Die Tour de France 2010 startet am 3. Juli mit einem Prolog in Rotterdam. Über Kopfsteinpflaster führt der Weg in Richtung Alpen, danach warten die Berge der Pyrenäen auf das Fahrerfeld. Das einzige Zeitfahren findet am 24. Juli in Bordeaux statt, einen Tag später geht es mit dem TGV auf zur Schlussetappe nach Paris.
Die 97. Tour de France steht vor der Tür und trotz immer neuer Enthüllungen rund um das Thema Doping lässt die Faszination Radsport nicht nach. Vom 3. Juli bis 25. Juli findet die Tour de France statt und Gastgeber zum Auftakt ist in diesem Jahr Rotterdam. Ganze vier Tage dürfen die Radsportler Klassiker-Luft schnuppern, denn der Weg führt unter anderem über das Kopfsteinpflaster des Klassiker-Monuments Paris-Roubaix. weiterlesen »
Der Spanier Oscar Freire hat beim Klassiker-Auftaktrennen Mailand-San Remo souverän gewonnen. Freire setzte sich im Massensprint gegen Sprint-Konkurrenz Mark Cavendish und Tom Boonen durch und steht nach 2004 und 2007 nun zum dritten Mal auf dem Treppchen.
Oscar Freire macht jagt auf den früheren deutschen Sprintstar Erik Zabel. Nach seinem dritten Sieg beim klassischen Eintagesrennen Mailand-San Remo ist er nur noch einen Erfolg von Zabels vier “Classicissima”-Siegen entfernt. Ungeschlagener König der Strecke ist noch immer der Belgier Eddy Merckx, der zwischen 1966 und 1976 sieben Mal triumphierte. weiterlesen »
Die diesjährige Murcia-Rundfahrt (3.3. bis 7.3.) im Südosten Spaniens begann mit viel Ärger und einem alten Bekannten. Veranstalter Francisco Guzmán hatte bereits im Vorfeld der fünftägigen Rundfahrt kein italienisches Team zugelassen, um Rache für die Dopingsperre Alejandro Valverdes in Italien zu üben. Der siebenmalige Tour de France Gewinner Lance Armstrong gibt sein Debüt in Europa.
„An unserem Rennen werden keine italienischen Teams teilnehmen, weil sie Valverde nicht in Italien fahren lassen“, sagte Guzman der spanischen Sportzeitschrift „AZ“ und löste damit einen mittelschweren Eklat in der Radsportwelt aus. Valverde wurde vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) für italienische Rennen gesperrt, weil er im Verdacht steht, mit dem spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes zu tun zu haben. Guzmans Worte stießen jedoch gleich auf den Unmut von Pat McQaid, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI. Er forderte Guzman auf, sich zu entschuldigen. Anschließend sagte Guzman entschärfend, die Spitzenteams aus Italien seien durchaus willkommen gewesen, hätten aber von sich aus kein Interesse an einer Teilnahme gehabt und andere Mannschaften aus Italien hätten nicht das geforderte Leistungsniveau.
Dümmer hätte es nicht kommen können, denn neben den Italienern fehlen ironischerweise nun auch die Spanier. Grund dafür ist ein Streit zwischen dem Verband der spanischen Rennveranstalter und der Vereinigung der Teams über Fragen der Sicherheit und Startgelder. Dafür lassen sich andere bekannte Gesichter wieder blicken, allen voran Lance Armstrong vom Team RadioShack. Der 38jährige Amerikaner hat vor, sich in diesem Jahr besser aufs Zeitfahren vorzubereiten. „Ich habe versucht an meiner Position beim Zeitfahren zu arbeiten. Im vergangenen Jahr habe ich nicht speziell das Zeitfahren trainiert – das war ein Fehler“, sagte Armstrong vor dem Start der ersten Etappe.
Während sich Lance Armstrong zum Auftakt mit einem Platz im Mittelfeld begnügte, holte der Südafrikaner Robert Hunter vom Team Garmin-Transitions den Sieg. Auch auf der zweiten Etappe entschied er den Massensprint vor dem Australier Graeme Brown (Rabobank) und dem Spanier Vicente Reynes (HTC-Columbia) für sich. Das deutsche Team Milram ist mit seiner Leistung zum Auftakt zufrieden, Roger Kluge aus Cottbus wurde vierter. Die Radsportfans warten nun gespannt aufs Zeitfahren am Samstag und auf einen möglichen Etappensieg von Lance Armstrong.
In der kommenden Radsport-Saison werden 28 deutsche Radfahrer für ProTour-Teams um Erfolge kämpfen.
