Mein Drahtesel

Alles was 2 Räder und eine Kette hat ist hier Thema
 


ProTour-Gesamtsieger Alejandro Valverde  vom Rennstall Caiosse d’Epargne möchte in der kommenden Saison als Hauptziele die Tour de France und die Vuelta a Espana bestreiten.

Alejandro Valverde © flickr/ TiM_BiG

In der Jahresplanung des Spaniers stehen daneben auch die drei Ardennenklassiker Amstel Gold Race, Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich auf dem Programm 2009.

Der Teamchef Alejandro Valverdes, Eusebio Unzúe, traut seinem Kapitän in diesem Jahr sogar einen Podiumsplatz bei der Tour de France und der Vuelta zu.  Um dieses Ziel zu erreichen, wird der 28-Jährige laut Unzúe in diesem Jahr an wesentlich mehr Rennen teilnehmen, als letzte Saison. „Er kann nur auf hohem Niveau fahren, wenn er viele Wettkämpfe bestreitet“, erklärte der Caisse d’Epargne-Teamchef bezüglich des zweifachen Lüttich-Bastogne-Lüttich-Sieger.


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Vuelta-Sieger Alberto Contador will bei einer Verpflichtung des siebenfachen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong das Astana-Team verlassen: “Ich habe es verdient, die Nummer eins zu sein, ohne darum kämpfen zu müssen.”

Der 25-jährige Spanier kann sich nach dem Sieg der 63. Vuelta zum Kreis der Radsportlegenden Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Felice Gimondi und Eddy Merckx zählen, die ebenfalls alle drei großen Landesrundfahrten gewinnen konnten.

Ob Contador beim kasachischen Rennstall beleiben wird, macht er davon abhängig, bei welchem Team Armstrong in der kommenden Saison fahren wird.

“Ich werde meine Entscheidung davon abhängig machen, was er sagt. Ich will bei Astana bleiben, weil ich einen Vertrag bis 2010 habe. Aber ich habe auch mehrere gute Angebote erhalten”, so der Tour-Sieger 2007. Astana Teamchef Johann Bruynell möchte dagegen, dass der 37-jährige US-Amerikaner zu seinem Rennstall kommt. Alle Tour-Erfolge erfolgten unter der Leitung von Bruynell.

Auf einer New Yorker Pressekonferenz soll am 23. September verlautet werden, wie Armstrongs Zukunft aussehen wird.


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Was ist ein Belgischer Kreisel?

Autor: Jörgen
abgelegt in: Rennsport

Oftmals hört man bei Radsport-Übertragungen im Fernsehen den Begriff: Belgischer Kreisel. Was soll das sein? Eine Verflegungs-Waffel vielleicht oder eine Straßenform-Bezeichnung? Nein so wird eine Formation von Radsportlern genannt, die den Windschatten effektiv ausnutzen, um so durch das Ablösen des jeweils führenden Fahrers eine energiesparende Fahrweise zu ermöglichen. weiterlesen »


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Alberto Contador hat nach dem Triumph der Tour de France 2007 und dem diesjährigen Giro die 63. Vuelta für sich entschieden. Damit konnte der Spanier bisher die drei größten Rad-Schleifen der Welt gewinnen. Die letzte Etappe holte sich in Madrid Matti Breschel (CSC) vor Alexandre Usov (Ag2r) und Davide Vigano (Quick Step). weiterlesen »


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Heute ging mit der 6. Etappe die Katalonien-Rundfahrt im spanischen Barcelona zu Ende. Die 88. Ausgabe des spanischen Klassikers wurde jedoch für den Zuschauer überraschender entschieden, als die meisten anderen Etappenrennen in den letzten Wochen und Monaten. Den Sieg holte sich nämlich mit guten 16 Sekunden Vorsprung der Spanier Gustavo César Veloso, obwohl er keine einzige der 6 Etappen für sich entscheiden konnte.

Am Anfang sah es dagegen noch ganz anders aus: Sowohl den Prolog als auch die erste der 6 Etappen konnte der Norweger Thor Hushovd gewinnen. In der zweiten, extrem bergigen Etappe übernahm der Franzose Cyril Dessel sowohl den Tagessieg als auch den ersten Platz in der Gesamtwertung. Während der folgenden drei Etappen hatte schließlich Dessels Landmann Remi Pauriol die Gesamtführung inne und wurde erst in der letzten, finalen Etappe am heutigen Sonntag vom Spanier Gustavo César Veloso von seiner Führungsposition gedrängt.

