Die Tour de France 2010 neigt sich dem Ende entgegen. Nach der Königsetappe im Hochgebirge der Pyrenäen, bleiben nur noch drei Etappen bis zur Siegerehrung auf den Champs-Élysées in Paris. Alles deutet auf einen Gesamtsieg des Spaniers Alberto Contador hin.
Es war eine mitreißende Etappe hinauf auf den Col du Tourmalet, an deren Ende sich die zwei Tourfavoriten Alberto Contador und Andy Schleck einen packenden Zweikampf boten. Der Luxemburger gewann zwar die Königsetappe, doch Contador blieb im Gelben Trikot des Gesamtführenden. weiterlesen »
Nach der eher dürftigen Leistung des ehemaligen Tour-Dominators in den ersten zwei Wochen der Tour de France plant er trotzdem Spott der französischen Sportzeitung L`Équipe plant er Großes für die kommenden schweren Pyrenäen-Etappen.
In der ersten Woche nach dem Start sei er noch ein Radprofi gewesen, dann zum Radtouristen geworden, titelte L`Équipe. Armstrong kann den Besten der Tour nicht mehr folgen. Immer wieder muss er bei Anstiegen, wenn es zur Sache geht, abreißen lassen.
Nun erwarten viele ein letztes Aufbäumen des 38-Texaners in den Pyrenäen. „Ich freue mich auf die schweren Etappen. Es wird einige Überraschungen geben”, twitterte Armstrong. Denkt ihr, der siebenfache Tour-Sieger hat das Zeug, Schleck und Co. noch einmal davonfahren zu können? Sein Teamchef glaubt daran. „Ein Etappensieg von Lance ist definitiv ein Ziel”, meint Johan Bruyneel.
Lance Armstrong kann seinen achten Tour-Sieg abschreiben. Auf der ersten schweren Hochgebirgsetappe nach Morzine-Avoriaz konnte der siebenfache Tour-Sieger nicht mit der Spitze mithalten und wurde auch noch in einen Sturz verwickelt.
“Meine Tour ist beendet”, sagte Armstrong nach der Zielankunft zu Eurosport. “Aber ich bleibe natürlich.” Am Col de la Ramaz, dem vorletzten schweren Anstieg des Tages, brach der Texaner ein. Zusätzlich kollidierte er vor diesem Anstieg auch noch mit zwei RadioShack-Teamkollegen und stürzte. “Ich fühlte mich am Anfang stark, aber nach dem Sturz wurde ich müde und der vorletzte Anstieg auf den Col de la Ramaz hat mir den Rest gegeben”, so Armstrong weiter.
Am Ende dieser Etappe verlor Armstrong 11:45 Minuten auf Tagessieger Andy Schleck verlor. Nun macht er einen auf Tour-de-France-Tourist und will die “letzten zwei Wochen genießen”, so schrieb er auf auf Twitter.
Hätte Armstrong sich diese Tour besser sparen sollen? Waren seine Ambitionen auf einen achten Tour-Sieg nicht von Anfang an utopisch?
Tony Martin, der beim Prolog der Tour de France 2010 nur knapp vom Schweizer Fabian Cancellara geschlagen wurde, hat seinen Sturz auf dem Kopfsteinpflaster in Nordfrankreich gut überstanden.
„Er ist fit. Der Schaden hält sich zeit- und verletzungsmäßig in Grenzen”, sagte sein Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag zur dpa. Zudem verlor der Deutsche Meister im Zeitfahren das Weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis, dass er sich in den kommenden Renntagen umgehend zurückerobern will.
Der Eschborner Profi Tony Martin war wie viele andere Topfahrer in der „Hölle des Nordens” auf den schwierigen Kopfsteinpflasterpassagen gestürzt und hatte sich zahlreiche Hautabschürfungen am Bein und am Hintern zugezogen.
