Diese noch recht junge Sportart lehnt sich seinem Vorbild, dem Polo mit Pferden, an. Der Spieler hält auf dem Rad sitzend einen Schläger in der Hand, mit dem ein Ball gespielt wird.
Beim Radpolo kommt ein spezielles Fahrrad ohne Bremsen zum Einsatz. Der Schläger, oder auch Stock genannt, ist einen Meter lang und am Ende befindet sich ein quaderförmiger Hammer. Der Ball ist mit Rosshaaren gefüllt und erreicht bei einem kräftigen Schlag Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 40 km/h.
Die Spielfeldgröße beträgt zirka 14 x 11 Meter und ist von einer schrägen Bande eingefasst. So kann der Ball nicht über die Seitenauslinie rollen. Nicht zu vergessen sind die zwei 2 x 2 Meter große Tore.
Ein Team besteht aus zwei Spielern. Einer ist im Tor und der andere muss die Tore schießen. Mit dem Bike kann man vorwärts wie auch rückwärts fahren. Der Sportler darf nicht den Boden berühren.
Der Strafraum, ein Halbkreis im Radius von zwei Metern um das Tor, darf vom Gegner nicht befahren werden. Im Strafraum darf der Torwart zum Verteidigen den Ball mit den Händen aufnehmen.
Die Spieldauer beträgt bei jüngeren Playern 2 mal 5 Minuten und bei den Erwachsenen bis zu 2 mal 7 Minuten. Die Halbzeitpause ist nur maximal zwei Minuten lang.
Dieser Randsport hat sich in den letzten Jahren zu einer ernstzunehmenden Sportart gemausert. Zudem ist eine Radpolo-Partie auch für den Zuschauer durch die Akrobatik der Spieler sehr interessant anzuschauen.
Der australische Radprofi Cadel Evans vom Rennstall Silence Lotto wird laut den Organisatoren des Giro d’Italia ebenso wie Rückkehrer Lance Armstrong im kommenden Jahr die Tour de France und auch die Italien-Rundfahrt in Angriff nehmen.
Roberto Damiani, Team-Manager des Silence-Lotto-Rennstalls von Cadel Evans verkündete: „Beim Giro wird Evans fahren wie Alberto Contador in diesem Jahr, lange abwarten und seine Karten in der letzten Woche ausspielen.“
Beim Giro d’Italia war der ehemalige Mountainbike-Profi im Jahre 2002 das letzte Mal am Start, wo er für einen Tag das Rosa Trikot des Gesamtführenden trug. Bei den letzten beiden Frankreich-Schleifen stieg Evans als Klassement-Zweiter aufs Podest in Paris.
Das Radsport-Team Milram wird ab dem kommenden Jahr der einzige deutsche Profi-Rennstall sein, der bei allen Höhepunkten der Saison vertreten sein wird. Zuvor stellte der Sponsor ein weiteres Engagement in Frage.
Nun gab es eine positive Kehrtwende des Sponsors Nordmilch AG, der nun doch grünes Licht für eine weitere Zusammenarbeit gab. In den vergangenen Tagen dachte das Unternehmen über einen Ausstieg aus dem Sport-Sponsoring hinsichtlich des Ausfalls wichtiger deutscher Rennen und den Ausstieg von ARD und ZDF aus der Live-Berichterstattung der Tour de France nach.
„Nach konstruktiven Gesprächen mit unserem Partner Velo-City GmbH bestätigen wir, dass die Mannschaft am 1. Januar 2009 als Team Milram startet“, konnte man letzten Freitag in einer Pressemitteilung der Nordmilch AG lesen.
Vor einigen Wochen musste sich das zweite große Profi-Team Gerolsteiner wegen Dopingfällen in den eigenen Reihen auflösen, weil die deutsche Getränkemarke den Vertrag nicht weiterführte und die Suche nach einem neuen Rennsport-Sponsor vergebens war.
Kaum hat Lance Armstrong seinen Start bei der Tour de France 2009 verkündet, gab es schon eine Reaktion seitens der Organisatoren der Frankreich-Rundfahrt. Tour-Chef Christian Prudhomme betonte, es werde keine Sonderbehandlung für den Texaner geben.
Lance Armstrong hatte wegen Sicherheitsbedenken bezüglich seiner Person einen Start bei der kommenden Tour de France vor wenigen Wochen noch in Frage gestellt. “Es wird keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen geben und er hat dies auch nicht gefordert. Schließlich geht es um 3500 Kilometer Strecke und 10 Millionen Zuschauer am Straßenrand. Für uns ist es ein zentraler Teil der Tour, dass die Fans das Rennen aus der Nähe verfolgen können und dass die Tour ein Volksfest bleibt”, erklärte Christian Prudhomme.