Es war für mich sehr faszinierend mit anzusehen, wie sich die in den letzten Jahren immer sehr erfolgreichen Spanier (immerhin konnten sie weit mehr als die Hälfte der 88 Katalonien-Rundfahrten für sich entscheiden) zu Beginn der Katalonien-Rundfahrt 2008 weitgehend im Hintergrund hielten und erst bei der letzten Etappe Vollgas zu geben schienen. Man kann sagen was man will – Heimvorteil gilt, wie man einmal mehr sieht, auch oder vielleicht sogar gerade beim Radsport. Die Deutschen konnten wie schon in den letzten Jahrzehnten auch 2008 bei der Katalonien-Rundfahrt keinerlei erwähnenswerten Erfolge verbuchen – woran das wohl liegen mag?


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Spätestens, wenn man einmal eine ebene Strecke bei vollem Gegenwind mit einer höheren Geschwindigkeit als 20 km/h entlanggefahren ist, lernt man jeden Flecken Windschatten zu schätzen. Denn ab dieser Geschwindigkeit ist der Luftwiderstand größer als alle anderen Widerstände. Um so größere Bedeutung hat der Windschatten beim Spitzensport, den größten und strapazenreichsten Radrennen der Welt. Bei Rennen im Team bieten sich einer strategisch denkenden Mannschaft jedoch viele Möglichkeiten, den Windschatten maximal auszunutzen.

Animation eines Belgischen KreiselsEine besonders facettenreiche Formation ist der sogenannte Belgische Kreisel. Dieser besteht aus zwei Reihen, von denen die rechte Reihe langsamer fährt als die linke. Ist der vorderste Fahrer der linken Reihe etwa einen Meter vor dem der rechten Reihe, lässt er sich langsam nach rechts fallen, übergibt seinem Hintermann die Führung der linken Reihe und bildet fortan die Führung der rechten Reihe, bis der Vordermann der linken Reihe wiederrum seinen Platz einnimmt und nach und nach nach hinten rutscht. Am Ende der rechten Reihe angelangt, lenkt der Fahrer nach links und kämpft sich dort wieder bis an die Spitze durch. Diese Taktik hat jedoch auch ihre Nachteile: Alle Fahrer des Teams müssen in etwa gleich stark sein, da jeder Fahrer gleich lang dem vollen Gegenwind ausgesetzt ist. Bei der Tour de France beispielsweise wird diese Taktik zu Gunsten der Top-Sprinter kaum noch angewandt.

Eine einfachere, aber nicht weniger effektive Formation ist die einfache Reihe, in der jeder im Windschatten seines Vordermanns fährt. Der führende Fahrer lässt sich nach etwa 250 Meter an das Ende der Reihe fallen und überlässt seinem Hintermann die Führung. Bei seitlichem Gegenwind versetzt sich die Reihe entsprechend dem Wind, so dass der Hintermann jeweils links oder rechts vom Vordermann versetzt fährt. Wird diese Formation gezielt am Strassenrand aufgebaut, um nur einer bestimmten Anzahl an Fahrer die Teilnahme an der Gruppe zu ermöglichen, nennt man diese Taktik auch „auf der Windkante abhängen“.

Es existieren natürlich noch viele weitere Taktiken, deren namentliche Nennung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. So gut wie alle weiteren Taktiken beruhen jedoch wesentlich auf den hier genannten Prinzipien des Windschattenfahrens.


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Der sogenannte Sprinterzug ist bei Radrennen im Strassenradsport ein oft angewandtes strategisches Manöver, mit dessen Hilfe ein Massensprintfinale oft noch in den letzten Minuten entschieden wird. Dabei arbeitet ein ganzes Team daran, einen einzelnen Top-Sprinter an die Spitze zu bringen.

Vorbereitet wird das Manöver im Finale eines Rennen. Zuerst sammelt sich ein Fahrerteam an der Spitze des Hauptfelds, unter ihnen auch der eigendliche Sprint-Star. Dadurch können Ausreißversuche weitgehend verhindert werden. Nach und nach fallen schließlich einzelne Teamkollegen zurück, die dem hohen Tempo von oftmals über 60 hm/h nicht standhalten können, bis am Ende nur noch der eigendliche Sprinter übrig bleibt, der nun in einer perfekten Ausgangsposition für den Zielspurt ist.

Eine besondere Detailformation ist der sogenannte “Schliesser”, bei dem ein Teamkollege innerhalb des Sprinterzugs durchgehend dem Hauptsprinter am Hinterrad klebt und dadurch andere erfolgreiche Sprinter daran hindert, sich am Sprinter der eigenen Mannschaft festzubeißen.

Sogar in Weltmeisterschaften werden solche Manöver erfolgreich durchgeführt, so beschehrte ein Sprinterzug beispielsweise dem Italiener Mario Cipollini den WM-Sieg 2002. Auch von deutschen Fahrern wie Erik Zabel und besonders dem T-Mobile-Team wird diese Strategie oft angewandt.


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