Der berühmteste Sturz ist wohl der von Fränk Schleck. Für den vor der Tour als Mitfavorit gehandelten Saxo-Bank-Fahrer ist die Rundfahrt wegen eines Schlüsselbeinbruches leider frühzeitig beendet.
Viele Profis kritisierten die Rennleitung schon im Vorfeld der schwierigen ersten Etappen. „Für mich ist das eine überflüssige Gefährdung der Gesundheit der Radprofis”, sagte Saxo-Bank-Fahrer Jens Voigt. Lance Armstrong kündigte vor der 3. Etappe sogar ein „Blutbad an”, was sich teilweise bewahrheitete.
Jens Voigt könnte sich vorstellen, im nächsten Jahr seine 14. Tour de France zu fahren. Nun steht für den 38-Jährigen vom 3. bis 25. Juli aber erst einmal seine 13. Tour auf dem Programm.
Die 13. Tour-Teilnahme des Saxo-Bank-Profis ist ein Rekord. Kein anderer deutscher Rennfahrer startete öfter bei der „Großen Schleife”. 2011 will der zweifache Tour-Etappen-Gewinner und zweimalige Träger des Gelben Trikots dann wirklich seine letzte Tour de France fahren.
Veteran Voigt wird hoffentlich wieder oft in Ausreißergruppen zu sehen sein. Zudem will der in Berlin lebende Fahrer die Schleck-Brüder, die zum diesjährigen Favoritenkreis gehören, tatkräftig unterstützen. “Hoffentlich haben wir in Paris ein oder zwei auf dem Podium, vielleicht sogar auf dem höchsten Platz”, sagte Voigt zur dpa. Vielleicht krönt er ja sogar seine vorletzte Tour-Teilnahme mit einem Etappensieg. Zu wünschen wäre es dem symphatischen deutschen Radrennfahrer.
Der deutsche Radprofi Christian Knees ist in Sangershausen Deutscher Meister im Straßen-Radsport geworden. Nun kann der Fahrer vom deutschen Team Milram die deutschen Farben bei der Tour de France vertreten.
Bei der 97. Tour de France, die am 3. Juli in Rotterdam ihren Anfang findet, wird der lange Euskirchener das Meisterschaftstrikot voller Stolz tragen können. In der Mannschafts-Hierarchie des einzigen deutschen ProTour-Team Milram ist seine Rolle klar definiert. Christian Knees fungiert als Helfer für Klassement-Fahrer Fabian Wegmann und als Anfahrer für den Sprinter Gerald Ciolek.
Daneben will sich der 29-jährige Millram-Profi auf den Etappen aber auch vorne zeigen. Vielleicht glänzt Knees ja sogar mit einem Etappenerfolg. „Mein erster Etappensieg ist mein Ziel”, sagte er nach dem Meisterschaftssieg zur dpa.
Lance Armstrong ist zwei Wochen vor Beginn der Tour de France trotz Verletzungen und Krankheit gut in Form gekommen. Bei seiner Gerneralprobe, der Tour de Suisse belegte der Texaner einen starken Platz zwei. In Paris will er möglicherweise auf dem Podium stehen.
In einem Interview mit Eurosport sagte der siebenmalige Sieger der Tour de France nach seinem guten Abschneiden in der Schweiz: „Aber was ich da gezeigt habe, wird nicht ausreichen, um die Tour zu gewinnen. Wir müssen noch ein anderes Niveau erreichen, doch das kann ich innerhalb der nächsten zwei Wochen schaffen.”
Mit seinem neuformierten Team RadioShack will der 39-Jährige am 3. Juli in Rotterdam an den Start. „Wenn Andreas Klöden, Levi Leipheimer und ich bei einer großen Rundfahrt antreten, haben wir immer eine mehr als nur motivierte Mannschaft zu unserer Verfügung. Wir haben ein sehr starkes Team, das ist Fakt”, so Armstrong weiter.
