Erinnert sich noch jemand von den älteren Lesern an die in den 70ern so populären 20″-Fahrräder mit Bananensattel, Lehne und imitierter Federung? Richtig, das Bonanzarad ist inzwischen beinahe vollständig von der Bildfläche verschwunden. Verständlich – war es doch trotz seinem Popularitätsgrad Sinnbild für technische Mängel und Instabilität. Doch aufgepasst: Das Bonanzarad lebt weiter. Und zwar in nichts anderem als dem weltweit bekannten BMX!

Schaut man sich die beiden Kandidaten einmal etwas genauer an, erkennt man nur wenige offensichtliche Unterschiede. Die Lehne wurde weggelassen, Lenker und Sattel ausgetauscht – das wars dann schon. Könnte man meinen. Aber weit gefehlt: Die Rahmenstabilität war es, die dem BMX letztendlich zu seinem Sieg über das Bonanzarad verhalf.

Denn mit einem gewöhnlichen Bonanzarad wären niemals so gewagte Sprünge und Tricks wie die Dave Mirras oder Mat Hoffmans möglich gewesen. Trotzdem wurden bereits zu Zeiten des Bonanzarads Rufe nach spektakuläreren Rennen laut. Allen Warnungen zum Trotz wurden von den Jugendlichen stark am Material zehrende Rennen gefahren, weshalb die Fahrradindustrie sich zum Eingreifen gezwungen sah: Das BMX war geboren.

Das BMX vereint die Robustheit und Stabilität in sich, die dem Bonanzarad fehlten. Es ist also verdienterweise die ‚Königin‘ des Freestyles, das ‚Idol‘ einer ganzen Jugendgeneration geworden. Und seit seiner Erfindung hat der BMX-Sport ständig an Einzigartigkeit gewonnen, andauernd werden neue Tricks entdeckt. Wir können also definitiv gespannt sein, was die Zukunft des BMX noch alles mit sich bringen wird.

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