16 Profis sind alleine beim einzigen deutsche ProTour-Rennstall Milram unter Vertrag. Am 7. Januar wird der Kader für die Saison 2010 um Kapitän Linus Gerdemann in Dortmund offiziell vorgestellt.
Nur aus den Radsport-Nationen Spanien, Frankreich, Belgien und Italien sind in der ProTour mehr Profis vertreten als aus Deutschland. “Die Zahl ist erfreulich. Sie zeigt ja, dass die Stärke der deutschen Fahrer auch dazu führt, dass sie in ausländischen Teams Engagement finden”, so der Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) Udo Sprenger zur dpa.
Des Weiteren fahren einige deutsche Pedaleure wie Heinrich Haussler, Marcus Burghardt oder Martin Reimer für ProContinental-Teams. “Die mischen ja auch noch alle in der allerersten Liga mit. Wer eine Etappe der Tour de France gewinnt, könnte auch in der ProTour fahren, und wer deutscher Meister wird, hat auch Radfahren gelernt”, so der BDR-Vizepräsident weiter.
Team Milram
Sitz in Dortmund
Teamchef: Gerry van Gerwen
Kapitän: Linus Gerdemann
Gegen den deutschen Radprofi Linus Gerdemann wurden in der ARD-”Sportschau” Dopingvorwürfe erhoben. Der Kapitän des letzten deutschen Rennstalls Milram beteuert seine Unschuld und ist ratlos.
Zu den “Westfälische Nachrichten” sagte Gerdemann: “Es tut weh, wenn man so angegriffen wird. Das kostet Nerven, emotional lässt mich das nicht kalt.” Stets beteuert er, dass seine seine Blutproben auch noch in 50 Jahren mit neuen Methoden nachgetestet werden könnten und ihm kein Doping nachgewiesen werden könnte. “Es gibt nichts zu verbergen”, meinte der 27-jährige Gerdemann weiter.
In der ARD-”Sportschau” und der WDR-Sendung “Sport Inside” wurden berichtet, dass in einem Hamburger Gutachten erhebliche Hämoglobin-Schwankungen beim Münsteraner im ersten Halbjahr 2006 festgestellt wurden.
Der aus Münster stammende Radprofi ist seid 2004 durch seine 150km lange Überraschungsführung auf der siebenten Etappe der Tour de France in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. So eroberte sich Fabian Wegmann das Bergtrikot und die rote Nummer des kämpferischsten Fahrers. Mit dieser ersten Tour de France Teilnahme im Team Gerolstein versetzte er seiner Profikarriere einen gehörigen Schub nach vorn.
Bereits seid 2002 fuhr der 28-Jährige für das Team Gerolsteiner bis Ende des Jahres 2008. Dort startete Fabian Wegmann seine Profikarriere und zeigte mit vielen Einzelsiegen in Italien, den USA und Polen sein Potenzial. Gerade Eintagesrennen sind seine Spezialität. Im Jahr 2004 gewann er als erster Deutscher überhaupt das grüne Trikot des besten Bergfahrers beim Giro d’Italia. Nicht zuletzt überzeugte Wegmann 2007 und 2008 als Deutscher Meister im Straßenrennen.
Seid Anfang 2009 schrieb der Münsteraner ein neues Kapitel seiner Radsport-Karriere und wechselte zum Team Milram. Hier hofft er seine Favoritenrolle bei schwereren Eintagesrennen gerecht zu werden und mit seinen Helferqualitäten zu einer erfolgreichen Tour de France für das gesamte Team beitragen zu können.
Mit einem fesselnden Sprint zum Sieg im Eschborn-Frankfurt City-Loop bewieß Wegmann eine Topform für 2009. Dieses Rennen lag ihm sehr am Herzen und mit dieser Energie schaffte er es die 190,8 Kilometer durch den Taunus noch vor Vorjahressieger Karsten Kroon aus den Niederlanden ist Ziel zu fahren. Hoffen wir als auf weitere Erfolge diesen Kalibers und vielleicht so manche Überraschung bei der Tour de France 2009.
Das ist neben Linus Gerdemann der zweite Kapitän beim letzten verbliebenen deutschen Profi-Rennstall. Sie sollen für das Team Milram vor allem bei der im Juli startenden Tour für Erfolge sorgen.
Der in Köln geborene Sprint-Spezialist ist seit seinem 19. Lebensjahr Radprofi. Seine größten Erfolge sind der deutsche Straßenmeistertitel aus dem Jahre 2005 und ein Jahr darauf der Gewinn des U23-Weltmeistertitels im Straßenrennen. In der Saison 2007/2008 fuhr er für den ehemaligen deutschen ProTour-Rennstall T-Mobile, der nach den Doping-Querelen zum Team Columbia-Highroad wurde.
