Mein Drahtesel

Alles was 2 Räder und eine Kette hat ist hier Thema
 


Alexander Winokurow gibt nach abgelaufener Doping-Sperre nun sein Comeback. Vor zwei Jahren wurde der Kasache vom Team Astana bei der Tour de France überführt.

Auf der Pressekonferenz sagte Alexander Winokurow: “Ich will beweisen, dass ich ohne Doping erfolgreich sein kann.” Dort tritt er mit einem grellgelben T-Shirt auf mit dem Aufdruck „Vino is back!”

Alexander Winokurow © wikipedia/Diane Krauss

Am 24. Juli lief die Doping-Sperre des Kasachen ab. Im Sommer 2007 hatten ihn die Fahnder zweimal des Dopings mit fremdem Blut überführt. Nachvollziehen kann er die Sache mit den positiven Tests noch immer nicht. Was für ein Kasperle-Theater!!!

Gerade ist Winokurow bei der Polen-Rundfahrt unterwegs. Im September will er bei der Vuelta a Espana an den Start gehen und dann bei den Weltmeisterschaften teilnehmen. Benefiz zu machen für glorreiche Nation von Kasachstan. Das klingt drollig. Er lächelt aber nicht. Noch ein bis zweimal möchte der Ex-Doper die Tour mitfahren.


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Laut der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) wurden bei der diesjährigen Tour de France möglicherweise zwei neue Medikamente angewendet, die noch nicht auf dem öffentlichen Markt zugelassen sind.

Zu dieser Ansicht kam der AFLD-Chef Pierre Bordry gegenüber der französischen Tageszeitung “Le Monde“. Dabei soll es sich um ein sogenanntes Epo der dritten Generation handeln, das den Hämoglobinspiegel nicht absinken lässt. Dieses Mittel soll erst ab 2011 auf den Markt kommen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) führt es aber schon auf der Liste der der verbotenen Substanzen.

Doping © flickr/richardmasoner

In Mülleimern einiger Rennställe fanden AFLD-Beobachter verbotene Substanzen. “Wir haben schwere Medikamente gefunden, beispielsweise eine Substanz, die Insulin produziert und normalerweise bei Diabetes genommen wird”, erklärte Bordry, der davon überzeugt ist, dass während der 96. Tour auch verbotener Blutaustausch stattgefunden hat.


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Weitere Doping-Enthüllungen werden demnächst den deutschen Radsport erschüttern. Eine Doping-Untersuchungskommission des Universitätsklinikums Freiburg wird nach zweijähriger Arbeit ihre mit Spannung erwarteten Ergebnisse von Dopingpraktiken bestimmter Rennställe verkünden.

Der Kommissionsvorsitzende Hans Joachim Schäfer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zu den künftigen Enthüllungen: “Für alle, die diese Geschehnisse in den letzten Jahren verfolgt haben, wird es interessant sein”,  Das Magazin Der Spiegel hatte vorab aus dem Bericht Details veröffentlicht. Darin wurde beispielsweise der gegenwärtige Astana-Profi Andreas Klöden, der jegliche Dopingpraktiken bestreitet, schwer belastet.

 T-Mobile © flickr/Biker Jun

Die Kommission hatte schon im März 2008 einen Zwischenbericht vorgelegt, in dem dem ehemaligen deutschen Rennstall T-Mobile systematisches Doping unter der Obhut der Teamärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid vorgeworfen wurde.

Und jetzt steht der deutsche Radsport kurz vor einem weiteren großen Imageverlust.


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Das ehemalige Rad-Idol Deutschlands Jan Ullrich will ein Buch veröffentlichen. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 will in der Lektüre die Frage ausräumen, jemals gedopt zu haben. Wann mit der Veröffentlichung zu rechnen sei, bleibt aber noch offen.

Jan Ullrich will ein Buch schreiben  © wikipediaÜber sein erzwungenes Karriereende ist Jan Ullrich immer noch sehr verärgert. Das will er nun in der Niederschrift verarbeiten. Kurz vor der Tour de France im Jahre 2006 wurde der Rostocker vom früheren T-Mobile-Team wegen potentiellen Verbindungen zum mutmaßlichen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes entlassen. Ullrich bestreitet nach wie vor, zum Spanier jemals Kontakt gehabt zu haben.

Das Comeback seines ärgsten Konkurrenten Lance Armstrong findet Ullrich gut, da es dem Radsport zu mehr Aufmerksamkeit verhilft. Der Wahlschweizer denkt aber, für den US-Amerikaner wird es alles andere als leicht werden, seine Leistung der vergangenen Jahre wieder abzurufen.

Erst spricht sich Erik Zabel für die Rückkehr Armstrongs aus und jetzt tut es auch der einst berühmteste deutsche Radprofi Ullrich. In meinen Augen verlieren diese deutschen Rad-Idole an Achtung, wenn sie Sportler hofieren, deren Doping-Vergangenheit alles andere als geklärt ist.


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Beim ersten großen Rennen der  ProTour-Serie in Australien sind mehr als 200 Doping-Tests geplant. Bei der Tour Down Under, die vom 20. bis 25. Januar ausgetragen wird, soll auch nach dem Blutdopingmittel CERA und nach Wachstumshormomen gefahndet werden. Laut den Organisatoren könnten einzelne Fahrer bis zu drei Mal getestet werden.

