Lance Armstrong ist gut eine Woche nach der Operation am gebrochenen rechten Schlüsselbein in seiner Heimatstadt Austin schon wieder Training auf der Straße. Der Texaner will unbedingt bis zum Giro d’Italia am 9. Mai wieder fit sein.
Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger sagte zu seinem doch etwas sehr frühen Trainingsbeginn: “Wenn das einer meinem Doktor erzählt, bekomme ich Probleme.” Aber ob der 37-Jährige wieder seine Leistung wie zu seinen besten Zeiten abrufen kann, ist fraglich. Die Tour will er jedenfalls auch fahren.
Den Bruch hat sich Armstrong bei einem Sturz bei der spanischen ProTour-Rundfahrt Castilla y León zugezogen. Bei der Operation wurde sein Schlüsselbein mit einer Titanplatte und 12 Schrauben fixiert.
Bis zum Giro d’Italia wird Armstrong voraussichtlich an keinem Rennen mehr teilnehmen. Ob er die berühmte italienische Rundfahrt wirklich bestreiten kann, entscheidet sich frühestens Mitte April.
Radprofi Ivan Basso wird von seinem Team Liquigas nicht für die Tour de France vorgesehen. Die Doping-Sperre des Italieners lief erst Ende des vergangenen Jahres aus.
Laut der Internetausgabe der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ gelten bei der vorgestellten Saisonplanung des Teams Liquigas als Höhepunkte Ivan Bassos der Giro d’Italia und die Vuelta a Espana, aber nicht die Tour de France.
Der 31-Jährige wird sein erstes Rennen der Saison in Argentinien bestreiten. Im Jahre 2006 wurde Basso wegen Verbindungen zum spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes nicht zur Frankreich-Rundfahrt zugelassen. In diesem Jahr gewann er auch den Giro. Nun wird der Italiener neben Lance Armstrong als großer Favorit bei der Italien-Rundfahrt im Mai gehandelt.
Der australische Radprofi Cadel Evans vom Rennstall Silence Lotto wird laut den Organisatoren des Giro d’Italia ebenso wie Rückkehrer Lance Armstrong im kommenden Jahr die Tour de France und auch die Italien-Rundfahrt in Angriff nehmen.
Roberto Damiani, Team-Manager des Silence-Lotto-Rennstalls von Cadel Evans verkündete: „Beim Giro wird Evans fahren wie Alberto Contador in diesem Jahr, lange abwarten und seine Karten in der letzten Woche ausspielen.“
Beim Giro d’Italia war der ehemalige Mountainbike-Profi im Jahre 2002 das letzte Mal am Start, wo er für einen Tag das Rosa Trikot des Gesamtführenden trug. Bei den letzten beiden Frankreich-Schleifen stieg Evans als Klassement-Zweiter aufs Podest in Paris.
Radprofi Emanuele Sella ist wegen Blutdopings mit CERA vom Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) zu einer Sperre von einem Jahr verurteilt worden. Wegen der Kooperationsbereitschaft des Italieners entschied sich das Sportgericht zu der milden Strafe.
Emanuele Sella, der beim diesjährigen Giro d’Italia drei Etappen gewinnen konnte, hatte nach dem positiven Befund der A-Probe nach der Italien-Rundfahrt umgehend Doping mit CERA gestanden und seinen Dopinglieferanten genannt.
Der Chefermittler der italienischen Antidoping-Kommission, Ettore Torri, fand nach dem Verhör am 8. August lobende Worte für den 27-jährigen Geständigen. Die Zusammenarbeit mit Sella sei sehr hilfreich gewesen. Durch die Aussagen des diesjährigen „Bergkönig“ wurde sein Teamkollege Matteo Priamo als Dopingdealer angeklagt, der sich nun vor einem Zivilgericht verantworten muss.
Sella und Riccardo Ricco, der bei der diesjährigen Tour de France des Dopings mit CERA überführt wurde, galten beim Giro 2008 als neue große italienische Talente.
Der Spanier Alberto Contador vom Rennstall Astana wurde von internationalen Fachjournalisten zum zweiten Mal in Folge vor allem für seine Gesamtsiege des Giro und der Vuelta zum besten Radsportler des Jahres mit dem “Golden Bike” gekürt.
Alberto Contador gewann souverän in der Saison 2008 den Giro d’Italia und die Vuelta a Espana. Zur diesjährigen Tour de France wurde das Team Astana des 25-Jährigen nicht eingeladen. Der Spanier gewann die Wahl der Journalisten vor dem Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara aus der Schweiz und seinem Landsmann und Toursieger Carlos Sastre (beide vom Saxo-Bank-Team).
Contador, der erst als fünfter Radprofi alle drei großen Radschleifen gewinnen konnte (2007 wurde er Toursieger), meinte zu dem Preis: “Im vergangenen Jahr war ich schon überrascht, aber diesmal hätte ich das überhaupt nicht erwartet, weil ich nicht bei den Tour de France am Start war.”
Carlos Sastre will im kommenden Jahr seinen Tour-de-France-Titel verteidigen. Als zweiten Saisonhöhepunkt peilt der Spanier eine Teilnahme am Giro d’Italia an.
Am Rande einer Veranstaltung zum „Welt-Diabetes-Tag“ im Europaparlament in Straßburg erklärte Carlos Sastre, dass er zugunsten des Giro d’Italia wahrscheinlich einen Start bei der Vuelta a Espana streichen wird. „Wenn ich in Italien an den Start gehe, will ich auch ganz vorne dabei sein“, meinte der Kapitän des neuen Cervelo TestTeams gegenüber der Nachrichtenagentur AP. „Ich habe bei der Tour und der Vuelta die Erwartungen erfüllt, jetzt ist mein neues Ziel der Giro“, so der Kletterspezialist weiter.
