Apeldoorn – Miriam Welte (Kaiserslautern), Kristina Vogel (Erfurt) und Pauline Grabosch (Magdeburg) standen mit der Medaille um den Hals strahlend auf dem Podium. Nach einer Vorstellung absoluter Dominanz sicherten sich die deutschen Frauen bei der Bahnrad-WM in Apeldoorn überlegen den Titel.

Im Finale setzten sich die Londoner Olympiasiegerinnen Welte/Vogel in 32,605 Sekunden gegen die Niederlande (33,124) durch. Im Vorlauf hatte auch Youngster Grabosch ihren Auftritt und mit einer starken Zeit Anteil am ersten Medaillengewinn für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zum WM-Auftakt.

«Der Erfolg hier war für uns sehr wichtig und gibt uns in Richtung Olympia viel Rückenwind», sagte Bundestrainer Detlef Uibel. «Im Gegensatz zur EM in Berlin haben diesmal alle drei Frauen miteinander gearbeitet und ein sehr konstantes Leistungsniveau in allen Aufstellungen gezeigt.» Während Vogel den zehnten WM-Titel ihrer Karriere feierte, war es für Grabosch die Premiere im Elitebereich. «Einfach Wahnsinn, mit diesen beiden Frauen hier zu stehen», sagte die 20-Jährige.

Bei den deutschen Teamsprint-Männern platzte im Halbfinale der Medaillentraum für Stefan Bötticher (Chemnitz), Maximilian Levy (Cottbus) und Joachim Eilers (Chemnitz). In 43,594 Sekunden blieb dem Trio der fünfte Platz – nach Rang zwölf vor einem Jahr eine deutliche Steigerung. Weltmeister wurde das Team der Niederlande.

Der deutsche Bahn-Vierer mit Felix Groß (Leipzig), Kersten Thiele (Erfurt), Theo Reinhardt (Berlin) und Maximilian Beyer (Berlin) präsentierte sich trotz des Ausfalls von Domenic Weinstein in starker Verfassung und fährt am Donnerstag wie bei der WM 2015 in Paris um Bronze. Gegner ist Europameister Italien. Nach der viertbesten Zeit in der Qualifikation erzielte das BDR-Quartett auch in der Zwischenrunde in 3:58,069 Minuten die viertbeste Leistung.

Der deutsche Frauen-Vierer mit Lisa Brennauer (Durach), Charlotte Becker (Berlin), Gudrun Stock (München) und Franziska Brauße (Öschelbronn) blieb in der Qualifikation in 4:26,746 Minuten im Rahmen der Möglichkeiten und belegte Platz sechs.

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(dpa)