Vincenzo Nibali hat die 65. Spanien- Rundfahrt für sich entscheiden können. Der Radprofi vom Team Liquigas konnte damit für den größten Erfolg seiner Karriere sorgen. Nun träumt der Italiener von der Tour de France.
In der Gesamtwertung verwies er Ezequiel Mosquera auf den zweiten Platz. Mit dem Spanier lieferte sich Nibali einen packenden Zweikampf auf der vorletzten Etappe am Bola del Mundo.

Vincenzo Nibali (Foto: flickr/ELITE cycling products)
Schon beim diesjährigen Giro d’Italia trumpfte der Profi aus Messina mit Gesamtplatz drei auf. “Vincenzo hat gezeigt, dass er ein großer Champion ist”, sagte Liquigas-Teamchef Roberto Amadio über seinen Fahrer zu Eurosport.
Im kommenden Jahr will Nibali nun bei der Tour de France starten und den „Großen” gefährlich werden. “Dort ist Contador. Er ist der beste Rundfahrer der Welt. Er hat sie alle gewonnen”, sagte Nibali. “Vielleicht werde ich eines Tages so weit sein, Seite an Seite gegen ihn zu kämpfen.” Der alte italienische Radsport-Held Felice Gimondi glaubt, dass sein Landsmann bei der größten Rundfahrt der Welt vorne dabei sein wird. “Nibali hat das Zeug dazu, auch bei der Tour eine große Rolle zu spielen”, meint Gimondi.
Vielleicht erleben wir ja bei der Tour im Juli 2011 ein Dreikampf zwischen Contador, Andy Schleck und Nibali hinauf nach L’Alpe d’Huez.
Die 65. Vuelta a Espana wird noch einmal spannend. Vincenzo Nibali musste auf der Königsetappe von Gijon auf den Cotobello das rote Trikot des Spitzenreiters an Joaquin Rodriguez abgeben.
Der Italiener Nibali hat auf dem letzten Kilometer abreißen lassen müssen und kam als Zehnter ins Ziel. Der Liquigas-Profi hat nun im Gesamtklassement 33 Sekunden Rückstand auf den Spanier Rodriguez, der Vierte wurde.
Sieger auf der 16. Etappe über 181 Kilometer mit vier steilen Anstiegen wurde der Spanier Mikel Nieve. Der Luxemburger Mitfavorit Fränk Schleck konnte als Zweiter mehr als 40 Sekunden in der Gesamtwertung gutmachen. Noch liegt er 2:16 Minuten hinter dem Spitzenreiter.
Am Mittwoch wird ein spannendes Zeitfahren über 46 Kilometer in Penafiel erwartet. Nibali könnte sich als starker Zeitfahrer das Rote Trikot zurückholen. Aber auch Schleck könnte mit einer starken Leistung im Kampf gegen die Uhr weiteren Boden gutmachen.
Aber auch nach dem Mittwoch ist die Vuelta noch nicht entschieden. Am Sonnabend wartet noch eine anstrengende Bergetappe auf die Fahrer. Sollte sich Nibali das Rote Trikot beim Zeitfahren zurückerobert haben, wird er auf den Anstiegen am vorletzten Tag von den Spaniern mit allen Mitteln gejagt werden.
Radprofi Vicenzo Nibali ist nach dem turbulenten Wochenende bei der 65. Spanien-Rundfahrt nun der Hauptanwärter auf den Gesamtsieg. Der Italiener schlüpfte nach einem Sturz des bis dahin Führenden Igor Anton ins Rote Trikot des Gesamtführenden.

Der bisherige Spitzenreiter Anton brach sich bei einem Sturz auf der 14. Etappe kurz vor dem Schlussanstieg auf den Pena Caberga den rechten Ellenbogen, wodurch der 27-jährige Baske das Rote Trikot verlor und die Vuelta beenden musste. „Anton tut mir leid. Ich hätte das Trikot lieber unter anderen Umständen übergezogen. Ich weiß, was es bedeutet, das Leadertrikot durch einen Sturz zu verlieren. Das ist mir bei diesem Giro passiert”, sagte Nibali zur dpa.
Der neue Spitzenreiter führt nun mit vier Sekunden vor Joaquin Rodriguez. Im Zeitfahren am Mittwoch über 46 Kilometer in Penafiel wird der Italiener Nibali aller Vorrausicht als starker Fahrer im Kampf gegen die Uhr seinen Vorsprung ausbauen können und möglicherweise die Vuelta entscheiden.