Zuversichtlich zeigte sich der Madrilene hinsichtlich dem Duell seines jungen Rennstalls mit dem Team Astana. Der kasachische Rennstall wird mit den Kapitänen Alberto Contador und Lance Armstrong und ihren erstklassigen Helfern wie Andreas Klöden, Levi Leipheimer oder Yaroslav Popovych besetzt sein. “Es ist mir egal, was der Rest der Welt machen will”, sagte Sastre kühn. “Ich kümmere mich um mein Team, meine Teamkollegen. Die Mannschaft ist neu zusammengesetzt, aber sie wird stark sein.”
Lance Armstrong hat seinen Kritiker Linus Gerdemann unter die Lupe genommen. “Wer überhaupt ist Gerdemann? Er sollte sich wünschen, in einer Ausreißergruppe lieber nicht mit mir zusammen zu fahren”, reagierte der Texaner mit scharfen Worten. weiterlesen »
Lance Armstrong hat seinen Rennkalender 2009 nun genauer formuliert. Bei einem Windkanaltest ließ der siebenmalige Tour-Sieger verlauten, dass er neben dem Giro d’Italia, bei allen Frühjahrs-Klassikern außer Paris-Roubaix, beim Critérium International, bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich und bei der Tour of California antreten wird.
Ob der 37-Jährige bei der am 4. Juli in Monte Carlo beginnenden Tour de France teilnehmen wird, dazu äußerte sich er sich nicht. Nach drei Jahren Wettkampf-Pause fährt Lance Armstrong im Astana-Team, bei dem sein langjähriger Freund Johan Bruyneel Teamchef ist. Im Januar feiert der Texaner sein Comeback in Australien bei der Tour Down Under.
Unterdessen hat Armstrong im Rahmen seines Aufbau-Programms bei einem Zeitfahren vor heimischer Kulisse in Texas teilgenommen. In New Braunfels siegte er problemlos nach 25,6km in 33:14 Minuten.
Die Veranstalter des Giro d’Italia versprechen trotz düsterer Zeiten im Radsport bei der Jubiläums-Ausgabe ein Spektakel. Zum 100-jährigen Geburtstag beginnt die Italien-Rundfahrt am 9. Mai 2009 in Venedig mit vielen Top-Profis, die sich auch mit Doping-Schlagzeilen einen Namen gemacht haben.
Am 13. Dezember wird im berühmten Theater Fenice in Venedig die offizielle Strecke vorgestellt. “Wir wollen einen besonderen Start und einen besonderen Giro - die Kulisse Venedigs bietet uns dazu die einmalige Gelegenheit”, meinte Giro-Organisator Angelo Zomegnan.
“Lance Armstrong startet zu 110 Prozent”, verkündete Zomegnan “das Comeback des Jahres”. Auch wird Lokalmatador und Giro-Sieger 2006 Ivan Basso nach seiner abgesessenen Doping-Sperre wieder mit von der Partie sein. Weitere Sternchen sind Tour-de-France-Sieger 2008, Carlos Sastre (Spanien) und italienische Vize-Weltmeister Damiano Cunego.
Schon ein halbes Jahr vor dem kommenden Giro pries Italiens größte Sportzeitung, “Gazzetta dello Sport”, die dopingverseuchte Rundfahrt in höchsten Tönen an: “Eine Hymne der Schnelligkeit, Kraft und Energie in den Farben der Lagune - ein einmaliges Szenario auf der Welt.”
Der Giro 2009 beginnt mit einem 21 Kilometer langen Mannschafts-Zeitfahren auf dem Lido vor der Lagunenstadt. Dann geht es schon in die Alpen mit einem Gastauftritt in Österreich. Die zweitgrößte Rad-Rundfahrt der Welt geht am 31. Mai anstatt in Mailand, dieses Mal in Rom zu Ende.
Gern verdrängen die „Azzuri“ während ihrer Lobeshymnen auf den Giro, dass zwei Hauptdarsteller des vergangenen Jahres, Riccardo Ricco und Emanuele Sella (beide Italien), später als Doping-Sünder entlarvt und bestraft wurden.
Der Spanier Alberto Contador hat heute verkündet, seinen Titel im kommenden Jahr beim Giro d’Italia nicht verteidigen zu wollen. Der Tour-Sieger von 2007 wird sich stattdessen in seiner Saisonplanung voll und ganz auf die kommende Tour de France konzentrieren.
In dieser Saison konnte der Gesamtsieger der Vuelta und des Giro nicht bei der Frankreich-Rundfahrt teilnehmen, weil sein Rennstall, das Astana-Team, wegen Doping-Verwicklungen von den Organisatoren nicht eingeladen wurde.
“Nachdem ich in diesem Jahr den Giro und die Vuelta gewonnen habe, werde ich zur Tour zurückkehren und versuchen, sie zu gewinnen”, las man in einem Interview mit Contador auf der Seite des Internetanbieters “cyclingnews”.
Vor ein paar Wochen verkündete der siebenfache Tour-Sieger Lance Armstrong sein Comeback bei Astana. Somit wird wohl der Texaner beim Giro d’Italia 2009 als Kapitän für den kasachischen Rennstall an den Start gehen.