Heutzutage sind Fahrräder ein alltägliches Bild auf den Straßen. Wie bei vielen Erfindungen, die die Menschen nachhaltig beeinflusst haben, weiß auch hier niemand, wer das Fahrrad erfand und wann.
Es war einmal vor langer, langer Zeit ein emsiger Erfinder, der von Wissensdurst und Fortschrittsdrang getrieben, einst eine geniale Idee hatte…
So könnte die Geschichte von der Erfindung des Fahrrads beginnen, wenn denn gewiss wäre, von wem die Idee dazu stammte und wer sie zuerst umsetzte. Doch leider bleibt diese Antwort im Lauf der Geschichte verborgen, denn bis heute konnte man dies nicht ermitteln.
Ein Original gibt es also nicht, nur die Möglichkeit, einen Blick auf die ersten zumindest fahrradähnlichen Exemplare und Prototypen zu werfen, die jemals in Gebrauch waren. weiterlesen »
Radprofi Tony Martin gegenwärtig die Nummer eins im Radsport. Nach seinem Sieg bei der Fernfahrt Paris-Nizza hat der Profi vom Team HTC Highroad die Gesamtführung in der UCI-Weltrangliste übernommen. Jetzt wird der 25-Jährige sogar zum Favoritenkreis bei der Tour de France 2011 gezählt.
Für den Eschborner läuft es in dieser Saison optimal. Erst Mitte Februar hatte Martin die Algarve-Rundfahrt in Portugal gewinnen können. Nun sorgte er mit dem souveränen Gesamtsieg bei der berühmten Fernfahrt Paris-Nizza für den größten Erfolg seiner Karriere.
Mit dieser Galavorstellung ist der gebürtige Thüringer zu einem Mitanwärter auf das Podium der kommenden Tour de France avanciert. Mit seiner Taktik, am Berg mitfahren und dann beim Zeitfahren zuschlagen, hat Martin durchaus Chancen, im Juli bei der Tour, die er 2009 schon im Weißen Trikot für den besten Nachwuchsfahrer beendete, weit nach vorne zu fahren. “Er ist ganz sicher nicht der Tour-Favorit, aber von Platz eins bis zehn ist fast alles drin”, sagte Martins Sportdirektor Rolf Aldag zur dpa. “Euphorie im ersten Jahr 2009 mit dem Weißen Trikot, eine sehr durchwachsene Tour 2010 und jetzt die Stärkung”.
Dank dem starken deutschen Radprofi Martin kann man sich in diesem Jahr wieder auf die Tour de France freuen. Hoffen wir, dass seine Form mindestens bis Ende Juli anhält.
Die Tour de Suisse erlebt 2011 ihre 75. Ausgabe. Die Schweizer Rundfahrt wird vom 11. bis 19. Juni ausgetragen. Dieses Jahr sind drei Bergankünfte, zwei Zeitfahren sowie Abstecher nach Liechtenstein und Österreich geplant.
Die Schweizer Jubiläums-Rundfahrt mit einer Länge von 1.245 Kilometern soll durch sämtliche Landesteile führen. „Es wird eine anspruchsvolle Tour für die Fahrer werden”, sagte der Sportliche Direktor Beat Zberg bei der Vorstellung. weiterlesen »
Das neue luxemburgische Team mit dem Namen Leopard-Trek startet mit großen Zielen in die Saison 2011. Aushängeschilder sind der Tour-Zweite Andy Schleck, sein Bruder Fränk, der Schweizer Zeitfahr-Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara sowie die deutschen Profis Jens Voigt, Fabian Wegmann und Linus Gerdemann.
“Wir wollen den Toursieg, egal ob Contador dabei ist”, sagte der Luxemburger Andy Schleck bei der aufwendigen Team-Präsentation am Abend im mit 4 000 Zuschauern voll besetzten Sportzentrum Coque in Luxemburg-Kirchberg.