Tour Down Under in Adelaide ©flickr/ cobber_cpd

“Jeder Starter wird mindestens einmal kontrolliert werden”, verkündete die australische Sportministerin Kate Ellis vor dem ersten Saisonrennen der ProTour. Die Blut- und Urinproben werden dann für mögliche spätere Untersuchungen acht Jahre eingefroren und bei der australischen Anti-Doping-Agentur ASADA aufbewahrt.

Kaum kam Lance Armstrong, der in diesem Jahr sein Comeback gibt und die Tour de France sowie den Giro d’Italia bestreiten will, in Australien an, musste sich der 37-jährige Texaner gleich zwei unangekündigten Doping-Kontrollen unterziehen.

Der australische Columbia-Profi Michael Rogers sagte zu den Tests: “Ich bin in den vergangenen 24 Stunden dreimal getestet worden. Das ist mir in zehn Profijahren noch nicht passiert.”  Sein Teamkollege ist Vorjahressieger André Greipel aus Rostock.


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Radprofi Emanuele Sella ist wegen Blutdopings mit CERA vom Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI)  zu einer Sperre von einem Jahr verurteilt worden. Wegen der Kooperationsbereitschaft des Italieners entschied sich das Sportgericht zu der milden Strafe.

Emanuele Sella, der beim diesjährigen Giro d’Italia drei Etappen gewinnen konnte, hatte nach dem positiven Befund der A-Probe nach der Italien-Rundfahrt umgehend Doping mit CERA gestanden und seinen Dopinglieferanten genannt.

Der Chefermittler der italienischen Antidoping-Kommission, Ettore Torri, fand nach dem Verhör am 8. August lobende Worte für den 27-jährigen Geständigen. Die Zusammenarbeit mit Sella sei sehr hilfreich gewesen. Durch die Aussagen des diesjährigen „Bergkönig“ wurde sein Teamkollege Matteo Priamo als Dopingdealer angeklagt, der sich nun vor einem Zivilgericht verantworten muss.

Sella und Riccardo Ricco, der bei der diesjährigen Tour de France des Dopings mit CERA überführt wurde, galten beim Giro 2008 als neue große italienische Talente.


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Radprofi Bernhard Kohl ist von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) von Österreich für zwei Jahre gesperrt worden. Damit erhielt der 26-Jährige für seinen Doping-Missbrauch bei der diesjährigen Tour de France die Höchststrafe.

Der Gesamtdritte und “Bergkönig” der größten Radrundfahrt der Welt, bei der wieder einmal mehrere Dopingsünder wie zum Beispiel Riccardo Ricco erwischt worden sind,  gab Mitte Oktober zu, sich mit dem verbotenen EPO-Mittel Cera einen Vorteil bei der Tour de France 2008 verschafft zu haben.

Bernhard Kohl besaß vor dem Prozess noch Hoffnung, eine Strafminderung im Zuge der Kronzeugenregelung zu erhalten. Die NADA blieb aber hart und sprach die vollen zwei Jahre aus. “Ich habe meine Aussage getätigt und bin ehrlich gewesen. Wenn das nicht gewürdigt wird, werden wir in das leidige Thema des Schweigens zurückkommen”, argumentierte die diesjährige Radsport-”Überraschung” des Sommers heute nach seiner Anhörung vor der Kommission.


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Patrik Sinkewitz wird ab der kommenden Saison nach seiner einjährigen Sperre in den Profi-Radsport zurückkehren. Der Ex-T-Mobile-Profi ist der erste Kronzeuge, der nach einer Doping-Beichte wieder von einem Rennstall einen Vertrag erhält. Der überführte Radprofi Ricardo Ricco wurde zu einer Zwei-Jahres-Sperre verdonnert, will diese aber nicht akzeptieren.

Patrick Sinkewitz wurde vom zweitklassigen Team PSK Whirlpool aus Tschechien angeheuert. Dem Sender „TV News-Hessen“ erklärte der 28-Jährige, er habe dort einen Einjahresvertrag unterschrieben.  Sinkewitz meinte auch, dass er wegen seinen Aussagen zu Dopingpraktiken nach der Unterzeichnung des neuen Vertrages eine Riesenerleichterung verspürt habe. Bei der Tour de France 2007 wurde der Fuldaer des Dopings mit Testosteron überführt und mit sofortiger Wirkung vom  ehemaligen T-Mobile-Team rausgeschmissen.

Ein weiterer Tour-Doping-Sünder will seine Strafe nicht anerkennen. Der bei der diesjährigen Tour de France positiv auf  EPO getestete Radprofi Ricardo Ricco sieht nicht ein, die durch das nationale Anti-Doping-Tribunal des italienischen NOK (CONI) vom 8. Oktober verhängte Zwei-Jahres-Sperre zu verbüßen. Der ehemalige Saunier Duval-Profi aus Italien will nun vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen diese Strafe klagen.  Der Italiener will eine Reduzierung der Sperre fordern, weil er durch eine in seinen Augen umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden zur Aufklärung des Falles beigetragen habe soll.


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