Radprofi Bernhard Kohl ist von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) von Österreich für zwei Jahre gesperrt worden. Damit erhielt der 26-Jährige für seinen Doping-Missbrauch bei der diesjährigen Tour de France die Höchststrafe.
Der Gesamtdritte und “Bergkönig” der größten Radrundfahrt der Welt, bei der wieder einmal mehrere Dopingsünder wie zum Beispiel Riccardo Ricco erwischt worden sind, gab Mitte Oktober zu, sich mit dem verbotenen EPO-Mittel Cera einen Vorteil bei der Tour de France 2008 verschafft zu haben.
Bernhard Kohl besaß vor dem Prozess noch Hoffnung, eine Strafminderung im Zuge der Kronzeugenregelung zu erhalten. Die NADA blieb aber hart und sprach die vollen zwei Jahre aus. “Ich habe meine Aussage getätigt und bin ehrlich gewesen. Wenn das nicht gewürdigt wird, werden wir in das leidige Thema des Schweigens zurückkommen”, argumentierte die diesjährige Radsport-”Überraschung” des Sommers heute nach seiner Anhörung vor der Kommission.
Carlos Sastre will im kommenden Jahr seinen Tour-de-France-Titel verteidigen. Als zweiten Saisonhöhepunkt peilt der Spanier eine Teilnahme am Giro d’Italia an.
Am Rande einer Veranstaltung zum „Welt-Diabetes-Tag“ im Europaparlament in Straßburg erklärte Carlos Sastre, dass er zugunsten des Giro d’Italia wahrscheinlich einen Start bei der Vuelta a Espana streichen wird. „Wenn ich in Italien an den Start gehe, will ich auch ganz vorne dabei sein“, meinte der Kapitän des neuen Cervelo TestTeams gegenüber der Nachrichtenagentur AP. „Ich habe bei der Tour und der Vuelta die Erwartungen erfüllt, jetzt ist mein neues Ziel der Giro“, so der Kletterspezialist weiter.
Zuversichtlich zeigte sich der Madrilene hinsichtlich dem Duell seines jungen Rennstalls mit dem Team Astana. Der kasachische Rennstall wird mit den Kapitänen Alberto Contador und Lance Armstrong und ihren erstklassigen Helfern wie Andreas Klöden, Levi Leipheimer oder Yaroslav Popovych besetzt sein. “Es ist mir egal, was der Rest der Welt machen will”, sagte Sastre kühn. “Ich kümmere mich um mein Team, meine Teamkollegen. Die Mannschaft ist neu zusammengesetzt, aber sie wird stark sein.”
Ein neues Rennrad soll her. Dabei sind enorm viele Faktoren wichtig. Will ich gelegentlich fahren oder soll es ein Bike für den ambitionierten Radsportler sein? Hier ein paar Tipps für einen optimalen Rad-Kauf.
Zuerst ein paar Infos zu den Materialien des Rahmens und der Gabel. In den 80er Jahren waren Stahlrahmen die erste Wahl. In den unteren Preiskategorien bestehen die Rahmen vorzüglich aus Alurahmen. Will man ein noch leichteres Bike mit Dämpfungseigenschaften bekommt man einen Rahmen aus Carbon. Oftmals werden Aluminium und Kohlefaser kombiniert (drei Hauptrohre aus Aluminium, Gabel und Hinterbaustreben aus Carbon). Will man noch mehr Geld ausgeben, kauft man sich ein Hardtail aus Titan. Es gibt aber auch wunderschöne Stahlrahmen. Letztendlich liegt es am Geldbeutel und am Geschmack des Besitzers.
Bei den Komponenten sollte man wissen, wie oft man im Sattel sitzt. Fährt man tausende Kilometer im Jahr, sollte man hochwertige Technik kaufen, die natürlich kostet. Will man aber nur ab und zu ausreiten, reichen auch preiswerte Komponenten aus, die ebenfalls bestens funktionieren. Auch hier hält Carbon immer mehr Einzug. Lenker, Vorbau, Schaltung, Sattelstütze, etc. werden durch dieses Material immer leichter.
Ein entscheidender Faktor ist die Rahmenhöhe. Das schickste Bike ist nichts wert, wenn es dem Radler nicht passt. Um die richtige Größe zu ermitteln, wird der Abstand von der Tretlagermitte (Achse) bis zur Oberkante des Oberrohrs gemessen. Dabei sollte aber auch noch einmal ein Fahrradshop-Experte zu Rat gezogen werden.
Wo kauft man nun das neue Rennrad? Im Internet gibt es oftmals sehr günstige Angebote. Dort fehlt aber die Fachkenntnis der Verkäufer und auch existieren keine Serviceleistungen. Letztlich muss man abwägen, will man Geld sparen oder bei wenig Fachkenntnis lieber für mehr Kohle auf den Rat des Verkäufers hören.
