im Winter viel Rad, wird die Kette durch Regen, Kälte sowie sandige Straßen nach einem Wintereinbruch schnell trocken und dreckig, so dass das Fahrradfahren nur noch die halbe Freude ist. So bleibt dem Biker nur die Möglichkeit der Reinigung und Schmierung des Antriebs.
Schmutz ist der Haupt- Verschleißfaktor der Kette. Der Dreck dringt in die Gelenke und besitzt den Effekt von Sandpapier. Deshalb sollte man in regelmäßigen Abständen die Kette säubern und schmieren. Nach Fahrten im Regen ist es ratsam, die Kette mit einem leicht öligen Lappen abzuwischen. Dabei nicht das Säubern der Ritzel, Schaltrollen und Kettenblätter vergessen, weil alle Teile zusammenarbeiten.
Zur gründlichen Reinigung brauchen sie keine teuren Reinigungsmittel zu nutzen. Dazu reicht eine nicht 100%ig entfettende und schnell verdunstende Flüssigkeit wie Diesel oder Petroleum aus.
Ist die Kette gut gereinigt, empfehlen sich Fließfette und Fließöle, weil diese Schmiermittel wirlich in die Kettengelenke eindringen und einen Schmierfilm bilden können.
Dann versiegelt man die Kette mit dickflüssigem Sprühwachs, so dass das Antriebsmittel nicht mehr ölig und fettig ist sowie Staub und Schmutz gebunden werden. Dann die Kette gut abwischen und ein runder sowie ein leiser Tritt des Rennrad-Antriebes ist wieder gewährleistet.
Beim ersten großen Rennen der ProTour-Serie in Australien sind mehr als 200 Doping-Tests geplant. Bei der Tour Down Under, die vom 20. bis 25. Januar ausgetragen wird, soll auch nach dem Blutdopingmittel CERA und nach Wachstumshormomen gefahndet werden. Laut den Organisatoren könnten einzelne Fahrer bis zu drei Mal getestet werden.
“Jeder Starter wird mindestens einmal kontrolliert werden”, verkündete die australische Sportministerin Kate Ellis vor dem ersten Saisonrennen der ProTour. Die Blut- und Urinproben werden dann für mögliche spätere Untersuchungen acht Jahre eingefroren und bei der australischen Anti-Doping-Agentur ASADA aufbewahrt.
Kaum kam Lance Armstrong, der in diesem Jahr sein Comeback gibt und die Tour de France sowie den Giro d’Italia bestreiten will, in Australien an, musste sich der 37-jährige Texaner gleich zwei unangekündigten Doping-Kontrollen unterziehen.
Der australische Columbia-Profi Michael Rogers sagte zu den Tests: “Ich bin in den vergangenen 24 Stunden dreimal getestet worden. Das ist mir in zehn Profijahren noch nicht passiert.” Sein Teamkollege ist Vorjahressieger André Greipel aus Rostock.
Machen sie sich doch fit für die neue Saison auf Mallorca, wenn es hier kalt und ungemütlich ist. Auch viele Profiteams nutzen die angenehmen Temperaturen auf der spanischen Urlaubsinsel, um sich für die anstehenden Straßenrennen einzurollen. Fliegt man im Februar auf die balearische Insel, kann man während seiner Trainingseinheit die Profis bei der Mallorca-Rundfahrt (8. bis 12. Februar) bestaunen, wie sie auf den guten asphaltierten Straßen durch die Orangen-Haine rasen.
Egal ob man ein Radwanderer, Mountainbiker oder ambitionierter Rennradfahrer ist, die Insel Mallorca bietet für jeden etwas. Will man sich richtig quälen, kommt man in Tramuntana voll auf seine Kosten, wo zahlreiche steile Anstiege einem die Beine übersäuern lassen.
Will man lieber ohne große Anstrengung Kilometer fressen, bietet sich die Ebene der Es Pla an. Dort kann man auf einem gut ausgebauten Straßensystem bis in das Abendrot hineinradeln. Eins muss man den Spaniern lassen, Straßen können sie bauen. Die Asphaltbahnen befinden sich alle in einem hervorragenden Zustand.
Machen sie dem Winter in unseren Gefilden den Garaus. Nutzen sie die Insel nicht nur zum Sonnenbaden, sondern erkunden sie Mallorca bei angenehmen Temperaturen im Winter auf dem Rad. Gerade im Februar ist es unbeschreiblich, wenn am Straßenrand die Mandelbäume blühen und die Sonnenstrahlen die Seele des Radlers erwärmen.
Radprofi Ivan Basso wird von seinem Team Liquigas nicht für die Tour de France vorgesehen. Die Doping-Sperre des Italieners lief erst Ende des vergangenen Jahres aus.
Laut der Internetausgabe der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ gelten bei der vorgestellten Saisonplanung des Teams Liquigas als Höhepunkte Ivan Bassos der Giro d’Italia und die Vuelta a Espana, aber nicht die Tour de France.
Der 31-Jährige wird sein erstes Rennen der Saison in Argentinien bestreiten. Im Jahre 2006 wurde Basso wegen Verbindungen zum spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes nicht zur Frankreich-Rundfahrt zugelassen. In diesem Jahr gewann er auch den Giro. Nun wird der Italiener neben Lance Armstrong als großer Favorit bei der Italien-Rundfahrt im Mai gehandelt.