Finanziert wird diese neue Mannschaft durch den millionenschweren Luxemburger Sportmäzen und Immobilien-Makler Flavio Becca. Manager ist der Däne Brian Nygaard, der in der Vergangenheit im Bjarne-Riis-Team Saxo-Bank war und von dort die meisten Fahrer sowie Sportdirektor Kim Andersen rekrutierte. weiterlesen »
Die Streckenführung der Tour de France 2011 steht fest. Die 98. Frankreich-Rundfahrt wird in der Vendée gestartet und umfasst 21 Etappen mit insgesamt 3471 Kilometern.
Es geht natürlich wieder über die Pyrenäen. Dort warten auf die Fahrer Bergankünfte in Luz-Ardiden und auf dem Plateau de Beille. Den Showdown gibt es aber in den Alpen. wartet aber die schwerste hürde zu nehmen. Die 18. Etappe endet auf dem Col du Galibier und die 19. Etappe führt wieder mal hoch nach Alpe d’Huez. Der Col du Galibier mit 2645 Metern feiert bei der kommenden Tour de France sein hundertjähriges Jubiläum. 1911 stand er das erste Mal im Programm.
Die Tour-Organisatoren verkündeten eine innovative Änderung bei der Punktewertung. Auf den jeweiligen Tagesabschnitten wird es nur noch einen einzigen Zwischensprint geben, bei dem die ersten 15 Fahrer Punkte bekommen. Somit müssen die Sprinter auch bei Ausreißergruppen an den Zwischensprints um das Grüne Trikot kämpfen.
Änderungen gibt es auch bei der Bergwertung. Ein neues Punktesystem soll die Abstände geringer halten. Doppelte Punktzahl gibt es nur noch bei Bergankünften. Zeitgutschriften gibt wie bei der letzten Tour nicht.
Es wird am ersten Tour-Tag keinen Prolog geben. Auf der zweiten Etappe findet ein Mannschaftszeitfahren in Les Essarts statt und auf der vorletzten Etappe ein Einzelzeitfahren in Grenoble.
Der Plan der Tour de France 2011: weiterlesen »
Das neue Luxemburger Radteam scheint sich zu einer Top-Mannschaft zu formieren. Jetzt wechseln auch der australische Olympiasieger Stuart O’Grady und die beiden ehemaligen deutschen Milram-Profis Linus Gerdemann und Fabian Wegmann nach Luxemburg.
Zuvor wurde schon bekannt gegeben, dass die Brüder Andy und Frank Schleck und der deutsche Routinier Jens Voigt vom Saxo-Bank-Team zu dem noch namenlosen ProTour-Team zur kommenden Saison wechseln werden.
Teamchef Brian Nygaard, der gegenwärtig auf Sponsorensuche ist, formiert eine konkurrenzfähige Mannschaft, die unter anderem um den Sieg bei der Tour de France mitfahren will.
Zu dem australischen Neuzugang O’Grady sagte der Däne Nygaard zu cylingnews.com: “Stuart ist eine echte Legende und wohl einer der größten Athleten seiner Generation.” Der 37-jährige O’Grady gewann 2007 den Radklassiker Paris-Roubaix und konnte bisher drei Etappensiege bei der Tour de France feiern.
Der 2008 des Dopings überführte und danach zurückgetretene Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl glaubt nicht an den Gewinn der Tour de France ohne Doping.
Der Österreicher Kohl sieht vor allem Lücken bei den Doping-Kontrolleuren. “Ich wurde in meiner Karriere 200 Mal getestet. 100 Mal hatte ich Drogen in meinem Körper. Einmal wurde ich erwischt, 99 Mal nicht”, sagte Kohl zur “New York Times“.
Bernhard Kohl © flickr/aerocha
Kohl, der bei der Tour 2008 mit dem dritten Rang und dem Gewinn des Bergtrikots auf sich aufmerksam gemacht hatte, meinte die Fahrer würden denken, sie entkämen den Fahndern, “weil es meist der Fall ist.” Er selber wurde nach der Frankreich-Rundfahrt positiv auf CERA getestet. Nach seinem Dopinggeständnis wurde seine Resultate gestrichen.
Indirekt klagte der ehemalige Radprofi des heute aufgelösten deutschen Rennstalls Gerolsteiner auch den vorerst wegen Clenbuterol-Dopings suspendierten Spanier Contador an. “Floyd Landis gewann die Tour mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Kilometern – und er war gedopt. In diesem Jahr gewann Contador mit dem selben Stundenmittel”, so Kohl weiter.
