Lance Armstrong hat wieder einmal Großes vor. 2010 will der Texaner die Tour de France zum achten Mal gewinnen. Das verkündete der 37-Jährige in einem Eurosport-Interview.
„Wahrscheinlich war ich besser, als die meisten erwartet hatten, aber vielleicht nicht so gut, wie ich es selbst von mir erwartet hatte”, meinte Lance Armstrong zu seinem Tour-Comeback in diesem Jahr.
Im kommenden Jahr will er mit seinem neuen RadioShack-Team zum Tour-Sieg stürmen. Dabei sollen „die gleichen Fahrer wie bei Astana das Herzstück” bilden. Zu seinem Vorhaben sagte Armstrong weiter: „Wir wollen die Truppe zusammenhalten und Johan Bruyneel wird das Team mit denselben sportlichen Leitern führen. Das würde bedeuten, dass der Wahlschweizer Andreas Klöden und sein Landsmann Levi Leipheimer in der neuen Mannschaft mit dabei wären.
Für das kommende Jahr prophezeite der US-Boy schon einmal: „Wir werden stärker sein. Ich weiß nicht, ob ich gut genug sein werde, um Alberto zu schlagen – aber ich werde es versuchen.” Na das verspricht doch jetzt schon Spannung für die kommende „Große Schleife”!
Tour-de-France-Sieger Alberto Contador wird auch in der kommenden Saison für Astana in den Sattel steigen. Eigentlich wollte der Spanier 2010 nicht mehr für den kasachischen Rennstall fahren.
Laut einer Medienmitteilung von Astana wurden für die Zukunft zahlungskräftige Sponsoren gefunden. Somit ist die Zukunft des kasachischen ProTour-Teams bis zum Jahre 2013 gesichert.
Ursprünglich meinte der Tour-Sieger Conatador, dass er bei einer Rückkehr des Doping-Sünders Alexander Winokurow nicht mehr für Astana arbeiten wolle. Dadurch wäre, ähnlich wie in diesem Jahr die Querelen mit Lance Armstrong, die Kapitänsrolle wieder strittig.
Winokurow ist erst kürzlich nach nach zweijähriger Dopingsperre wieder in den ProTour-Zirkus zurückgekehrt. Ob der Kasache in Zukunft für Astana in die Pedale treten wird, ist derzeit noch ungewiss.
Alexander Winokurow gibt nach abgelaufener Doping-Sperre nun sein Comeback. Vor zwei Jahren wurde der Kasache vom Team Astana bei der Tour de France überführt.
Auf der Pressekonferenz sagte Alexander Winokurow: “Ich will beweisen, dass ich ohne Doping erfolgreich sein kann.” Dort tritt er mit einem grellgelben T-Shirt auf mit dem Aufdruck „Vino is back!”
Am 24. Juli lief die Doping-Sperre des Kasachen ab. Im Sommer 2007 hatten ihn die Fahnder zweimal des Dopings mit fremdem Blut überführt. Nachvollziehen kann er die Sache mit den positiven Tests noch immer nicht. Was für ein Kasperle-Theater!!!
Gerade ist Winokurow bei der Polen-Rundfahrt unterwegs. Im September will er bei der Vuelta a Espana an den Start gehen und dann bei den Weltmeisterschaften teilnehmen. Benefiz zu machen für glorreiche Nation von Kasachstan. Das klingt drollig. Er lächelt aber nicht. Noch ein bis zweimal möchte der Ex-Doper die Tour mitfahren.
Laut der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) wurden bei der diesjährigen Tour de France möglicherweise zwei neue Medikamente angewendet, die noch nicht auf dem öffentlichen Markt zugelassen sind.
Zu dieser Ansicht kam der AFLD-Chef Pierre Bordry gegenüber der französischen Tageszeitung “Le Monde“. Dabei soll es sich um ein sogenanntes Epo der dritten Generation handeln, das den Hämoglobinspiegel nicht absinken lässt. Dieses Mittel soll erst ab 2011 auf den Markt kommen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) führt es aber schon auf der Liste der der verbotenen Substanzen.
In Mülleimern einiger Rennställe fanden AFLD-Beobachter verbotene Substanzen. “Wir haben schwere Medikamente gefunden, beispielsweise eine Substanz, die Insulin produziert und normalerweise bei Diabetes genommen wird”, erklärte Bordry, der davon überzeugt ist, dass während der 96. Tour auch verbotener Blutaustausch stattgefunden hat.