Nach dem Ende der Karriere des heute 37-Jährigen hatte die französische Sportzeitung L’Equipe bewiesen, dass in Proben von der Tour 1999 bei späteren Tests EPO nachgewiesen wurde. Zu der zwiespältigen Vergangenheit des siebenmaligen Siegers der Tour sagte der Tour-Chef: “Seinerzeit gab es keine Möglichkeit, das zu klären. Manche werden seine Rückkehr nun als ein fantastisches Comeback sehen – andere als eine Erinnerung an die Vergangenheit.”
Schon vor drei Jahren hatte Stiftung Warentest viele Kinderfahrräder untersucht und kam zu einem verheerenden Urteil. Seit damals gibt es aber keine weiteren Test. Vielleicht bieten Kinderräder nicht genug Umsatz um sich nachhaltig damit zu beschäftigen.
Von den Tests gab es kein einziges Urteil mit der Bewertung “gut”. Zuweilen war die Sicherheit so schlecht, dass das Bremsmanöver zu einem Sturz führte. Damals hatte Stiftung Warentest 16 Fahrräder untersucht.
Ein einziges Fahrrad war für die Tester in die engere Wahl gekommen, doch beim Puky Cyke Alu brach nach 3.000 Kilometern der Rahmen.
Wichtige Kriterien für ein Kinderrad ist neben der Sicherheit und der Belastbarkeit, beispielsweise das Gewicht. So sollte man vor dem Kauf sicherstellen, dass das Fahrrad von dem Kind auch gehalten werden kann. Dazu sollte man einfach einen 45 Grad-Winkel annehmen und dem Kind das Gewicht “aufbürden”.
Ein weiterer Punkt, der kaufentscheidend ist der Preis. Dabei hat der Test ergeben, dass selbst Markenräder keine guten Noten bekamen. Aber noch erschreckender war, dass Billigräder, in aller Regel noch schlimmer sind. Und schließlich kann man das Kind nicht ewig auf dem Kindersitz mittransportieren.
Es sollte auch die Belastbarkeit des Gepäckträgers geprüft werden, da viele Kinder ihre Freunde darauf mittransportieren. Wenn die Konstruktion aus einer Strebe beispielsweise besteht, kann man davon ausgehen, dass es mit der Stabilität nicht weit her ist.
Der wichtigste Punkt ist die Bremse. Sie sollten gut funktionieren, aber nicht zu hart sein. Blockiert ein Rad, so ist das kein gutes Zeichen.
Wenn man sich also ein Fahrrad kauft, sollte man noch einmal 100 Euro dazu rechnen, um das zusätzlich dazu kaufen, was die Sicherheit und Stabilität garantiert. Gerade im Bereich des Fahrradzubehörs.
Radprofi Emanuele Sella ist wegen Blutdopings mit CERA vom Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) zu einer Sperre von einem Jahr verurteilt worden. Wegen der Kooperationsbereitschaft des Italieners entschied sich das Sportgericht zu der milden Strafe.
Emanuele Sella, der beim diesjährigen Giro d’Italia drei Etappen gewinnen konnte, hatte nach dem positiven Befund der A-Probe nach der Italien-Rundfahrt umgehend Doping mit CERA gestanden und seinen Dopinglieferanten genannt.
Der Chefermittler der italienischen Antidoping-Kommission, Ettore Torri, fand nach dem Verhör am 8. August lobende Worte für den 27-jährigen Geständigen. Die Zusammenarbeit mit Sella sei sehr hilfreich gewesen. Durch die Aussagen des diesjährigen „Bergkönig“ wurde sein Teamkollege Matteo Priamo als Dopingdealer angeklagt, der sich nun vor einem Zivilgericht verantworten muss.
Sella und Riccardo Ricco, der bei der diesjährigen Tour de France des Dopings mit CERA überführt wurde, galten beim Giro 2008 als neue große italienische Talente.
Nach ewigem Hin und Her will Rekordsieger Lance Armstrong im kommenden Jahr nun doch die Tour bestreiten. Der 37-Jährige wird neben der größten Rundfahrt der Welt auch den Giro d’Italia mitfahren.
“Ich bin fest entschlossen, wieder der Beste zu sein”, erklärte Lance Armstrong zu seiner Teilnahme an der Tour de France, die am 4. Juli in Monaco starten wird.
Sein Comeback wird der 37-Jährige, der im Juli 2005 seinen Rücktritt verkündet hatte, im Januar bei der Tour Down Under in Australien feiern.
Zu Problemen mit seinem Astana-Teamkollegen Alberto Contador aus Spanien, der 2007 bei der Tour triumphierte, kommt es in den Augen von Armstrong nicht. Laut dem Texaner ist Radsport ein Mannschaftssport. Vor ein paar Wochen stellte er noch wegen Sicherheitsbedenken einen Start bei der größten Radfernfahrt der Welt in Frage. Nun meinte der in Frankreich ungeliebte Radsportler, dass man ihn niemand von einer Teilnahme abhalten könne. Gegenwärtig bereitet sich Armstrong auf Teneriffa auf sein Comeback vor.
