Bei den Hochdruckpistolen der neuen „Full Control“-Geräte informiert ein LED-Display auf einen Blick über die ausgewählte Druckstufe. Foto: djd/Kärcher

Im Sommer zieht es auch die Radfahrer wieder ins Freie. Egal ob der Drahtesel den Winter komplett im Keller oder in der Garage verbracht hat oder ob man doch die eine oder andere Tour unternommen hat: Dreck, Bremsenabrieb und Schmiermittel sind nicht nur unschön, sondern tragen auch zum Verschleiß bei. Umso wichtiger ist ein gründlicher Frühjahrsputz. „Das Fahrrad wäscht man am besten mit dem Hochdruckreiniger“, erklärt Ralf Rapp vom baden-württembergischen Reinigungsspezialisten Kärcher.

Vorteile seien die einfache, zeitsparende Anwendung und ein sehr gutes Reinigungsergebnis. Bei richtigem Vorgehen bestehe keine Gefahr, dass Rad- oder Tretlager ausgespült werden. „Spritzt man das Fahrrad dagegen mit dem Gartenschlauch ab, ist die Wassermenge, die in die Lager drückt, viel höher: Aus dem Schlauch fließen bis zu 3.500 Liter in der Stunde, die Durchflussmenge des Hochdruckreinigers etwa aus unserer ‚Full-Control‘-Reihe liegt im gleichen Zeitraum bei nur 500 Litern oder weniger“, so Rapp. Positiver Nebeneffekt: Es werde viel Wasser gespart.

Mindestabstand einhalten

Ein sicherer, ebener Standplatz sollte vorhanden sein. Praktisch ist ein Montageständer, in dem das Rad eingespannt wird, dann kann es bei der Reinigung nicht kippen. Zum Einsatz kommt eine Flachstrahldüse, mit der sehr gezielt gearbeitet werden kann. Dabei sollte ein Mindestabstand von 30 Zentimetern zur Oberfläche eingehalten werden. Der Wasserdruck sollte, wenn möglich, auf etwa ein Drittel der vollen Leistung eingestellt werden. Ein wenig mehr Abstand erfüllt aber den gleichen Zweck. „Wie beim Auto oder Motorrad wird der Strahl nicht in Lager, Stoßdämpfer oder – im Falle eines E-Bikes – auf elektrische Verbindungen gerichtet“, so Rapp. Damit man schnell im Blick habe, wo schon gereinigt wurde, werde von unten nach oben gereinigt und die Hochdrucklanze stets von schräg oben auf die abzustrahlenden Bereiche gehalten. „Wenn auch die Kette und die Schaltgruppe gereinigt werden, ist es wichtig, diese im Anschluss wieder neu einzufetten“, rät Rapp.

Vor Hochdruckwäsche Reinigungsmittel aufsprühen

Wer sich bei hartnäckigen und festsitzenden Verschmutzungen nicht allein auf die Kraft des Wassers verlassen möchte, kann vor der Hochdruckwäsche ein Reinigungsmittel aufsprühen. „Sehr gut funktioniert das auch beim Fahrrad mit unserem Motorradreiniger“, so Ralf Rapp. Die gelartige Rezeptur laufe nur langsam ab und könne deshalb besser einwirken. Nach etwa drei bis vier Minuten lässt sich der gelöste Schmutz mühelos abspülen. Ist der grobe Dreck weg, bleibt manchmal noch ein feiner Grauschleier auf Lackflächen zurück. Dieser lässt sich gut mit einer Waschbürste entfernen, die an den Hochdruckreiniger angeschlossen wird. Das Reinigungsergebnis wird durch die mechanische Wirkung der Borsten zusätzlich verbessert. (djd)

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