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Berlin – Auch zwölfeinhalb Jahre danach bereut Ex-Radprofi Erik Zabel die Art und Weise seines halbseidenen Dopinggeständnis aus dem Jahr 2007.

In einem Spotify-Podcast («Plan Z») mit seinem Sohn Rick bezeichnete der einstige Weltklassesprinter den tränenreichen Auftritt bei der Pressekonferenz in Bonn als einen «Tiefpunkt» seiner Laufbahn. Er habe «eigentlich schon in dem Moment realisiert: ‚Oh, das ist gerade ein Riesenfehler, den du machst und du dann irgendwie aus der Nummer nicht mehr rauskommst’», bekannte der 49-Jährige nun.

Zabel hatte bei seinem Geständnis am 24. Mai 2007 unter Tränen ausgesagt, er habe nur für eine Woche bei der Tour de France 1996 Epo ausprobiert, dies aber nicht vertragen. Ein Untersuchungsbericht der Anti-Doping-Kommission des französischen Senats im Juli 2013 ordnete jedoch eine Dopingprobe Zabels vom 12. Juli 1998 in Nachanalysen einen positiven Wert auf das Blutdopingmittel zu. In einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» gab Zabel anschließend zu, 2007 gelogen zu haben und reichte ein umfassendes Doping-Geständnis nach.

Danach verlor er all seine Tätigkeiten im Radsport. 2019 kehrte der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots der Tour zum Katusha-Alpecin-Rennstall zurück. Das Team, bei dem auch sein Sohn unter Vertrag stand, wurde nach Saisonende aufgelöst. Rick Zabel fährt mittlerweile für das israelische Team Israel Start-Up Nation, das die WorldTour-Lizenz von Katusha-Alpecin übernommen hatte.

Fotocredits: Oliver Berg
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