Contador rechnete nach seinem Tour-Sieg mit seinem Mannschaftskollegen vom Team Astana verbal ab. Der US-Amerikaner Lance Armstrong lässt das natürlich nicht auf sich sitzen. So geht das Kasperle-Theater auch nach der Tour de France weiter.
Der nun zweifache Gewinner der Tour de France sagte am Montag in Madrid: “Meine Beziehung zu Lance ist nicht existent. Auch wenn er ein großer Champion ist, habe ich ihn nie bewundert und werde es nie tun.”
Schon während der Großen Schleife kam es zu Uneinigkeiten, wer im Rennstall Astana die Kapitänsrolle inne haben soll.
Der siebenmalige Tour-Sieger und nun doch ein weinig in die Jahre geratene Armstrong schoss auf einer Pressekonferenz in der spanischen Hauptstadt zurück: “Hey Pistolero, es gibt kein Ich in einem Team. Was hatte ich im März gesagt? Du musst noch viel lernen.” Dann fügte der Texaner hinzu, wenn er Contador wäre: “dann würde ich das Geschwafel lassen und meinem Team danken. Ohne Team gewinnt er nicht.”
Im kommenden Jahr können sie sich dann wieder mit sportlichen Mitteln bekriegen. Armstrong verkündete vergangene Woche seinen neuen Rennstall Team RadioShack.
Lance Armstrong, seines Zeichens siebenmaliger Toursieger der Tour de France, wird im kommenden Jahr für den amerikanische Sponsor RadioShack fahren. Das teilte der 37-Jährige Radprofi per Twitter Video der Öffentlichkeit mit. Während Lance Armstrong also noch fleißig die Frankreichrundfahrt radelt, plant er nebenher schon die nächste Saison.
Lance Armstrong wird im Jahr 2010 nicht nur für das Elektronik-Kaufhaus unter Sponsoringvertrag stehen, er gab sogar bekannt, dass er ein eigenes Team gründen werde. Team RadioShake wird der neue amerikanische Rennstall der bei der Tour de France 2010 vor hohe Erwartungen gestellt wird.
Teamchef wird voraussichtlich der Belgier Johan Bruyneel. Armstrongs langjähriger Wegbegleiter hatte bereits angekündigt, sein derzeitiges Team Astana zum Saisonende zu verlassen. Armstrong‘s Kommentar am gleichen Tag ließ bereits eine Trendwende erahnen. Der niederländischen Zeitung ‘De Telegraaf‘ sagte er: ‘Johan wird auf jeden Fall immer dabei sein. Ohne ihn mache ich im Radsport gar nichts.’
RadioShack ist ein Elektronik-Kaufhaus mit Hauptsitz in Armstrongs Heimatstaat Texas. Der Konzern hat bereits Erfahrung mit Sponsoring im Leistungssport. RadioShack war Co-Sponsor des texanischen Rennens der NASCAR-Autorennserie. Lance Armstrong fühlt sich geehrt RadioShake an seiner Seite zu wissen. ‘Für ein amerikanisches Team mit den besten Fahrern der Welt zu fahren – ich könnte nicht glücklicher sein’, sagte der US-Amerikaner.
Der Deutsche Radprofi Jens Voigt, der sich bei einem Sturz auf der 16. Etappe einen Jochbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, denkt noch nicht an ein Karriereende. Der Profi vom Team Saxo Bank will auch die Tour de France 2010 in Angriff nehmen.
Vor der diesjährigen Tour de France hatte Jens Voigt laut über seine letzte Teilnahme an der Großen Schleife nachgedacht. „So kann ich ja schlecht aufhören. Ich will auf jeden Fall im nächsten Jahr die Tour fahren”, meinte der gebürtige Mecklenburger kämpferisch am Krankenbett gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Der 37-jährige Voigt musste an den Händen und im Gesicht genäht werden. Zu seinem heftigen Unfall in der Abfahrt bei ungefähr 70 km/h, wobei wahrscheinlich jeder Radsportfan den Atem angehalten hatte, meinte der zweifache Deutschland-Tour-Sieger: „Ich habe einen totalen Filmriss.”
