Ivan Basso hat den Giro d’Italia zum zweiten Mal gewonnen. Die Italiener reden jetzt von einer “Wiedergeburt” eines ihrer großen Radsporthelden. Vier Jahre nach seinem ersten Sieg bei der Italien-Rundfahrt und seiner abgesessenen Dopingsperre ist Basso nun zum Titelanwärter für die Tour de France avanciert.
Nach seiner Zieleinfahrt in der Arena di Verona, wo tausende Radsportfans Basso feierten, verkündete der Italiener Großes für die Tour de France. “Jetzt fordere ich Contador heraus. Darauf warte ich seit vier Jahren”, so Basso nach der Giro-Schlussetappe zur dpa.
Für die “Gazzetta” ist Basso sogar der “der Mann mit dem zweiten Leben”. Der Kapitän des Liquigas-Radrennstalls wurde wegen der Zusammenarbeit mit dem mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes 2007 für zwei Jahre gesperrt. Das Blatt “Libertà” titelte über den diesjährigen Giro-Star: “Der Champion hat wieder zu sich gefunden.”
Ab ist Basso wirklich sauber, oder nun einfach nur professioneller? Hoffen wir auf einen sauberen Kampf bei der „Großen Schleife”.
Floyd Landis packt über seine Doping-Vergangenheit aus. In einem Interview gestand der US-Amerikaner jahrelangen eigenen Betrug. Zudem beschuldigte er auch seinen einstigen Teamkollegen Lance Armstrong.
“Wenn ich jetzt nicht etwas sage, dann ist es sinnlos, überhaupt jemals etwas zu sagen”, sagte Landis in dem Interview, der 2002 mit Doping begonnen haben soll, als er ins Team US Postal um Lance Armstrong kam. Landis hatte bei drei Tour-Teilnahmen großen Anteil an den Siegen seines damaligen Kapitäns.
Der US-Postal-Manager Johan Bruyneel habe ihn persönlich in seinen ersten Jahren bei US Postal in die Welt des Dopings eingeführt. Und mit mit Armstrong habe Landis darüber “lange Diskussionen bei unseren Trainingsfahrten geführt, dabei erklärte er mir auch, dass nun Bluttransfusionen nötig seinen, da die EPO-Testmethoden weiterentwickelt wurden”. weiterlesen »
Mark Cavendish hat bei der in diesem Jahr prominent besetzten Kalifornien-Rundfahrt die Auftaktetappe für sich entschieden. Im teaminternen Sprintduell führt der britische HTC-Columbia-Profi nun vor seinem Teamkollegen André Greipel aus Rostock.
Damit unterstrich der 24-jährige Cavendish seine Ambitionen, bei der Tour de France erneut als Sprint-Kapitän bei seinem Team zu fungieren. Diese Rolle will auch Greipel einnehmen, der derzeit beim Giro d’Italia die Columbia-Equipe anführt, aber noch ohne Etappenerfolg ist.
„Wenn ich an die richtige Stelle gebracht werde, fahre ich als Erster über die Ziellinie”, sagte der vorjährige sechsmalige Tour-Etappensieger Cavendish nach seinem Erfolg. Sein Team-Kamerad Tony Martin hatte den Briten perfekt in Position gebracht.
Im Vorfeld gab es große Spannungen zwischen den beiden Sprint-Rivalen, weil Greipel Anfang der Saison mit Etappenerfolgen auf sich aufmerksam gemacht hat. Der Rostocker erhebt in dieser Saison selbst den Anspruch, bei der Tour der Topsprinter sein zu wollen. Daraufhin fing Cavendish an verbal gegen Greipel zu sticheln. Erst jetzt hat der Brite mit einem Erfolg geantwortet.
Mal sehen, wie sich die Rivalität zwischen den beiden HTC-Columbia-Sprintern in den kommenden Wochen weiterentwickelt. Vermutlich wird Greipel wegen diesem Zwist bald den Rennstall verlassen.
Der Kasache Alexander Winokurow ist zurück in der Weltspitze. Nach seiner dreijährigen Dopingsperre kämpft sich Winokurow ins Rosa Trikot des Gesamtführenden beim Giro d’Italia.
So ein Dopingfall hinterlässt seine Spuren in der Radwelt. Unbehagen, Zweifel und Misstrauen begegnen Alexander Winokurow dieser Tage allerorts, nicht etwa von seinen Radsport-Kollegen, aber von den Radsport-Fans.
Es ist und bleibt einer der schwersten Dopingfälle im Radsport. Winokurows Team Astana wurde 2006 in einen schweren Doping-Skandal verstrickt und von der Tour de France ausgeschlossen. Alexander Winokurow persönlich wurde 2007 des Fremdblutdopings überführt. Weil er sich von dem berüchtigten Arzt Eufemiano Fuentes hat dopen lassen, musste der Kasache von 2007 bis 2009 pausieren. Doch Winokurow ist zurück und wieder verdächtig stark. weiterlesen »
Lance Armstrong ist vor seiner vermutlich letzten Tour de France auf der Suche nach seiner Form. Zwei Monate vor dem Start in Rotterdam zeigt der 38-Jährige eher mittelmäßige bis schlechte Leistungen. Schafft der Texaner es noch bis zur Tour auf den Punkt fit zu werden?
Beim Zeitfahren am Wochenende in der Tour of the Gila im US-Bundesstaat New Mexico fuhr Armstrong nur zu Rang 13. Sicherlich ist es noch ein wenig Zeit, bis die Tour de France beginnt. Aber die Konkurrenz um Alberto Contador und Andy Schleck ist schon ein gehöriges Stück weiter in der Vorbereitung.