Gerade bei der letzten Frankreich-Schleife machte er neben seinem Teamkollegen Mark Cavendish mit beeindruckenden Sprints auf sich aufmerksam. Je zwei zweite und dritte Plätze erzielte Ciolek. Im vergangenen Jahr unterschrieb der heute 22-Jährige einen Vertrag beim Team Milram, für den er bei der diesjährigen Tour de France Etappensiege einfahren soll.
Drücken wir dem jungen deutschen Sprinter bei der Tour die Daumen!
Die Hoffnungen seines Rennstalls Milram ruhen auf dem Münsteraner. Der Jungprofi Linus Gerdemann soll die Ehre des letzten deutschen Radteams retten und für Erfolge bei der im Juli stattfindenden Tour de France sorgen.
Schon beachtliche Erfolge kann der 26-Jährige vorweisen. Im Jahre 2008 gewann Gerdemann die Deutschland-Tour und 2007 konnte er sich für einen Tag das Gelbe Trikot des Gesamtführenden überstreifen. In diesem Zeitraum trug der deutsche Radprofi noch das Trikot des Rennstalls Columbia, dem Nachfolgeteam des Bonner Teams T-Mobile. 2005 war er erstmals als Profi beim dänischen Rennstall CSC unter Vertrag.
Ab dieser Saison soll er für seinen neuen Arbeitgeber Milram als Kapitän neben dem weiteren deutschen Talent Gerald Ciolek, der die zweite Kapitäns-Rolle ausfüllt, für Erfolge sorgen. Dabei liegt der Fokus auf dem Saisonhöhepunkt Tour de France. Bei ihrer Mission sollen sie durch die Giro-Starter Markus Fothen, Christian Knees, Fabian Wegmann und Robert Förster unterstützt werden.
Dem deutschen Radsport würde ein neues Radsport-Idol nach der Ära von Ullrich und Zabel trotz dieser Doping-verseuchten Sportart gut tun. Drücken wir Gerdemann die Daumen!
Das einzige deutsche ProTour-Team Milram hat seinen vorläufigen Kader für die Tour de France präsentiert. Am 4. Juli werden dann in Monaco neun der 15 genannten Radprofis bei der größten Radschleige der Welt starten.
Sportlicher Leiter beim deutschen Rennstall wird Christian Henn und sein Assistent der Niederländer Raoul Liebregts sein. Bis zum ersten Juli muss Milram den Tour-Organisatoren die endgültigen neun Fahrer nennen. Die beim Tour-Veranstalter ASO gemeldete Mannschaft wird durch zwei Kapitäne, Linus Gerdemann und Gerald Ciolek angeführt. Des Weiteren sollen in Frankreich die Starter beim Giro d’Italia, Markus Fothen, Christian Knees, Fabian Wegmann und Robert Förster dabei sein.
Kapitän Gerdemann, der vor zwei Jahren bei der Tour einen Tag das Gelbe Trikot des Gesamtführenden tragen konnte, testet derzeit im Windkanal in Charlotte (USA) seine Aerodynamik beim Zeitfahren.
Haben die Milram-Fahrer bei der diesjährigen Tour de France eine reelle Chance, vorne mitzufahren?
Der einzige deutsche Pro-Tour-Rennstall Milram will am 1. Mai beim Nachfolgerennen der Traditionsveranstaltung “Rund um den Henninger Turm” in Frankfurt mit den Team-Fahrern Linus Gerdemann, Fabian Wegmann, Christian Knees und Gerald Ciolek siegreich sein.
Der Eschborn-Frankfurt City Loop (EFCL), der in diesem Jahr die 48. Auflage bildet, führt über 190,8 Kilometer. Neben Milram sind drei weitere Mannschaften der höchsten Kategorie mit von der Partie.
Teamsprecher Stephan Flock sagte mit Blick auf das Traditionsrennen: “Es gibt nicht mehr viele Rennen in Deutschland. Darum ist es für uns selbstverständlich, dass wir in Frankfurt mit einer starken Truppe dabei sind.
Lokalmatador Patrik Sinkewitz sagte zum EFCL, wo er 2007 siegreich war: “Der 1. Mai ist und bleibt für mich der Höhepunkt der Saison. Ich traue mir zu, vorne mitzufahren.” Der ehemalige T-Mobile-Profi ist nach seiner Dopingsperre bei dem zweitklassigen tschechischen Rennstall PSK Whirlpool untergekommen.
War schon einmal jemand Zuschauer bei der alten Veranstaltung „Rund um den Henninger Turm”?