Mein Drahtesel

Alles was 2 Räder und eine Kette hat ist hier Thema
 


Gewonnen hat die Tour de France 2010 wieder der Spanier Alberto Contador vom Team Astana ganz knapp vor dem Luxemburger Andy Schleck vom Team Saxo Bank. Hauptgewinner ist aber ihr Ausrüster Specialized.

Der US-amerikanische Fahrrad-Hersteller Specialized rüstete beide Profi-Rennställe mit seinen Rennrädern aus und kleidete sie mit seiner Bike-Wear ein. Zudem ist er auch Sponsor vom Team Quick Step.

Specialized © flickr/puliarf

Die Chefs von Specialized mit Sitz in Morgan Hill, Kalifornien, werden sich während der Tour de France genüsslich in ihren Sesseln zurückgelehnt haben. Schließlich erschienen ihre Bikes immer und immer wieder im Fernsehen, gefahren von den Besten der Tour. Eine bessere Werbung kann man sich kaum vorstellen.

Problematisch wird es mit der Firmen-Ideologie nur, wenn ein Fahrer ihrer hoch technisierten Bikes zu Mitteln greift, die ihn noch schneller machen. Oder noch schlimmer, wenn das Bike selbst „frisiert” wird. So der Vorwurf an den Schweizer Specialized-Fahrer Fabian Cancellara, der vor ein paar Monaten mit einem E-motorisierten Bike dieser Firma die Flandern-Rundfahrt und den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen haben soll.


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Canyon Fahrräder – eine gute Wahl

Autor: Daniel
abgelegt in: Sonstiges

Canyon Fahrräder sind sehr beliebt und das hat einen guten Grund: sie sind qualitativ sehr hochwertig. 

Beispielsweise das Ultimate CF SLX: es gewann den Rahmentest auf Topniveau. Hier setzte sich das Rennrad von Canyon durch und das sogar mit 1,7 in der Gesamtbenotung. Der Clou an dem Rahmen ist die verbesserte VCLS-Modul und die Verbindung des Hinterbaus mit dem Sitzrohr. So bekam das Fahrrad für die Teilbenotung zur Kraftübertragung gar eine 1,0.

Canyon Nerve 9.0 © Flickr / Morten Mitchell Larød
Günstiger ist die 7.0 Version, die kaum etwas missen lässt

Ein anderes beliebtes Bike ist das Mountainbike: Nerve AM 7.0 und Nerve AM 9.0. Hier ist die Sitzposition sehr komfortabel und durchdacht. Fox-Federelemente bereiten dabei die Bequemlichkeit.

Wo es einen Einklang von Geometrie und Federung gibt, arbeitet das Canyon Fahrrad präzise bergauf und bergab. Im Schotter oder bei Landungen zeigt sich wahre Konstruktionskunst.

Dabei ist die 7.0 – Variante die günstigere, die dem Komfort und Sicherheit – auch bei Landungen – kaum Wünsche offen lässt. Dieses Fahrrad ist in der Kategorie ab 2.000 Euro haben.


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Die Fahrrad – Messe in Friedrichshafen, die EUROBIKE, hat einen Besucherrekord gemeldet. Vor insgesamt  36.800 Fachbesucher zeigten Aussteller aus 75 Ländern die Neuheiten auf dem Fahrradmarkt. Darunter auch die Neuheit: die elektronische Schaltung. 

Die Zaubertechnik der Zukunft des Fahrrads heißt Digital Integrated Intelligence, kurz Di2. Es ist eine elektronische Kettengangschaltung, die unabhängig vom Kraftaufwand, die Gänge verwaltet. Ein kleiner Elektromotor am Hinterrad sorgt für eine angenehme Fahrt. Bei Shimano heißt dieses Produkt “Nexave C 910″.

Di2 - Schaltung © www.eurobike-exhibition.de
Shimanos elektronische Gangschaltung “Nexave C 910″

Eine automatische Kettenschaltung mit 2 Mal 9 Gang – Möglichkeiten  wird durch eine automatischen Anpassung an den Fahrstil gepaart. Letzteres wird durch den Fahrrad-Rechner ermöglicht.