Spätestens seit seinem Etappensieg bei der diesjährigen Tour de France kann man Heinrich Haussler vom Cervelo Test Team zu den besten deutschen Radprofis zählen. Aber der 25-Jährige will lieber für das Land starten, in dem er geboren und aufgewachsen ist, nämlich Australien.
Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat Heinrich Haussler in seinen vorläufigen WM-Kader berufen. Der Profi erteilte dem Bund aber eine Absage. Der WM-Termin im September passe nicht in seine Jahresplanung.
Derzeit wohnt der vorher für den deutschen Rennstall Gerolsteiner gefahrene Haussler in Freiburg, will aber wieder in die südliche Hemispäre zurück und ab 2010 für den australischen Verband starten. Der BDR buhlt natürlich erst jetzt um den jungen Profi, wo sich Erfolge einstellen. Da kann man den Stolz des Deutsch-Australiers nur bewundern, für diesen dubiosen Verband nicht fahren zu wollen.
Haussler kann schon einige Erfolge vorweisen. So erzielte er neben seinem Tour-Etappenerfolg unter anderm Etappensiege bei der Vuelta a Espana und bei Paris-Nizza.
Der Luxemburger Radprofi Andy Schleck ist auch in diesem Jahr der Topfavorit in der Sonderwertung für die besten Nachwuchsfahrer der Tour de France. Der 24-jährige wird die Tour im Luxemburger Meistertrikot beginnen und es im Verlauf der Tour hoffentlich gegen das Weiße Trikot eintauschen.
Radprofi Andy Schleck wurde im zarten Alter von 18 Jahren zum Stagiaire beim dänischen Team CSC und erhielt auch schon im darauf folgenden Jahr 2005 seinen ersten Profi-Vertrag bei CSC. Zusammen mit seinem fünf Jahre älteren Bruder Frank Schleck fährt er voraussichtlich bis 2010 im selben Team.
Beim Giro d’Italia 2007 zeugte Andy Schleck zum erstes Mal das sein Name in der Radsportwelt noch für Furore sorgen wird. Kurz vor seinem 22. Geburtstag schloss er die große Rundfahrt in Italien sensationell als Gesamtzweiter ab! Ihm fehlten am Ende 1:55 Minuten auf den Gesamtsieger Danilo di Luca.
2008 bestritt Andy Schleck seine erste Tour de France. Er gewann das weiße Trikot des besten Jungprofis. Bis auf einen Einbruch auf der Pyrenäen-Etappe nach Hautacam hielt Andy Schleck immer Kontakt zu den Besten und vollbrachte zudem wertvolle Helferdienste für seinen Bruder Frank sowie dem späteren Gesamtsieger Carlos Sastre vom Team CSC – Saxo Bank. Im Frühjahr 2009 zeigte Andy Schleck das er die Radsportlergene seines Vater in sich trägt. Er gewann im Alleingang einen der ältesten Klassiker der Doyenne, das Lüttich-Bastogne-Lüttich, nach einem 20-Kilometer-Solo. Für die Tour de France 2009 ist auf jeden Fall das weiße Trikot zu erwarten.
Der erfolgreiche deutsche Radprofi steht am Ende seiner aktiven Laufbahn. Seit Jahren schindet er sich als Helfer für seine Mannschaftskapitäne. Aber wie oft konnte man den Berliner bei seinen Ausrissen während der Tour de France bewundern. Erst auf der heutigen Tour-Etappe über den berühmten Col du Tourmalet machte er durch eine Attacke wieder auf sich aufmerksam.
Schon zum 13. Mal nimmt Jens Voigt an der Tour teil. Der 37-Jährige vom dänischen Team Saxo-Bank ist ein regelrechter Routinier bei der „Großen Schleife”. Immer wieder setzte der gebürtige Mecklenburger auf Tugenden, wie Unermüdlichkeit und Angriffslust.
Bei seiner letzten Tour steht er wieder in Helferdiensten für die Schleck-Brüder Frank und Andy. Im vergangenen Jahr hatte er großen Anteil am Tour-Sieg seines ehemaligen Kapitäns Carlos Sastre aus Spanien.
Hoffen wir darauf, dass Voigt mit einem Ausreißversuch vielleicht in seinem Rennsport-Herbst noch einmal einen Etappensieg feiern kann.