Wer auf ein Schnäppchen-Kauf aus ist, sollte sein Rennrad im Herbst und Winter kaufen. Nach der Saison wollen viele Händler ihre Lager zum nächsten Frühling leer kriegen. So kann man oftmals enorm Geld sparen.
Patrik Sinkewitz wird ab der kommenden Saison nach seiner einjährigen Sperre in den Profi-Radsport zurückkehren. Der Ex-T-Mobile-Profi ist der erste Kronzeuge, der nach einer Doping-Beichte wieder von einem Rennstall einen Vertrag erhält. Der überführte Radprofi Ricardo Ricco wurde zu einer Zwei-Jahres-Sperre verdonnert, will diese aber nicht akzeptieren.
Patrick Sinkewitz wurde vom zweitklassigen Team PSK Whirlpool aus Tschechien angeheuert. Dem Sender „TV News-Hessen“ erklärte der 28-Jährige, er habe dort einen Einjahresvertrag unterschrieben. Sinkewitz meinte auch, dass er wegen seinen Aussagen zu Dopingpraktiken nach der Unterzeichnung des neuen Vertrages eine Riesenerleichterung verspürt habe. Bei der Tour de France 2007 wurde der Fuldaer des Dopings mit Testosteron überführt und mit sofortiger Wirkung vom ehemaligen T-Mobile-Team rausgeschmissen.
Ein weiterer Tour-Doping-Sünder will seine Strafe nicht anerkennen. Der bei der diesjährigen Tour de France positiv auf EPO getestete Radprofi Ricardo Ricco sieht nicht ein, die durch das nationale Anti-Doping-Tribunal des italienischen NOK (CONI) vom 8. Oktober verhängte Zwei-Jahres-Sperre zu verbüßen. Der ehemalige Saunier Duval-Profi aus Italien will nun vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen diese Strafe klagen. Der Italiener will eine Reduzierung der Sperre fordern, weil er durch eine in seinen Augen umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden zur Aufklärung des Falles beigetragen habe soll.
In und um Hamburg gibt es alles was man für eine Radtour braucht – sofern denn das Wetter stimmt.
Hamburg ist für Fahrradfreunde ein besonderes Erlebnis. Es gibt hier alles von den Sehenswürdigkeiten in Hamburg selbst bis zu den Naturpfaden rund um Hamburg.

Von der Innenstadt bis ins Umland: In Hamburg gibt es viel zu entdecken.
Die Schönheit des Ausblicks des Hamburger Hafens mit der Elbe, die sich durch das Land schlängelt und den vielen Parks und Strände. Um nur einige Routen zu nennen, es gibt den Wikinger-Friesen-Weg, die Fahrradtour durch den Naturpark Aukrug oder auch die Wald- und Flusstouren entlang der Ilmenau.
Auch die pittoresken Eindrücke, die man gewinnt wenn man von der Stadt ins Umland fährt, sind Lohn genug für die Mühen einer Tour. Aber eigentlich soll es auch Spass machen und das macht es um so mehr, wenn man an den Schiffen, Villen und der Exotik der Elbvororte erblickt. Aber immer dran denken, auch neben Wasser ein bißchen Werkzeug mitzunehmen, damit in der Not auch das Fahrrad repariert werden kann.
Für diejenigen, die nicht aus Hamburg stammen und dennoch dort eine kleine Tour planen, können sich in den vielen Hotels, oder für’s kleine Geld in den vielen Jugendherbergen in Hamburg einquartieren und von dort aus losradeln.
Lance Armstrong hat seinen Kritiker Linus Gerdemann unter die Lupe genommen. “Wer überhaupt ist Gerdemann? Er sollte sich wünschen, in einer Ausreißergruppe lieber nicht mit mir zusammen zu fahren”, reagierte der Texaner mit scharfen Worten. weiterlesen »
Lance Armstrong hat seinen Rennkalender 2009 nun genauer formuliert. Bei einem Windkanaltest ließ der siebenmalige Tour-Sieger verlauten, dass er neben dem Giro d’Italia, bei allen Frühjahrs-Klassikern außer Paris-Roubaix, beim Critérium International, bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich und bei der Tour of California antreten wird.
Ob der 37-Jährige bei der am 4. Juli in Monte Carlo beginnenden Tour de France teilnehmen wird, dazu äußerte sich er sich nicht. Nach drei Jahren Wettkampf-Pause fährt Lance Armstrong im Astana-Team, bei dem sein langjähriger Freund Johan Bruyneel Teamchef ist. Im Januar feiert der Texaner sein Comeback in Australien bei der Tour Down Under.
