Bahnrad-Spezialist Stefan Nimke hat den Weltmeisterschaftstitel über die nicht mehr olympische 1000-Meter-Distanz geholt. Bei der WM im niederländischen Apeldoorn fuhr der 33-Jährige Schweriner im Zeitfahren in 1:00,793 Minuten zur dritten WM-Medaille für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR).
Zum WM-Auftakt gewannen im Teamsprint die deutschen Männer Silber und Miriam Welte aus Otterbach holte im nicht-olympischen 500-Meter-Zeitfahren Bronze.
“Ich wollte eine Medaille, aber mit Gold habe ich nicht gerechnet”, sagte Nimke nach seinem Triumph. Seit seinem WM-Debüt 1997 konnte der Olympiasieger von 2004 bislang insgesamt 13 WM-Medaillen einfahren. Zudem verpasste Nimke haarscharf seinen eigenen Flachland-Weltrekord von 1:00,666 Minuten
Zu erwähnen ist noch die starke Leistung des U23-Europameisters Joachim Eilers. Der Chemnitzer Bahnradfahrer belegte in 1:02,296 Minuten überraschend den fünften Platz.
Die Bahn-Weltmeisterschaften finden vom 23. bis 27. März im niederländischen Apeldoorn statt. Für die Welttitelkämpfe hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) 23 Fahrer und Fahrerinnen nominiert. An der Spitze steht Teamsprint-Welt- und Europameister Maximilian Levy.
Der Cottbuser Bahnrad-Sprinter Levy will bei der WM in den Niederlanden in Teamsprint und Keirin antreten. Für den Sprint-Wettbewerb kommen mit Sebastian Döhrer aus Berlin und Stefan Bötticher aus Breitenworbis zwei Neulinge zum Einsatz. Des Weiteren fahren für den BDR Stefan Nimke aus Schwerin, Robert Förstemann aus Gera, René Enders aus Erfurt sowie Joachim Eilers aus Chemnitz.
Im Teamsprint erhofft sich die deutsche Mannschaft eine WM-Medaille. „Ich denke, wir können um die Medaille fahren und sind als Titelverteidiger natürlich auch in der Pflicht“, meinte Bundestrainer Detlef Uibel.
Hier finden Sie Informationen zum WM-Programm: 06.live-radsport.ch
Mit dem Velodrom für Bahnradsportler ist im Londoner Olympiapark die erste Sportstätte für die Sommerspiele 2012 fertig. Der britische Olympiasieger Chris Hoy testete die neue Bahn gleich nach der Eröffnung.
„Ich kann es gar nicht erwarten, dass die Spiele eröffnet werden“, meinte der vierfache Olympiasieger Chris Hoy zur dpa. Neben dem britischen Olympiahelden waren auch die Olympiasieger von Peking 2008, Victoria Pendleton und Jason Kenny, zur Einweihung gekommen.
Der deutsche Bahnradvierer nimmt einen neuen Anlauf Richtung Olympia. Bei den erstmals ausgetragenen Elite-Europameisterschaften in Pruszkow/Polen fahren die deutschen Starter vom 5. bis 7. November neben Titeln auch um die ersten Qualifikations-Punkte für London.
„Wir gehören zu den Mannschaften, die bei jedem der zwölf Wettkampfhöhepunkte, zu denen es Qualifikationspunkte geben wird, erbittert um jeden Punkt kämpfen müssen“, sagte Ausdauer-Bundestrainer Andreas Petermann zur dpa.
Der letzte deutsche Bahnrad-Vierer konnte sich nicht einmal für die Olympia 2008 in Peking qualifizieren und auch danach lief nichts zusammen. Bei der WM im März 2010 in Kopenhagen wurde das Quartett nur Zehnter. Das war das schlechteste Ergebnis seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach diesem Abschneiden wurde der Routinier Robert Bartko aus Potsdam aussortiert.
Nun sollen es in Pruszkow Henning Bommel, Robert Bengsch, Marcel Kalz (alle Berlin) und Verfolger-Meister Stefan Schäfer (Cottbus) richten und hoffentlich um viele Punkte fahren. Für London 2012 werden nur sechs europäische Startplätze vergeben.
Drücken wir dem deutschen, neuformierten Quartett fest die Daumen!
Der deutsche Bahnfahrer Robert Bartko hat zu Beginn der Europameisterschaften der Bahnradsportler in Gent die Silbermedaille im Omnium gewonnen. In seiner bisherigen Karriere hat der 35-Jährige aber schon fast alles gewinnen können. Wir stellen ihnen den mehrfachen Weltmeister und Doppel-Olympiasieger vor.
Der Potsdamer ist ein ausgesprochener Bahnspezialist und fährt regelmäßig die Sechstagerennen mit. Schon bei der WM 1999 fuhr er zu 2 Goldmedaillen in der Einzel- und Mannschaftsverfolgung.
Nach den Olympischen Spielen in Sydney 2000, wo er Gold im Einzel und mit der Mannschaft gewinnen konnte, versuchte er sich als Straßenradsportler. Bartko fuhr für das Team Telekom und danach für das niederländische Team Rabobank.
Ende 2004 kehrte er aber wieder auf die Bahn zurück und schloss mit dem LKT Team Brandenburg an alte Erfolge an. Bei der WM 2005 und 2006 holte Bartko Gold in der Einzelverfolgung und bei der WM 2007 erzielte er Silber.
Im vergangenen Jahr bildete der Potsdamer mit Altmeister Erik Zabel ein Team bei seiner Abschiedstour bei den großen Sechstagerennen.
Hoffen wir auf weitere große Erfolge Bartkos bei der EM und 2012 vielleicht sogar bei den Olympischen Spielen in London!