Zu den Chancen seines Teams sagte der US-Amerikaner abschließend: „Aber wir werden ganz vorne dabei sein, an der Spitze, das ist sicher. Ich kann vorhersagen, dass einer von uns drei, Andreas, Levi und ich, am Ende der Tour sehr gut platziert sein wird.”
Glaubt ihr, dass Armstrong eine Chance besitzt in seinem Radfahrer-Herbst bei der Tour aufs Podium zu fahren?
Lance Armstrong hat den Sieg bei der diesjährigen Tour de Suisse nur um zwölf Sekunden verpasst. Sieger wurde der Luxemburger Radprofi Frank Schleck. Der deutsche Radprofi Tony Martin siegte im abschließenden Zeitfahren.
Der Vorjahres-Zweite Martin konnte sich im Kampf gegen die Uhr gegen den Zeitfahr- Olympiasieger und Prologgewinner Fabian Cancellara aus der Schweiz durchsetzen (+17 Sekunden).
Mit dieser Leistung zeigt sich der Eschborner vom HTC Columbia-Team, der in der Endabrechnung der Schweizer Rundfahrt Sechster wurde, bestens vorbereitet für die in knapp zwei Wochen beginnende Tour de France.
Auch Lance Armstrongs Formkurve ist nach seinem schlecht verlaufenden Frühjahr ebenfalls ansteigend. Der Texaner, der im Frühjahr mit Stürzen und Krankheiten zu kämpfen hatte, will ab dem 3. Juli mit seinem neuformierten Team RadioShack seinen achten Tour-Sieg einfahren.
Der deutsche Radprofi Tony Martin ist beim Prolog der 74. Tour de Suisse nur knapp am Sieg vorbeigefahren. Der 25-jährige Eschborner vom Team Columbia war auf dem 7,6 Kilometer langen Zeitfahrkurs in Lugano nur drei Sekunden langsamer als Titelverteidiger Fabian Cancellara.
Der Schweizer Weltmeister und Olympiasieger Cancellara, der kürzlich mit einer mechanischen Manipulation an seinem Bike in Verbindung gebracht wurde, war nach 10:21 Minuten im Ziel. Zweiter wurde der Tscheche Roman Kreuziger mit einer Sekunde Rückstand auf den Sieger und dahinter reihte sich Martin vom Team Columbia ein.
Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong, der Schweizer Rundfahrt als Tour-Premiere nutzt, landete nur auf dem 44. Platz.
Die neuntägige Tour de Suisse, die noch bis zum 20. Juli andauert, gilt für viele Profis als letzte Standortbestimmung für die Tour de France, die am 3. Juli in Rotterdam beginnt.
Ob der siebenfache Tour Sieger Lance Armstrongs bis zum Startschuss der Tour de France am 3. Juli in Rotterdam fit ist, scheint fraglich. Hat der Texaner doch derzeit auf mehreren Baustellen zu kämpfen.
In diesen Tagen sieht sich Armstrong nicht das erste Mal mit massiven Doping-Vorwürfen konfrontiert. Sein früherer Team-Kollege Floyd Landis beim damaligen US-Postal-Team erhob schwere Beschuldigungen, die er natürlich wie immer abschmetterte.
Zudem haben den 38-Jährigen Krankheiten und Verletzungen in seiner Tour-Vorbereitung ausgebremst. „Ich würde sagen, es geht zurzeit nicht gerade ruhig zu. Aber niemand braucht mich zu bedauern”, sagte Armstrong nach dem Start der Luxemburg-Rundfahrt, die er in diesem Jahr in sein Vorbereitungsprogramm mit aufnahm. „Ich hoffe, ich werde für die Tour de France bereit sein”, so der US-Amerikaner weiter. Als Generalprobe für die „Große Schleife” wählt er die am 12. Juni beginnende Tour de Suisse.
Im vorigen Jahr belegte Armstrong nach seinem Comeback einen beachtlichen dritten Platz. Kann er das 2010 wiederholen oder sind Armstrongs Zeiten einfach vorbei?