Gleich die ersten Bergetappen der diesjährigen Vuelta a Espana haben das Fahrerfeld ordentlich auseinander gesprengt. Die Favoriten auf den Gesamtsieg Fränk Schleck und Denis Menschow liegen im Klassement schon weit zurück.
Beide Fahrer haben nach der ersten Woche überraschend großen Rückstand und kaum noch Chancen auf das Rote Trikot des Gesamtsiegers.
Der Luxemburger Fränk Schleck vom Team Saxo Bank, der bei der diesjährigen Tour de France schwer gestürzt war, ist wohl noch nicht wieder voll genesen. Er kam mit über einer Minute Rückstand auf den Sieger ins Ziel.
Giro-d’Italia-Sieger Menschow vom Team Rabobank-Profi wurde gleich zu Beginn der anstrengenden Bergetappe in einen Massensturz verwickelt. Der Russe hat nun über drei Minuten Rückstand auf die Gesamtspitze.
Dafür zeichnet sich im Kampf um den Gesamtwertung ein Dreikampf ab. Der spanische LokaI-Matador Igor Anton liegt in der Fahrerwertung eine Sekunde vor seinem Landsmann Joaquin Rodriguez und Vincenzo Nibali aus Italien (+ 2 Sekunden).
Die 65. Vuelta a Espana ist seit dem 28. August im Gange. Am 19. September wird der Gesamtsieger der Spanien-Rundfahrt feststehen. Welche deutschen Fahrer sind bei der Vuelta dabei?
Der prominenteste deutsche Teilnehmer ist wohl der Giro- und Tour-Starter Danilo Hondo. Der Sprinter wird wie in Italien und Frankreich Tempomacher für seinen Chef Alessandro Petacchi sein. Der Doping-Rückkehrer Hondo könnte aber in den kommenden Tagen auch in Eigenverantwortung fahren. Denn Petacchi könnte noch wegen den andauernden Ermittlungen durch das Italienische Olympische Komitee CONI von der Vuelta ausgeschlossen werden.
Das sich nach dieser Saison auflösende Team Milram hofft auf starke Spurts durch Robert Förster. Der Markkleeberger will sich mit Marc Cavendish & Co. messen. Zudem möchte sich Förster und sein Teamkollege Markus Fothen beim letzten großen Auftritt ihres Teams bei einer Rundfahrt für einen Vertrag bei einem anderen Arbeitgeber empfehlen.
In diesem Jahr wird die Vuelta a Espana vom 28. August bis 19. September ausgetragen. Wie sieht die Streckenführung 2010 aus und wer sind die Favoriten?
Die spanische Rundfahrt ist die drittgrößte Fernfahrt der Welt. In drei Wochen geht es für die Profis über 21 Etappen. In Sevilla geht die Vuelta mit einem Mannschaftszeitfahr-Prolog über 16,5 Kilometer los. Fünf Bergankünfte geplant und sechs weitere Etappen im Mittelgebirge gilt es zu überwinden. Ein Einzelzeitfahren über 46 Kilometer findet in Peñafiel statt. Beendet wird die Vuelta nach 3352,6 Kilometern am 19. September in Madrid.
Der Titelverteidiger Alberto Contador ist bei der 65, Auflage der Vuelta nicht dabei. Topfavorit ist Andy Schleck (Saxo Bank). Der Zweite der diesjährigen Tour de France will nun endlich ganz oben auf dem Podium stehen. Sein Bruder Fränk Schleck (Saxo Bank) ist nach seinem frühen Tour-Aus mit Schlüsselbeinbruch ebenso heiß, eine Rundfahrt zu gewinnen. Denis Mentschow (Rabobank)hat schon zwei Mal, 2005 und 2007, die Vuelta gewonnen. Schaffte der russische Rabobank-Kapitän 2010 seinen dritten Erfolg?
In den vergangenen Tagen macht André Greipel bei der Vuelta a Espana auf sich aufmerksam. Der Profi vom Team Columbia konnte bisher zwei Etappensiege feiern und schlüpfte sogar für ein paar Tage ins Goldene Trikot des Gesamtführenden.
