Sieht man das sogenannte Alleweder (holländisch für Allewetter) zum ersten Mal, wird man unweigerlich an Rennautos aus den Pionierszeiten des Motorsports erinnert. So weit ist das allerdings garnicht hergeholt, immerhin erfüllt das Alleweder alle wichtigen Vorraussetzung, die auch Rennautos mit sich bringen: Aerodynamik, Leichtgewichtigkeit und Stabilität.

Doch was genau sind Velomobile nun eigentlich im Detail?

Velomobile sind vereinfacht ausgedrückt dreirädrige Kleinfahrzeuge mit einem entscheidenden Merkmal: Sie werden mit Muskelkraft angetrieben. Im Endeffekt also Fahrräder mit drei Rädern, um die eine leichte aber stabile Schutzhülle montiert ist. Der Antrieb sieht dabei von unten betrachtet einer Fahrradkette mit Gangschaltung und Pedalen sehr ähnlich. Dabei wird – wie beim Fahrrad – nur das Hinterrad bewegt, während die beiden nebeneinander liegenden Vorderräder einzig und allein der Stabilität dienen. Zu Gunsten der Aerodynamik sind diese allerdings Scheibenräder, während das Hinterrad ein relativ normales Fahrradrad mit Speichen darstellt.

Optional wird das Alleweder mit einem 250-500W Elektromotor ausgeliefert, welcher das Treten besonders bei Berglage enorm erleichtern kann. Dadurch sind in der Ebene ohne Probleme Geschwindigkeiten von 60km/h möglich. Ebenfalls sehr praktisch sind das leicht aufsetzbare Dach und die Windschutzscheibe, weshalb man auch bei großem Regen meistens keine gesonderte Regenkleidung benötigt. Im Boden befindet sich zwar ein Loch, damit man mit den Füßen bei Bedarf manövrieren kann, allerdings gelangt hierdurch in aller Regel kein Spritzwasser ins Innere, da die Öffnung sich vor den Reifen befindet.

Mir persönlich wäre ein Alleweder viel zu aufwendig, da bevorzuge ich doch weiterhin meinen klassischen, wendigen Drahtesel. Wer allerdings gemütliche und zugleich umweltfreundliche Spazier- oder Einkaufsfahrten mit kleinem Kofferraum liebt, ist mit einem Alleweder außerordentlich gut bedient.