Berlin – Für den fünfmaligen Tour-de-France-Etappensieger Marcel Kittel ist die Rad-WM im September in Norwegen kein großes Ziel.

«Zumindest nicht, was das Straßenrennen angeht», sagte der Erfurter und kündigte in einem sport.de-Interview an: «Ich werde mich da auf das Mannschaftszeitfahren mit den anderen Jungs konzentrieren.» Der «sehr schwere Kurs» sei für Klassikertypen gemacht, sagte Kittel.

Dafür will der 29-Jährige bei den Cyclassics in Hamburg am 20. August glänzen. «Da habe ich auch noch eine Rechnung offen und ich hoffe, dass ich in guter Form dahin fahren kann», sagte der Sprint-Spezialist. Im Vorjahr war der Erfurter beim Rennen in der Hansestadt einen Kilometer vor dem Ziel von einem Platten gestoppt worden.

Den Sturz und das damit verbundene Tour-Aus hat er mittlerweile abgehakt. «Ich habe noch einige Schürfwunden, die noch abheilen müssen sowie ein, zwei Prellungen. Aber insgesamt geht es mir wieder gut und ich bin auf einem guten Weg.»

Eine Entscheidung über seine sportliche Zukunft hat Kittel allerdings noch immer nicht getroffen. «Ich weiß selbst im Moment noch nicht genau, wie und wo es nächstes Jahr weitergeht», sagte er. Es sei noch alles beim Alten, was die Vertragssituation mit seinem Team Quick Step Floors angehe. «Mein Manager und ich sind da in weiteren Gesprächen mit dem Team. Im Moment ist aber noch keine Entscheidung gefallen.»

Mehrere Teams sind an Kittel interessiert. Unter anderem das russische Katusha-Team um Kapitän Tony Martin mit dem deutschen Geldgeber Alpecin würde ihn gern verpflichten.

Fotocredits: Dirk Waem
(dpa)

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