Ein anderes Feature ist die Federung. Sie funktioniert ebenso von ganz allein: so wird Hart für’s Anfahren oder Steigungen und Soft für den normalen Fahrmodus eingestellt. Auch eine manuelle Regulierung ist genau wie eine permanente Einstellung möglich. Per Luftpumpe kann man diese Federung konfigurieren.

Für die nächste EUROBIKE gibt es bereits Termine. So findet am 1. September 2009 der EUROBIKE Demo Day statt. Im Anschluss öffnet die Ausstellung ihre Pforten vom 2.09.2009 bis 5.09.2009 auf dem Messegelände in Friedrichshafen. Der Publikumstag ist der 5. September 2009.


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Fahrraddiebstahl schwer gemacht

Autor: Daniel
abgelegt in: Sonstiges

In Deutschland werden zwischen 350.000 und 400.000 Fahrräder gestohlen und gerade zehn Prozent aller Delikte hierüber werden aufgeklärt.

Neben dem dicken Schloss, am Besten ein Bügelschloss, helfen gewisse Vorsichtsmaßnahmen, wie Fahrradregistrierung, Fahrradpass und Fahrradcodierung. Jedoch helfen diese Sicherungen nur zur Wiederfindung der gestohlenen Objektes. Dafür muss derjenige, der vielleicht unwissentlich ein gestohlenes Zweirad fährt, erst einmal durch eine Polizeikontrolle fahren.

park and ride © Flickr /extranoise

Gerade in Großstädten, wie Berlin oder München ist das Fahrrad ein beliebtes Diebstahlsobjekt. Ein mächtiges Schloss wirkt abschreckend. Aber es ist auch wichtig beim Absperren, dass das Fahrrad angeschlossen und nicht nur das abgeschlossen wird. Das erschwert das Entfernen erheblich. Denn ansonsten, wird das Bike aufgeladen und woanders aufgebrochen.

Aber es gibt offensichtlich eine richtige Mafia für den Fahrrad – Diebstahl. Diese suchen Orte wo entsprechend viele Drahtesel stehen und entfernen mit schwerem Gerät selbst gut gesicherte Zweiräder. Daher der Tipp: Das Fahrrad niemals am Bahnhof stehen lassen. Regelmäßig sieht man hier abgetrennte Fahrradschlösser oder ausgeschlachtete Zweiräder. Zum Teil sind die Räder auch einfach mutwillig zerstört worden, was dem Eigentümer beim Rückweg nicht nur Bauchschmerzen beschert.


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Die Olympischen Sommerspiele in Peking werden 2008 gleich zu Beginn mit einem Radsport-Highlight aufwarten: Am Samstag den 9. August findet das Radrennen der Männer statt.

Olympia 2008 Logo © wikipediaDer Kurs des Radrennens führt von Peking bis zur Chinesischen Mauer. Dabei geht es über weite Strecken bergig zu Gange – hier werden sich vor allem die ausdauernden Radsportler auszeichnen können.

Dieser Kurs ist der bisher schwerste Radsport-Kurs bei einer Olympiade. Nach 80 Kilometern Einrollphase fahren die Sportler in eine Rundstrecke ein, die sieben Mal durchquert werden muss.

Insgesamt wird am 9. August, am 10. August und zweimal am 13. August ein Finale gefahren werden. Es sind also insgesamt 4 Goldmedaillen zu holen. Das lässt sich für den Interessierten auf dem Programmplan der Olympiade-Organisatoren nachlesen. Eine gute Woche später finden beispielsweise die Triathlon-Finals statt.
Das deutsche Aufgebot führt in Peking der nationale Straßenmeister Fabian Wegmann an. Stefan Schumacher, Jens Voigt, Bert Grabsch und Gerald Ciolek komplettieren die Gruppe der Deutschen.

Das Geschehen lässt sich ab 8:15 auf Eurosport im TV verfolgen. Für alle Radsportfans ist einschalten ein Muss! Olympia ist mir tausend Mal lieber als die Tour de France.


