Mein Drahtesel

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Helmpflicht für Fahrradfahrer?

Autor: Daniel
abgelegt in: Sonstiges

Derzeit wird über eine Helmpflicht für Fahrradfahrer diskutiert. Während die Einen unbedingt dafür sind, um die Sicherheit auf Deutschlands Straßen zu erhöhen, sind Andere strikt dagegen.

Denn statt eine Helmpflicht für Fahrradfahrer einzuführen, wie sie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vorschlagen möchte, seien andere Maßnahmen wie eine ausführliche Aufklärung, mehr Fahrradwege oder eine konsequente Einführung von Tempo-30-Zonen in allen Wohngebieten viel wichtiger und vor allem effektiver in der Prävention von Unfällen.
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Viele Radfahrer wurden bereits Opfer von Fahrraddieben, andere trauen sich eben wegen diesen kaum noch mit einem neuen Fahrrad vor die Garage. Einen 100-prozentigen Schutz vor Fahrradklau gibt es zwar nicht, aber mit modernsten Techniken kann man den Dieben das Leben entscheidend erschweren und unter Umständen sogar einem Diebstahl vorbeugen. Der sogenannte Fahrradcode ist da ein so einfaches wie effektives Hilfsmittel.

Der Hauptgrund, weshalb Fahrräder geklaut werden, ist das Geld. Die Diebe versuchen oft, die gestohlenen Bikes an Fahrradhändler oder Kunden via Internet zu verkaufen. Ist es erst einmal so weit gekommen, ist es für den Bestohlenen schwer, sein Rad wieder zu finden. Nicht jedoch mit einem Fahrradcode. Er besteht aus einer Folge von Zahlen und Buchstaben und wird auf der rechten Seite des Sattelrohrs eingraviert. Polizisten und Fahrradhändler schauen in der Regel als erstes auf diese Stelle, womit Überkleben erschwert wird. An der Gravur lässt sich ohne elektronische Datenbanken ablesen, wem das Fahrrad gehört(e) und wo der Besitzer wohnt. Die letzten zwei Ziffern stehen dabei für das Jahr der Gravur.

Doch wie kommt man nun an einen solch hilfreichen Fahrradcode? Die Gravur kann der Fahrradhändler, der ADFC oder die Polizei gegen einen Preis von bis zu 15 Euro vornehmen. Mitbringen muss man allerdings zu Gunsten der Rechtmäßigkeit einen Eigentums- und Idenditätsnachweis, auf gut Deutsch: Kaufquittung und Personalausweis. In einem ca 10-15 minütigen Prozess wird der Code schließlich 0,1 – 0,2 Millimeter in den Metallrahmen eingraviert, was übrigens laut einem Gutachten der TU Aachen keinerlei Stabilitätseinbüßen zur Folge hat.

Ich kann den Fahrradcode folglich allen Fahrradfahrern wärmstens empfehlen. Er dient allerdings keineswegs als Ersatz zu Standartvorkehrungen wie Fahrradschloss und andauernder Vorsichtigkeit. Denn selbst der Fahrradcode ist keine Garantie zum Auffliegen des Fahrraddiebs, lediglich ein ergänzendes Fahndungshilfmittel mit Abschreckungsfaktor.


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Besonders Radfahrern, die ihren komfortablen GPS-Navigator nicht missen möchten und dennoch keine Lust auf stundenlanges Touren-Zusammenstellen haben, bietet sich mit dem Tourenportal des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) eine Möglichkeit, vorgefertigte Fahrradtouren über ausgesuchte Fahrradwege für Beträge im einstelligen Bereich zu erwerben. Neben den GPS-Dateien enthalten die Download-Pakete auch Informationen über die Tour im PDF-Format, Streckenprofile sowie Kartenabschnitte als Bilder zum Ausdrucken.

Screenshot der Detailansicht einer FahrradstreckeVor dem Bezahlen kann man sich bereits mittels integrierten Google Maps einen Überblick über den Streckenablauf verschaffen. Die Datenbank ist also auch für nicht zahlungswillige Radfahrer interessant, da man hierdurch unter Umständen völlig neue Routen entdeckt. Insgesamt beinhaltet die Tourendatenbank momentan knapp 60.000 Kilometer an Streckendaten, weshalb auf ganz Deutschland verteilt nur die größeren Fahrradstrecken vorhanden sind. Dennoch beinhaltet die Datenbank unumstritten eine große Menge an wertvollem Material.

Der Preis ist wieder eine andere Geschichte: Die einen mögen mit Freuden 2-4 Euro für eine interessante Strecke zahlen, während andere sich von dem Geld lieber eine Currywurst an einer der zahlreichen Raststätte und Imbissbuden kaufen. Für Radfahrer ohne GPS sind die Informationen sowieso relativ wertlos, da genügt ein Blick auf den Streckenverlauf auf Google Maps völlig. Letzten Endes muss aber jeder selbst entscheiden, was ihm die vom ADFC gebotenen Informationen wert sind. Mitglieder des ADFC erhalten übrigens jeden Monat 100 Freikilometer, was bedeutet, dass sie sich kostenlos Streckenmaterial von maximal 100 Kilometern downloaden können. Nochmal 100 Freikilometer erhält man bei der unverbindlichen Registrierung auf dem Portal. Reinschnuppern lohnt sich also auf jeden Fall.


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