Mein Drahtesel

Alles was 2 Räder und eine Kette hat ist hier Thema
 


4Cross-Rennen © flickr.com / Fabien Dehopré

Mit Vollgas über gefährliche Rampen, holperige Fahrbahnwellen, überhöhte und flache Kurven - der Traum eines jeden Möchtegernstuntmans. Was zuerst wie ein zweitklassiger Actionfilm klingt, erweist sich schnell als eine der spannendsten Radsportarten der Welt.

Während beim Downhill der maximalste Speed zählt, beim BMX-Racing hingegen maximale Wendigkeit, benötigt man beim 4Cross, auch Bikercross genannt, beides zu gleichen Teilen. Auf einer Streckenlänge von 150 bis 600 Metern treten in der Regel vier, selten auch zwei oder sechs Fahrer im KO-System an. Jeweils die Hälfte der Fahrer schafft es in die nächste Runde. Erst am Ende steht der Sieger fest. Und der muss wahrlich unglaubliches leisten.

Das Rennen beginnt auf einem leicht erhöhten Startgatter, um den Fahrern eine hohe Einstiegsgeschwindigkeit zu ermöglichen. Von dort aus geht es über eine meistens leicht abschüssige Bahn ins Ziel. Unterwegs sind vielerlei natürliche Hindernisse wie Erdrampen, Wellen oder Kompressionen zu bewältigen, welche zu vielen flachen Sprüngen führen. Die Kurven sind meistens erhöht, wodurch man das ganze Rennen hindurch mit hoher Geschwindigkeit fahren kann und die Bremsen kaum benötigt.

Auch die verwendeten Bikes sind mehr auf Geschwindigkeit als auf Wendigkeit ausgelegt. Dennoch bieten sie dank Einsatz von Carbon eine hohe Stabilität bei geringem Gewicht, um nicht bei der ersten unsanften Landung gleich den Geist aufzugeben. Die Reifen sind oft an die Gegebenheiten angepasst: Auf festen und trockenen Böden werden eher feinstollige Street-/Dirt-Reifen verwendet, auf nassen und losen Böden grobstollige Downhill-Reifen.

4Cross-Rennen sind auf jeden Fall was für’s Auge und wer Gelegenheit dazu hat, sollte umbedingt einmal ein entsprechendes Rennen besuchen. Für alle anderen gibt es hier ein nettes Video, welches 4Cross eindrücklich darstellt.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Freeride & Dirtparks

Autor: Daniel
abgelegt in: Rennsport

Freerider © andy_cWenn Bikes den Boden unter dem Profil verlieren, bis zu 10 Meter weit schweben, steile Hänge wie in einer Half-Pipe hoch und runter rasen oder bei ihrer Landung heftige Staubwolken erzeugen spricht man vom sogenannten Freeride, eine extreme Version des MTB. Es geht darum in jedem Terrain mit dem Mountainbike halsbrecherische Stunts und die weitesten Drops zu vollführen. 180° Drehungen, Flips mit dem Bike aber auch das kurzweilige Absteigen in der Luft gehören hier zum Repertoire.

Der Biker und das Bike müssen eine Einheit werden um derartige Leistungen vollbringen zu können. Dabei spielt die Technik eine entscheidende Rolle. Stahlfedertechnik mit Öldämpfung und einem Federweg von bis zu 280 mm sind durchaus üblich. Gebremst wird über hydraulische Scheibenbremsen mit durchschnittlich 20 cm Scheibendurchmesser.

Diese bis zu 20 kg schweren Hightech Bikes fährt man am besten in eigens dafür vorgesehenen Freeride -oder Dirtparks. Der erste solche Park entstand in Kanada, British Columbia. Damals legte man einfach schmale Holzwege durch den Wald, auf denen man später im Affen-Tempo zwischen Bäumen hindurch jagen konnte. Mittlerweile gibt es zahlreiche Trails schon längst auch in Deutschland. Dirtparks sind die beste Gelegenheit das eigene Können zu perfektionieren und Gleichgesinnte zu treffen. Meist sind es präparierte Geländeabschnitte mit kleinen Pipes und Schanzen, bis hin zu ganzen Trails durch Wald und Wiese.
Der Freerider kennt keine Grenzen.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Downhill - Trendsportart mit Biss © flickr / rastafabi

Inspiriert von der Downhill-Disziplin im Alpinen Skisport ist diese Variante des Mountainbikings ein Spektakel für den Zuschauer und ein Kraftakt für die Fahrer.

Ziel ist es, mit einem speziellen Mountainbike so schnell wie möglich einen steilen Hang hinunterzufahren ohne zu stürzen. Der geschickteste und schnellste ist am Ende der Gewinner.

Kaum eine Sportart zeigt wie wichtig die pure Technik und das Geschick des Sportlers sind wie diese. Den Hang hinunter gilt es eine Vielzahl von natürlichen Hindernissen zu überwinden, wie Felsen, verschiedene Untergründe, lose Steine oder Wurzeln. Die Routen sind abgesteckt, so dass eine Kollision mit Zuschauern wie im Straßenradsport ausgeschlossen wird - was bei Abfahrtsgeschwindigkeiten um die 100 km/h auch fatal wäre. Trotzdem können Stürze zu ernsten Verletzungen führen, trotz Schutzausrüstung.

Nicht überraschen fand die erste Veranstaltung dieses für Zuschauer spektakulären Sports Ende der 70er Jahre in den USA statt, auch wenn es heute noch umstritten ist, inwieweit es als Sport oder pures halsbrecherisches Spektakel zu sehen ist.

Wenn ich aber die Fahrer den Hang hinunterstürzen sehe, bin ich sicher nicht alleine darin die Fahrer zu bewundern. Jeder der schon einmal auf einem Mountainbike durch widriges Gelände gefahren ist kann das nachvollziehen - und das bei Geschwindigkeiten die einen schwindlig werden lassen. Dabei sind die Mountainbikes direkt für die Abfahrt hin konstruiert und für den täglichen Gebrauch nicht geeignet.

Absolut sehenswert und es wird den meisten den Atem stocken lassen wenn man die wilde Sprünge und gewagten Manöver der Fahrer sieht.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...