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Der Triathlon gehört unumstritten zu den härtesten Sportarten überhaupt. Schon das bloße Absolvieren eines Triathlons wird von vielen Anfängern und Fortgeschrittenen mit dem Absolvieren eines Marathons gleich gesetzt – eine Leistung, auf die man stolz sein kann. Die besondere Herausforderung an die Körper der Sportler ist jedoch nicht die im Vergleich zum Marathon lächerliche Distanz, sondern der flotte Wechsel zwischen Schwimmen, Radfahren und Laufen, welcher der Muskulatur ihr äußerstes abverlangt. Da die Beschaffenheit des Bikes den größten von außen beeinflussbaren Faktor darstellt, muss es besondere Vorraussetzungen erfüllen.

Mit Ausnahme der Olympiadisziplin herrscht beim Radsport-Part des Triathlons striktes Windschattenfahrverbot, zudem muss die Beinmuskulatur für den nachfolgenden Sprint so weitgehend wie möglich geschont werden. Das Fahrrad muss also gerade bei flachen Strecken extrem aerodynamisch gebaut sein, um einen möglichst geringen Luftwiderstand zu erzeugen und damit das Treten in die Pedale gehörig zu erleichtern.

Ein Triathlonrad (c) flickr.com / GrayskullduggeryDie Aerodynamik sieht man dem oft verwendeten Triathlonrad schon auf den ersten Blick an. Als erstes ins Auge fallen die windschnittig geformten Räder, oftmals sogenannte Trispokes. Aber auch die gesamte Sitzhaltung des Fahrers hat einen großen Einfluss auf den Luftwiderstand. Die Lenker sind so konstruiert, dass der Fahrer mit den Unterarmen in stark gebückter Haltung auf ihm liegt. Auf der einen Seite kommt das natürlich ebenfalls der Aerodynamik zu Gute, auf der anderen Seite kann der Fahrer hierdurch jedoch auch die vom vorrausgehenden Schwimmen stark strapazierte Armmuskulatur entspannen. Damit die Oberschenkel beim Pedalieren in dieser gebückten Haltung nicht an den Oberkörper des Fahrers stoßen, ist der Sitzwinkel beim Triathlonrad etwas steiler als beim in anderen Radsportarten üblichen Rennrad, was wiederrum die Beinmuskulatur für den folgenden Lauf schonen soll. Jeder, der schon einmal eine sehr strapaziöse Strecke mit dem Rad gefahren ist und direkt danach absteigt, kennt das wackelige Gefühl in den Beinen und setzt sich deshalb gerne erst einmal gemütlich in die nächste Eisdiele. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie müssten direkt nachdem Sie vom Rad gestiegen sind noch (je nach Triathlon-Disziplin) 5-42 Kilometer sprinten!

Das Triathlonrad ist beim Straßenradsport wie beispielsweise bei der Tour de France eher weniger gut zu gebrauchen, da es hier dank Mannschaftsfahren weniger Windschattenprobleme gibt. Wohl auch auf Grund des urigen Aussehens und des hohen Preises trifft man Triathlonräder relativ selten im Straßenverkehr an. Für den Triathlonsport hingegen sind sie ideal – und erfüllen damit ihren Sinn mit Bravour.


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Gerade Eintagesrennen sind oft die unter Laien beliebtesten, da sich der Zuschauer hier weder durch komplizierte Tabellen wühlen noch tagelang vor dem Fernseher sitzen muss. Sieger ist, wer als erster durch die Ziellinie fährt – Spannung ist also garantiert.