Unterdessen hat Armstrong im Rahmen seines Aufbau-Programms bei einem Zeitfahren vor heimischer Kulisse in Texas teilgenommen. In New Braunfels siegte er problemlos nach 25,6km in 33:14 Minuten.
Die Veranstalter des Giro d’Italia versprechen trotz düsterer Zeiten im Radsport bei der Jubiläums-Ausgabe ein Spektakel. Zum 100-jährigen Geburtstag beginnt die Italien-Rundfahrt am 9. Mai 2009 in Venedig mit vielen Top-Profis, die sich auch mit Doping-Schlagzeilen einen Namen gemacht haben.
Am 13. Dezember wird im berühmten Theater Fenice in Venedig die offizielle Strecke vorgestellt. “Wir wollen einen besonderen Start und einen besonderen Giro – die Kulisse Venedigs bietet uns dazu die einmalige Gelegenheit”, meinte Giro-Organisator Angelo Zomegnan.
“Lance Armstrong startet zu 110 Prozent”, verkündete Zomegnan “das Comeback des Jahres”. Auch wird Lokalmatador und Giro-Sieger 2006 Ivan Basso nach seiner abgesessenen Doping-Sperre wieder mit von der Partie sein. Weitere Sternchen sind Tour-de-France-Sieger 2008, Carlos Sastre (Spanien) und italienische Vize-Weltmeister Damiano Cunego.
Schon ein halbes Jahr vor dem kommenden Giro pries Italiens größte Sportzeitung, “Gazzetta dello Sport”, die dopingverseuchte Rundfahrt in höchsten Tönen an: “Eine Hymne der Schnelligkeit, Kraft und Energie in den Farben der Lagune – ein einmaliges Szenario auf der Welt.”
Der Giro 2009 beginnt mit einem 21 Kilometer langen Mannschafts-Zeitfahren auf dem Lido vor der Lagunenstadt. Dann geht es schon in die Alpen mit einem Gastauftritt in Österreich. Die zweitgrößte Rad-Rundfahrt der Welt geht am 31. Mai anstatt in Mailand, dieses Mal in Rom zu Ende.
Gern verdrängen die „Azzuri“ während ihrer Lobeshymnen auf den Giro, dass zwei Hauptdarsteller des vergangenen Jahres, Riccardo Ricco und Emanuele Sella (beide Italien), später als Doping-Sünder entlarvt und bestraft wurden.
Deutschland-Tour-Sieger Linus Gerdemann und Sprinthoffnung Gerald Ciolek wechseln zur kommenden Saison vom Columbia-Rennstall zum Team Milram. Die beiden Radprofis unterschrieben für zwei Jahre beim letzten verbliebenen deutschen ProTour-Team.
“Ich bin zu Milram gewechselt, um etwas für den deutschen Radsport zu tun. Gerade in der schwierigen Zeit will ich für mehr Glaubwürdigkeit kämpfen. Wir können etwas bewegen”, erklärte Linus Gerdemann in der Dortmunder Zentrale des Rennstalls.
Miram-Teamchef Gerry van Gerwen hat viel vor mit den Beiden: “Linus und Gerald sind unsere Star-Fahrer. Linus ist der Kapitän, für ihn wird die ganze Mannschaft fahren. Jetzt können wir gewinnen.”
Der Sieger der Deutschland-Tour 2007 blickt schon in Richtung Tour de France 2008: “Ich will einfach besser sein, als beim letzten Mal. Die ersten zehn der Gesamtwertung sind so eng zusammen, wie nie zuvor.” Zum Ausstieg von ARD und ZDF von der Live-Berichterstattung über die Tour de France meinte Gerdemann weiter: “Ich verstehe den Rückzug. Aber es ist schade, dass das Anti-Doping-Programm des Radsports nicht honoriert wird.”
Der Spanier Alberto Contador hat heute verkündet, seinen Titel im kommenden Jahr beim Giro d’Italia nicht verteidigen zu wollen. Der Tour-Sieger von 2007 wird sich stattdessen in seiner Saisonplanung voll und ganz auf die kommende Tour de France konzentrieren.
In dieser Saison konnte der Gesamtsieger der Vuelta und des Giro nicht bei der Frankreich-Rundfahrt teilnehmen, weil sein Rennstall, das Astana-Team, wegen Doping-Verwicklungen von den Organisatoren nicht eingeladen wurde.
“Nachdem ich in diesem Jahr den Giro und die Vuelta gewonnen habe, werde ich zur Tour zurückkehren und versuchen, sie zu gewinnen”, las man in einem Interview mit Contador auf der Seite des Internetanbieters “cyclingnews”.
Vor ein paar Wochen verkündete der siebenfache Tour-Sieger Lance Armstrong sein Comeback bei Astana. Somit wird wohl der Texaner beim Giro d’Italia 2009 als Kapitän für den kasachischen Rennstall an den Start gehen.