Zudem fehlen Armstrong wegen einer Magen-Darm-Grippe Rennkilometer, die für eine optimale Vorbereitung auf die Strapazen der größten Rundfahrt der Welt von Nöten sind.
Nun will er vom 16. bis 23. Mai die Kalifornien-Rundfahrt nutzen, um sich weiter fit zu machen für die „Große Schleife”. Die Tour-Generalprobe Armstrongs soll entweder die Tour de Suisse oder die Dauphiné Libéré in Frankreich werden.
Glaubt ihr, Armstrong kann mit seinen 38 Lenzen noch einmal ins Tour-Geschehen eingreifen oder sogar um den Tour-Sieg mitfahren?
Alexander Winokurow hat sich nach zweijähriger Doping-Sperre zurückgemeldet. Der Kasache gewann den Eintages-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. Nach 258 Kilometern siegte der Astana-Profi im Spurt vor dem Russen Alexander Kolobnev (Katjusha) Dritter wurde der Spanier Alejandro Valverde.
Im Ziel wurde Winokurow, der den Klassiker zum zweiten Mal nach 2006 gewinnen konnte, von pfeifenden belgischen Fans empfangen. Der Sieger war trotzdem im Ziel aus dem Häuschen. „Das ist fantastisch, damit hatte ich nicht gerechnet. Das ist eine Revanche für mich und ein wichtiger Sieg. Ich habe bewiesen, dass mit mir noch zu rechnen ist”, sagte der 36-Jährige zur dpa.
Der Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme, sagte zu dem Sieg des Kasachen: “Es ist wie im richtigen Leben: Winokurow hat einen Fehler begangen, wurde dafür bestraft und ist zurückgekehrt.”
Nun will er im Juli seinen Astana-Kapitän Alberto Contador zum dritten Tour-Triumph führen. Aber ein Zweifel rollt bei allen neuen Großtaten Winokurows nun immer mit. Bei der Tour 2007 wurde er des Dopings mit Fremdblut überführt.
Aber denkt man an weitere Doping-Sünder wie Ricco, Basso, Valverde, etc., die alle wieder an ProTour-Rennen teilnehmen dürfen, liegt der Zweifel wohl über dem ganzen Fahrerfeld.
Der zweifache Tour-Sieger Alberto Contador hat sich den Gesamtsieg bei der über fünf Etappen verlaufenden Fernfahrt “Castilla y Leon” im Nordwesten Spaniens gesichert.
Den Grundstein für seinen erneuten Triumph legte der Spanier Contador mit seinem Erfolg im 15,1 Kilometer langen Zeitfahren in Ponferrada.
Schon zuvor wusste Contador zu überzeigen. Anfang der Saison setzte der Profi vom Rennstall Astana mit den Siegen bei Paris-Nizza und der Algarve-Rundfahrt ein Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz.
Somit läuft seine Vorbereitung auf die Tour de France bis jetzt optimal und Contador kann mit ruhigem Gewissen in Richtung des Starts am 3. Juli in Rotterdam (Niederlande) schauen.
Bei seinem Rivalen, dem 38-jährigen Lance Armstrong läuft es dagegen nicht so gut. Der siebenfache Toursieger hatte schon zu Saisonbeginn mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen und bereitet sich gegenwärtig in seiner Heimat Texas auf die anstehenden Rennen vor.
Die Tour de France 2010 startet am 3. Juli mit einem Prolog in Rotterdam. Über Kopfsteinpflaster führt der Weg in Richtung Alpen, danach warten die Berge der Pyrenäen auf das Fahrerfeld. Das einzige Zeitfahren findet am 24. Juli in Bordeaux statt, einen Tag später geht es mit dem TGV auf zur Schlussetappe nach Paris.
Die 97. Tour de France steht vor der Tür und trotz immer neuer Enthüllungen rund um das Thema Doping lässt die Faszination Radsport nicht nach. Vom 3. Juli bis 25. Juli findet die Tour de France statt und Gastgeber zum Auftakt ist in diesem Jahr Rotterdam. Ganze vier Tage dürfen die Radsportler Klassiker-Luft schnuppern, denn der Weg führt unter anderem über das Kopfsteinpflaster des Klassiker-Monuments Paris-Roubaix. weiterlesen »
Wer will in diesem Jahr an Alberto Contador vorbeikommen? Jetzt sorgte der Spanier schon für seinen zweiten Coup dieses Jahres: Der 27-Jährige gewann die erste wichtige Rundfahrt 2010, Paris-Nizza.
Schon Ende Februar ließ Contador bei der Algarve-Rundfahrt im Süden Portugals alle hinter sich und bewies mit dem Triumph ausgezeichnete Frühform.
Nun schlug der Tour-Sieger erneut zu. Mit elf Sekunden Vorsprung gewann der Astana-Profi vor seinem umstrittenen Landsmann Alejandro Valverde, der gegenwärtig nur in Italien wegen Dopings nicht starten darf.
Die Rad-Rundfahrt Paris-Nizza 2010 ist die 68. Ausgabe der Etappenfahrt Paris-Nizza. Gestern hat sie begonnen und wird in genau einer Woche (am 14. März) in Nizza zu Ende gehen. Sie besteht aus einem Prolog (Einzelzeitfahren) und 7 Etappen.
22 Mannschaften wurden zur Rundfahrt Paris-Nizza 2010 eingeladen, wovon 16 ProTour-Mannschaften sind. Auch beide Teams, die den ProTour-Status am Ende der vorangegangenen Saison verloren hatten, sind dabei. Die Teams, die bei der Rundfahrt Paris-Nizza 2010 teilnehmen, sind: Ag2r-La Mondiale, Astana, Bbox Bouygues Telecom, Caisse d’Epargne, weiterlesen »