Alejandro Valverde bei der Tour de France (c) flickr.com / TiM_BiGSo auch heute bei der 94. Auflage der Lüttich–Bastogne–Lüttich: Die letzten Meter der Zielgeraden entwickelten sich zu einem packenden Sprint zwischen Gerolsteiner-Kapitän Davide Rebellin, dem Spanier Alejandro Valverde sowie dem Luxemburger Fränk Schleck. Valverde konnte sich letzten Endes jedoch knapp gegen Rebellin durchsetzen und fuhr als erster durch’s Ziel. Somit hat der seit Freitag 28-jährige allein 2008 schon 3 Gesamtsiege eingefahren. Erst Anfang März ging er als Sieger aus der Murcia-Rundfahrt hervor und konnte vor knapp zwei Wochen den Sieg über Paris-Camembert für sich entscheiden. Kein Wunder also, dass er schon jetzt von vielen als Sieger der Tour de France 2008 gesehen wird.

Lüttich–Bastogne–Lüttich ist übrigens weltweit das älteste noch ausgetragene Eintagesrennen und gilt aufgrund seines sehr hügeligen Profils durch die wallonischen Ardennen als einer der schwersten Klassiker im Radsport. Alejandro Valverde hat also eine beeindruckende Leistung erbracht und wir können gespannt sein, was das Energie-Bündel dem internationalen Radsport noch alles für “Oh”s und “Ah”s entlocken wird.


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Einer der am häufigsten genannten Gründe, warum Menschen Fahrrad fahren, ist Fitness. Insbesondere ältere Personen sehen im Fahrradfahren eine gute Möglichkeit, ohne große körperliche Vorraussetzungen ein gesundes Training zu absolvieren. Jüngeren Menschen geht es gleichzeitig um den Aufbau von Muskeln. Aber ist das Fahrrad dafür wirklich optimal?

Das RuderradBeim Radfahren wird vor allem eine Muskelgruppe geschult: Die Beinmuskeln. Aus diesem Grund wird es auch selten vorkommen, dass ein Radfahrer nach einem Rennen in den Ärmen Muskelkater verspürt. Wäre es folglich nicht am optimalsten, ein Fahrrad mit allen Muskeln des Körpers antreiben zu können? Eine Kreuzung aus Handbike und Fahrrad wäre also schonmal ein Anfang. Nun fehlen aber immernoch viele Muskelgruppen, wie beispielsweise Rücken- und Bauchmuskeln. Als Trainingsgerät für möglichst viele Muskelgruppen wird sehr oft das Ruderboot empfohlen – wieso also erfinden wir nicht einfach ein Ruderrad?

Diesen Gedankengang dürften auch die Erfinder des inzwischen offiziell anerkannten Ruderrads verfolgt haben, welches nun von einigen Herstellern in beinahe alle Länder der Welt exportiert wird. Die Firma Rowbike wirbt mit dem englischen Slogan “A Total Body Fitness machine that takes you where you want to go!” und trifft es damit korrekt: Während dem Fitnesstraining durch die Natur fahren, anstatt im Fitnesscenter zu versauern – wer möchte das nicht?

Der Preis ist mit 775 bis 1200 US$ im Vergleich zum normalen Fahrrad zwar sehr hoch angesetzt, aber es lohnt sich garantiert. Man erreicht mit dem Ruderrad sogar relativ hohe Geschwindigkeiten, wie man im folgenden Video sehen kann. Das ganze macht also auf jeden Fall einen Heidenspass und ist der perfekte Magnet für die tägliche Trainingsstunde im Grünen.


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Steherrennen © flickr.com / ersatzspeiche

Die Halle ist komplett ausverkauft, das Publikum bebt. Alle Blicke sind auf eine Rennbahn in der Mitte der Halle gerichtet. Auf ein Zeichen hin werden im selben Augenblick zehn schwere Motorräder gestartet, das Rennen beginnt. Alles deutet auf ein klassisches Motorradrennen hin, wären da nicht die leicht zu übersehenden Fahrräder hinter den massigen Maschinen. Langsam dämmert es: Nicht die Motorräder, sondern die Radfahrer sind die eigentlichen Stars des Rennen!