Profi ist Greipel seit dem Jahre 2002, wo er beim Team TEAG Team Köstritzer unter Vertrag stand. Seit 2006 fuhr die deutsche Rennsport-Hoffnung für das Team T-Mobile. Heute ist er bei dem Nachfolge-Rennstall Columbia immer noch unter Vertrag.
Der gebürtige Rostocker Greipel kann schon viele Erfolge aufweisen. So gewann der 27-diverse Etappen bei vielen Rundfahrten. Zu den wichtigsten Erfolgen zählen Tagessiege bei der Tour Down Under 2008, beim Giro d’Italia 2008 und bei der diesjährigen Vuelta.
Hoffen wir, Greipel im kommenden Jahr auch bei der Tour de France als Etappensieger feiern zu können!
Die Vuelta a España 2009 findet zum zweiten Mal nach nicht ausschließlich in Spanien statt. Vom 29. August – 20. September werden Profifahrer aus aller Welt von den Niederlanden über die Benelux-Staaten bis nach Madrid fahren. Um genau zu sein startet die Spanienrundfahrt im niederländischen Assen, wo die dreiwöchige Tour mit einer 4,5 km langen Etappe auf der Motorradrennstrecke beginnt.
Zur 64. Vuelta a España 2009 werden drei Teilstücke in den Niederlanden stattfinden, dass gab der Veranstalter am Mittwoch bekannt. Die vierte Etappe führt die Fahrer sogar ein Stück durch Deutschland, bevor sie im belgischen Lüttich endet. Diese Etappe ist mit ihren 223 Kilometern auch gleichzeitige die längste der ganzen Tour.
Der neue Renndirektor Javier Guillén setzte nach dem Transfer auf die iberische Halbinsel zur fünften Etappe, bereits den ersten Ruhetag ein. In Tarragona können sich die Sportler dann an der Mittelmeerküste ausruhen und für den Start zur ersten Spanienetappe rüsten.
Mit 21 Etappen verteilt auf 3266,5 km spielt sich die Vuelta a España 2009 nicht wie gewohnt zum Großteil in der spanischen Bergen ab, sondern endet erst mit der 8. Etappe in der ersten Bergankunft auf dem Alto de Aitana. ‘Die Vuelta wird aber ihren spanischen Charakter behalten.’, so Javier Guillén. Mehr noch: ‘Die Vuelta 2009 wird mehr als alle Ausgaben zuvor einen internationalen Charakter haben’, kündigte der Renndirektor an. weiterlesen »
Alexander Winokurow gibt nach abgelaufener Doping-Sperre nun sein Comeback. Vor zwei Jahren wurde der Kasache vom Team Astana bei der Tour de France überführt.
Auf der Pressekonferenz sagte Alexander Winokurow: “Ich will beweisen, dass ich ohne Doping erfolgreich sein kann.” Dort tritt er mit einem grellgelben T-Shirt auf mit dem Aufdruck „Vino is back!”
Am 24. Juli lief die Doping-Sperre des Kasachen ab. Im Sommer 2007 hatten ihn die Fahnder zweimal des Dopings mit fremdem Blut überführt. Nachvollziehen kann er die Sache mit den positiven Tests noch immer nicht. Was für ein Kasperle-Theater!!!
Gerade ist Winokurow bei der Polen-Rundfahrt unterwegs. Im September will er bei der Vuelta a Espana an den Start gehen und dann bei den Weltmeisterschaften teilnehmen. Benefiz zu machen für glorreiche Nation von Kasachstan. Das klingt drollig. Er lächelt aber nicht. Noch ein bis zweimal möchte der Ex-Doper die Tour mitfahren.
Radprofi Ivan Basso wird von seinem Team Liquigas nicht für die Tour de France vorgesehen. Die Doping-Sperre des Italieners lief erst Ende des vergangenen Jahres aus.
Laut der Internetausgabe der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ gelten bei der vorgestellten Saisonplanung des Teams Liquigas als Höhepunkte Ivan Bassos der Giro d’Italia und die Vuelta a Espana, aber nicht die Tour de France.
Der 31-Jährige wird sein erstes Rennen der Saison in Argentinien bestreiten. Im Jahre 2006 wurde Basso wegen Verbindungen zum spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes nicht zur Frankreich-Rundfahrt zugelassen. In diesem Jahr gewann er auch den Giro. Nun wird der Italiener neben Lance Armstrong als großer Favorit bei der Italien-Rundfahrt im Mai gehandelt.