Alberto Contador bestreitet nach seinem positiven Dopingbefund weiter vehement gedopt zu haben. In einem Interview meint der Spanier, dass diese Affäre bald ein Ende hat.
Alberto Contador soll nach Angaben der “New York Times” bei einer zweiten Probe auffällig geworden sein. Beim Tour-de-France-Sieger wurden in einer am Abend des 20. Juli genommenen Probe Rückstände eines sogenannten Plasticisers gefunden, was auf Blutdoping hindeutet. Contador behauptet aber weiterhin, ein kontaminiertes Stück Fleisch sei für seine positive Dopingprobe vom 21. Juli 2010 verantwortlich. Dem ehemaligen Astana-Profi zufolge, dessen Rennstall sich nun von ihm abwendet, hat der Spuk für ihn in Kürze ein Ende hat. Der Iberer soll seine Unschuld beweisen können.
Alberto Contador bei seinem Tour-Sieg 2009 ©Flickr/ hyku
In dem Interview mit eurosport.com bezeichnet Contador die Tage nach der Doping-Enthüllung als die “schlimmsten Momente seiner Karriere”. Zudem will er um seinen Ruf kämpfen. “Ich kann das nicht zulassen, weil ich weiß, dass ich nichts angestellt habe”, sagte Contador. “Wie kann ich eine Sanktion hinnehmen, wenn ich vollkommen unschuldig bin? Mir fällt es verdammt schwer, das so zu akzeptieren.”
Glaubt ihr an die Unschuld Contadors oder ist das ein Kasperle-Theater, wie man es bei anderen überführten Radprofis schon einige Male erlebt hat?
Der Gewinner der Tour de France 2010 Alberto Contador wird den Rennstall Astana verlassen und nach Dänemark zu Bjarne Riis wechseln. Die Brüder Andy und Frank Schleck werden dagegen das Team Saxo Bank zum Saisonende wie erwartet verlassen.
Der Spanier Contador hatte verkündet, die Mannschaft Astana am Jahresende verlassen zu wollen. Der Madrilene soll schon in Verhandlungen mit Riis sein. Für ungefähr 5 Millionen Euro soll Contador zu Riis wechseln. Dieses Geld kommt vom US-amerikanischen Radhersteller Specialized, der zweiter Hauptsponsor bei Riis werden soll. Zudem ist Specialized persönlicher Sponsor von Contador.
Andy und Frank Schleck dürften nun wie erwartet nach Luxemburg wechseln. Der frühere Riis-Sprecher Brian Nygaard und der vor der Tour de France gefeuerte, ehemalige Saxo-Bank-Sportchef Kim Andersen werden ein neues Team ins Leben rufen, das um die beiden Brüder aufgebaut werden soll.
Gewonnen hat die Tour de France 2010 wieder der Spanier Alberto Contador vom Team Astana ganz knapp vor dem Luxemburger Andy Schleck vom Team Saxo Bank. Hauptgewinner ist aber ihr Ausrüster Specialized.
Der US-amerikanische Fahrrad-Hersteller Specialized rüstete beide Profi-Rennställe mit seinen Rennrädern aus und kleidete sie mit seiner Bike-Wear ein. Zudem ist er auch Sponsor vom Team Quick Step.
Die Chefs von Specialized mit Sitz in Morgan Hill, Kalifornien, werden sich während der Tour de France genüsslich in ihren Sesseln zurückgelehnt haben. Schließlich erschienen ihre Bikes immer und immer wieder im Fernsehen, gefahren von den Besten der Tour. Eine bessere Werbung kann man sich kaum vorstellen.
Problematisch wird es mit der Firmen-Ideologie nur, wenn ein Fahrer ihrer hoch technisierten Bikes zu Mitteln greift, die ihn noch schneller machen. Oder noch schlimmer, wenn das Bike selbst „frisiert” wird. So der Vorwurf an den Schweizer Specialized-Fahrer Fabian Cancellara, der vor ein paar Monaten mit einem E-motorisierten Bike dieser Firma die Flandern-Rundfahrt und den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen haben soll.