Innsbruck – Zeitfahr-Weltmeisterin Annemiek van Vleuten ist das WM-Straßenrennen der Radsportlerinnen in Innsbruck am Samstag trotz eines Bruchs der Kniescheibe zu Ende gefahren.

Die 35 Jahre alte Niederländerin war rund 90 Kilometer vor dem Ziel gestürzt, schaffte es aber trotz der Verletzung auf den siebten Platz. «Ich kann es nicht glauben. Ich habe mich gut gefühlt, trotz der Knieschmerzen», hatte Van Vleuten nach dem Rennen erklärt. Die gravierende Verletzung war bei einer Untersuchung nach dem Rennen diagnostiziert worden. Sie hatte die 156-Kilometer-Distanz absolviert, konnte aber nach dem Absteigen vom Rad nicht mehr gehen. Ob es sich um einen glatten Bruch oder einen Haarriss handelt, war am Sonntag noch nicht bekannt.

Van Vleuten war 2016 in Rio auf der letzten Abfahrt des Olympia-Rennens auf dem Weg zur Goldmedaille schwer gestürzt und hatte sich Absplitterungen an der Wirbelsäule und eine Gehirnerschütterung zugezogen. Den Olympiasieg holte sich vor zwei Jahren ihre Teamkollegin Anna van den Breggen, die sich auch am Samstag in Innsbruck den Titel gesichert hatte.

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(dpa)