Der Spanier Alberto Contador vom Rennstall Astana wurde von internationalen Fachjournalisten zum zweiten Mal in Folge vor allem für seine Gesamtsiege des Giro und der Vuelta zum besten Radsportler des Jahres mit dem “Golden Bike” gekürt.
Alberto Contador gewann souverän in der Saison 2008 den Giro d’Italia und die Vuelta a Espana. Zur diesjährigen Tour de France wurde das Team Astana des 25-Jährigen nicht eingeladen. Der Spanier gewann die Wahl der Journalisten vor dem Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara aus der Schweiz und seinem Landsmann und Toursieger Carlos Sastre (beide vom Saxo-Bank-Team).
Contador, der erst als fünfter Radprofi alle drei großen Radschleifen gewinnen konnte (2007 wurde er Toursieger), meinte zu dem Preis: “Im vergangenen Jahr war ich schon überrascht, aber diesmal hätte ich das überhaupt nicht erwartet, weil ich nicht bei den Tour de France am Start war.”
Im Oktober ist in der Regel die Rad-Saison vorbei. Soll man nun über den ganzen Winter sein Rad einmotten und sich im Fitness-Center schinden, bis einen die warmen Temperaturen wieder aufs Bike locken? Wir sind strickt dagegen und mahnen zur Überwindung des inneren Schweinehundes. Hier ein paar gute Tipps für ein optimales Wintertraining auf dem Bike.
Um einen sportlichen Ausgleich zur gerade zu Ende gegangenen Rad-Saison zu schaffen, empfiehlt es sich verschiedene Ballsportarten wie Tennis, Fußball oder Badminton zu betreiben oder auf Ausdauersportarten, wie zum Beispiel Joggen, Schwimmen oder in einem richtigen Winter Skilanglauf zu betreiben. So bringt man ein wenig Abwechslung zum Biken und vor allem macht der erste Tritt mit dem Rad wieder richtig Spaß. Das Training sollte locker und nicht zu intensiv gestaltet werden. Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen ist wichtig. Zuzüglich ausreichend Schlaf, Saunagänge und Massagen lassen die kurzen Tage schnell vergehen.
Ab Januar beginnt nun das aktive Rad-Training, um fit in das Frühjahr zu kommen. Dafür ist natürlich eine spezielle winddichte und atmungsaktive Kleidung enorm wichtig. Am Anfang sollte man lockere Ausfahrten bevorzugen. Ein paar Wochen später kann man die Belastung und den Umfang steigern, um später intensive und lange Trainingsfahrten durchführen zu können. Wichtig ist, dass man einmal im Monat nach einer intensiven Belastung eine Woche Erholung und Regeneration folgen lässt, also wieder ein lockeres Training bevorzugt. So kommt es zu keinen Leistungseinbußen, sondern zu der erwünschten Leistungssteigerung.
Gerade in Zeiten des Klimawandels und der steigenden Preise, greifen immer mehr Leute auf das Fahrrad zurück. Doch wohin mit dem Kind, wenn man radelt?
Dafür gibt es natürlich den Kindersitz. Dabei gibt es drei Varianten. Vorne beim Lenker, hinten oder als Anhängsel in einem voll abgeschirmten und windgeschützten Separée.
Von einem vorne angebrachten Kindersitz würde ich abraten, denn kommt es zu einem Unfall oder man stürzt, ist man Vorne eher ungeschützt. Dann schon lieber Hinten. Einen Kinder-Anhänger ist natürlich auch etwas gefährlich – gerade Radfahren in der City. Von den Abgasen einmal abgesehen, ist dies Konstruktion etwas anfällig für engauffahrende Autos.
Dafür sieht man das Kind, wenn es vor einem sitzt. Doch der Lenker wird dann schnell wackelig, vor allem wenn das Kind unruhig sitzt. Davon ist man ganz unbetroffen, wenn man die Fahrrad-Anhänger-Version kauft. Dies ist sicherlich die komfortabelste Variante. Meines Erachtens ist aber die Hinten-Sitz – Konstruktion die sicherste und die am Häufigsten genutzte.
Vom Preis her ist der vordere Kindersitz schon am Billigsten. Diese gibt es bereits ab 30 Euro. Für die Hinteren bezahlt man ab 50 Euro aufwärts bis in die 300 Euro – Grenze.
Die teuerste Variante ist die Kindertransporter-Konstruktion. Hier ist man ab 60 Euro dabei. Für Rennräder sind diese Aufbauten aber eher nicht gedacht.
Na dann! Gute Fahrt!