Steherrennen © flickr.com / ersatzspeicheRede ist von den sogenannten Steherrennen. Prinzipiell laufen diese ähnlich wie gewöhnlicher Bahnradsport ab, mit einem entscheidenden Unterschied: Vor jedem Rennrad fährt ein Teamkollege auf einem extra zum Windschattenbringer aufgemotzten, breiten und schweren Motorrad. Dadurch können die Radfahrer enorme Geschwindigkeiten erreichen, da sie nicht wie beim Strassenradsport mit der hohen Macht des Windschattens zu kämpfen haben. Die gesamte Renndistanz liegt in der Regel unter 100 Kilometern, wobei oftmals Geschwindigkeiten von über 100km/h über längere Zeit gehalten werden.

Aber auch an die Motorradfahrer, gerne auch Schrittmacher genannt, werden hohe Anforderungen gestellt. Oft sind sie das entscheidende Zünglein an der Waage, welches das Rennen entscheidet. Sie müssen nämlich andauernd in möglichst pefektem Abstand zu ihrem hinter ihnen fahrenden Teamkollegen bleiben, welcher durch ein vorschriftsmäßig am Motorrad befestigten Gestell auf Distanz gehalten wird.

Durch die Minimierung des Gegenwindes können die Fahrer zwar wesentlich schneller fahren, allerdings sind Steherrennen dennoch eine der härtesten Radsportarten, da das Renntempo deutlich angehoben ist und somit durchgehende Maximalleistung des Fahrers gefordert wird. Ein hoher Puls ist somit sowohl den Fahrern als auch dem Publikum garantiert.


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Stürze können in solch einer Situation fatale Folgen haben

Beim 2er-Mannschaftsfahren im Bahnradsport kommt es im Gegensatz zum Strassenradsport überwiegend auf die Geschwindigkeit eines einzelnen der beiden Kollegen an. Um die Last jedoch auf beiden Schultern weitgehend gleichmäßig zu verteilen, ist es notwendig, dass sich die beiden Fahrer in regelmäßigen Abständen ablösen. Fuhr man früher noch aneinander vorbei, ohne sich zu berühren (“auf Sicht”), entwickelten die Bahnradsportteams schnell Techniken, die Geschwindigkeit und Restpower eines Fahrers auf seinen Kollegen zu übertragen.

Zuerst praktizierte man bis in die 70er Jahre eine Ablösung durch einfaches Anschieben des Partners. Jeweils einer der beiden Kollegen ließ sich in ein langsameres Tempo zurückfallen und wartete, bis sein Kollege ihn einholte. Dieser packte seinen Vordermann schließlich an einem speziell hierfür am linken Hosenbein befestigten Knauf und schob ihn damit ins Rennen. Der Gesamthub des Ablösevorgangs war jedoch sehr kurz und verlangte deshalb nach baldiger Verbesserung der Technik.

Seit der “Erfindung” des Schleudergriffs in den 70er Jahren benutzt man den oben genannten Vorgang nur noch im Amateursport. Zu Recht: Der Schleudergriff gehört nicht umsonst zu den waghalsigsten Manövern im Bahnradsport. Im Großen und Ganzen funktioniert er ähnlich wie die gewöhnliche Anschiebetechnik, jedoch mit einigen Feinheiten aufgewertet: Anstatt durch einen Knauf am Hosenbein schieben die Fahrer sich direkt an ihren ausgestreckten Ärmen an. Der ankommende Hintermann streckt dabei seinen rechten Arm aus, der Vordermann seinen linken Arm. Der Vordermann kann sich nun an der ausgestreckten Hand des Teamkollegen “abziehen”. Da sich während dem Manöver beide Kollegen nur mit einer Hand am Lenker halten, besteht eine hohe Sturzgefahr, weswegen der Schleudergriff bei den Amateuren lange Zeit verboten war. Auch heute noch ist er bei vielen Radsportkritikern umstritten.

Es mag zwar eine riskante Technik sein, aber sind wir mal ehrlich: Gegen etwas mehr Teamwork hat doch niemand etwas. Und Sturzgefahr besteht schließlich bei jedem Sport, man schaue sich nur einmal Extremsportarten wie Downhill oder BMX an. Der Schleudergriff ist also definitiv eine tolle Technik, die das eine oder andere Rennen sicher taktisch enorm aufwertet.


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